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beheizter Fußboden - Zweischichtiger Aufbau

Autoren
OldBo
25.01.2010

Radtke 22.07.2009
Estriche, die in ihrer vollen Dicke aus einer zusammenhängenden Schicht bestehen, sind durch ihren Temperaturunterschied auf der Unter- und Oberseite stark beansprucht.
Abb. 19.22. Zweischichtiger Estrich zur Verringerung von Spannungen im Estrich.
 Abb. 19.22. Zweischichtiger Estrich zur Verringerung von Spannungen im Estrich.
Estriche, die in ihrer vollen Dicke aus einer zusammenhängenden Schicht bestehen, sind durch ihren Temperaturunterschied auf der Unter- und Oberseite stark beansprucht. Besonders bei Aufheizvorgängen stellt sich rasch in der unteren beheizten Zone ein Temperaturanstieg ein, während die Oberseite besonders bei keramischen Belägen noch kühl ist. Die auftretenden Spannungen sind um so größer, je höher die Wärmebelastung und somit auch die Temperaturdifferenz zwischen Ober- und Unterseite des Estrichs ist. Durch den Einbau eines zweischichtigen Estrichs auf Trennlage, Abb. 19.22, lassen sich die Spannungen im Estrich verringern.

Die beiden übereinanderliegenden Estrichschichten müssen sich allerdings einwandfrei und ohne Behinderung gegeneinander bewegen können. Dazu ist eine Trennschicht erforderlich. Sie liegt zwischen den beiden Estrichflächen und wird überwiegend aus zwei Schichten einer lose verlegten Kunststofffolie hergestellt (Gleitschicht). Durch diesen Aufbau kann sich bei einem plötzlichen Temperaturanstieg der unteren Estrichschicht diese Fläche unabhängig von der oberen ausdehnen. Dadurch werden Wärmespannungen reduziert, die ohne Trennschicht vorhanden wären. Die Herstellung eines solchen Aufbaus erfordert etwas Sorgfalt und eine Wartezeit. Zunächst muss die untere Estrichschicht eingebaut und grob geglättet werden. Erhebungen in Form von „Brocken“ und Estrich resten dürfen nicht vorhanden sein, da sie den Bewegungsvorgang später behindern. Die zweite Estrichschicht darf erst aufgebracht werden, wenn die erste Schicht ausreichend trocken ist. Andernfalls kann die in der unteren Estrichschicht noch vorhandene Feuchtigkeit durch die Trennlage aus Kunststoff nicht mehr entweichen. Die untere Estrichschicht überdeckt im Allgemeinen die eingebauten Heizrohre nur geringfügig, sie besitzt außerdem keine oder nur eine geringe Tragfähigkeit. Sie darf deshalb nicht lastverteilend berücksichtigt werden. Oberhalb der Trennschicht ist, bezogen auf eine Biege zug fes tig keitsklasse F4 nach DIN EN 13813 für Zementestriche CT stets eine Estrichdicke von mindestens 45 mm und für Calcium-Sulfat-Estriche eine Dicke von 40 mm vorzusehen. Ein zweischichtiger Estrichaufbau mit Trennlage ist um so mehr zu empfehlen, je mehr die nachfolgend genannten Einflüsse gleichzeitig zusammentreffen:
Quellen
Das ABC der Flächenheizung und Flächenkühlung Winnenden: Heizungs-Journal Verlags-GmbH, ISBN 3-924788-16-2
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