Die
Sonnenenergienutzung ist bei der
Beheizung von
Schwimmbädern besonders günstig. Die Beheizung von Freibädern ist dann besonders rentabel, wenn sich der
Energiebedarf und das
Strahlungsangebot der Sonne weitgehend decken. Außerdem sind die Absorber sehr einfach zu installieren.
Die
Absorber zur
Schwimmbadbeheizung benötigen
keine transparente Abdeckung und
kein Gehäuse zur Verminderung von
Wärmeverlusten. Da die
Kunststoffabsorber aus
EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) direkt vom
Schwimmbadwasser durchströmt werden, sind die
Wärmeübertragungsverluste sehr gering.
In
öffentlichen Freibädern kann eine
Zusatzheizung eingeplant werden, wenn
Temperaturschwankungen des Beckenwassers nicht akzeptiert werden.
Private Freischwimmbäder sollten möglichst
ohne Zusatzheizung betrieben werden. Da aber bei schlechtem Wetter ohne Sonne die Frequentierung der Freibäder ohnehin gering ist, sollten auch bei öffentlichen Freibädern die Nachheizung eingeschränkt werden.
Eine
Abdeckung der
Wasseroberfläche außerhalb der Nutzungszeiten vermindert
Verdunstungs- und
Strahlungsverluste und spart die "kostenlose"
Energie, besonders dann, wenn die Beckentemperatur um 25 °C gewünscht werden.
Zur
Beckenwassererwärmung von
Hallenbädern sind normale
Solarkollektoren besser geeignet, wobei in den Sommermonaten
Wärmeüberschüsse auch zur
Trinkwassererwärmung eingesetzt werden kann. In diesem Fall ist die Kollektorkreisflüssigkeit von dem Beckenwasserkreislauf über einen
Wärmetauscher aus Edelstahl oder Kunststoff getrennt.
In den Monaten
Mai bis September können über
70 % der
jährlichen Sonnenstunden genutzt werden. Das Verhältnis zwischen der
Wasseroberfläche des Beckens und der Absorberfläche (unverglaste Sonnenenergiesammler) sollte so ausgelegt werden, dass das Beckenwasser je nach Monat ca. 4 bis 10 K erwärmt werden kann.
Bei einer gewünschten
Wassertemperatur von ca. 22 - 24 °C im Mai und September und ca. 26 °C im Sommer ist eine Absorberfläche in der Größe von ca. 80 % der
Wasserfläche empfehlenswert. Wenn es besonders in der Übergangszeit wärmer werden soll, kann die Absorberfläche auf 120 % vergrößer werden.
Faustformel:
Absorberfläche =
Wasserfläche!
Minimale Absorberfläche = 40% der
Wasserfläche
Max. Absorberfläche = 120% der
Wasserfläche