Zur
Fernsteuerung,
Fernüberwachung und
Fernwartung räumlich entfernter
technischer Anlagen wird die
Fernwirktechnik eingesetzt. Dabei handelt es sich um
signalumsetzende Verfahren.
Fernwirktechnik zur
Steuerung industrieller Anlagen wird aufgrund steigender Anforderungen an Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit zur Überwachung und
Steuerung für automatisierte Anlagen, die räumlich weit von der Leitstation entfernt sind, eingesetzt.
Zunehmend wird eine (
Fern-)
Steuerung der
Heizungsanlage per
Netzwerk,
Internet oder über
App's vom
Handy (iPhone bzw. Tablet) angestrebt. Sinnvoll sind diese Einrichtungen z. B. für
Ferienhäuser bzw.
Ferienappartments oder wenn man
unregelmäßig nach Hause kommt. Aber auch technikbegeisterte Betreiber sind auf der Suche nach geeigneten Lösungen. Ob es sich als wirklich wichtig und sinnvoll durchsetzt, wird die Zukunft zeigen. Vielleicht handelt es sich hier auch nur ein
Hype, wie es vor Jahrzehnten bei dem "
Smart Home" (
intelligentes Haus) der Fall war, aber durch "
Smart Grid" (
intelligentes Stromnetz) wieder aktuell wird.
Erst wenn sich die Lebensfähigkeit der Technologie in technischer, ökonomischer und ökologischer Sicht als ausgereift herausstellt, erreicht sie den breiten Markt.
Bei der
Fernwirktechnik werden die
Prozessdaten durch spezielle
Datenübertragungsprotokolle sicher über
Weitbereichsnetze (
Telekommunikationsnetze) geringer Bandbreite und Übertragungsqualität übertragen. Eine
Fernwirkanlage besteht aus
Prozessbaugruppen (Schnittstelle zwischen Prozess- und Systembus passen die
Signalpegel an die Prozessbedingungen an. Ihre Funktion besteht in der
Analog/Digital-Umwandlung und der
Digital/Analog-Umwandlung von
Informationen), einem
Systembus, einer
Steuereinheit bzw.
Zentraleinheit und einem
Sende-/Empfangskopf , der die Schnittestelle zur Übertragungstechnik bildet.
Einsatzgebiete sind z. B.:
- Fernsteuerung und Überwachung von haus- und betriebstechnischen Anlagen (Heizung, Lüftung, Beschattungen, Fenster, Brandschutzeinrichtungen, Haushaltsgeräte)
- Gefahrenmeldung (Einbruch, Feuer, Notruf)
- Steuerung und Kontrolle des Energieverbrauchs (Gaszähler, Stromzähler)
- Steuern von Versorgungsnetzen (Fernwärme, Gas, Wasser, Strom)
- Steuern von Straßenverkehrsanlagen (Lichtzeichenanlagen, Straßenbeleuchtung, Eisfreihalteanlagen
Folgende
Telekommunikationsnetze werden zur
Datenübertragung genutzt.
- Analoges Telefonnetz über Modem
- Standleitungen (Kupferadern und Glasfaser)
- Mobilfunk-Netze (D-Netz, E-Netz [ GPRS]), GSM, 900 MHz und 1800 MHz
- Private Funknetze
- Satellitenkommunikation
Eine
kostengünstige Möglichkeit,
die
Fernwirktechnik zum
Steuern einer
Heizungsanlage einzusetzen, ist das
MAX!-System. Es besteht aus folgenden
Komponenten:
- Steuerung über App oder PC-Internet
- Router
- MAX! Cube – Schnittstelle ins Netz
- MAX!-Funk-Heizkörper-Thermostat, Fensterkontakte, Eco-Taster, Wandthermostat
Um diese Technik sinnvoll einzusetzen, sind fundierte Fachkenntnisse in der Heizungstechnik eine notwenige Voraussetzung, damit die gewünschten Funktionen voll ausgeschöpft werden können.
Das
MAX! Cube ist die
Schnittstelle in das
Netz. Er bildet die Schnittstelle zwischen den per
bidirektionalem Funk verbundenen weiteren Komponenten und dem Computer-
Netzwerk im Haus. Hier werden alle Konfigurationsdaten gespeichert und arbeite so auch ohne
Internet oder PC-Anschluss. Er enthält einige System-Statusanzeigen und gibt Statusmeldungen der Komponenten in das
Netzwerk weiter. Diese können dann auf dem jeweiligen Frontend (PC/mobiles Gerät) ausgewertet werden. Der MAX! Cube enthält einen intelligenten Webserver, der bei
Netzwerkeinbindung eine automatische Konfiguration vornimmt.
Der
MAX!-Funk-Heizkörper-Thermostat ist werkseitig voreinstellt. Über drei Tasten ist jederzeit eine manuelle Bedienung möglich. Wobei bei dem nächsten programmierten Umschaltzeitpunkt der Automatikbetrieb weiterarbeitet. Eine sogenannte Boost-Funktion sorgt für
schnelles Aufheizen, so dass der Raum kurz ab dem programmierten Zeitpunkt aufgeheizt wird. Lernt man einen
Fensterkontakt am Thermostaten an, so sorgt dieser für Absenkbetrieb exakt für die Zeit, in der das
Fenster zum Lüften geöffnet ist. Per Funk via MAX! Cube und Software-Frontend ist der Thermostat mit einem 7-Tage-Schaltprogramm mit 13
Regelungsphasen je Tag programmierbar.
Der
MAX!-Fensterkontakt steuert alle im Raum befindlichen Thermostate gleichzeitig an, wenn er ein
Fensteröffnen registriert. Ein solcher Kontakt gehört also an jedes
Fenster bzw. an das
Fenster, das üblicherweise zum Lüften verwendet wird.
Der
MAX! Eco-Taster kann bei dem Verlassen des Hauses bzw. Wohnung/Firma gedrückt werden und alle Thermostate im Haus fahren auf
Absenkbetrieb. Es muss also nicht bei einem außerplanmäßigen Absenken die
Regelung neu eingestellt werden.