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OldBo
08.03.2016
Hanf (Cannabis) ist eine Nutz- und Zierpflanze, die als Heil-, Faser- und Ölpflanze aber auch zur Herstellung von Rauschmittel verwendet wird. Zur Gewinnung von Hanffasern, die z. B. für Textilien, Taue, Dichtmaterial für Rohrgewindeverbindungen und Dämmstoffe eingesetzt werden, wird Nutzhanf (Faserhanf) angebaut.
Hanf (Cannabis)
 Hanf (Cannabis)
Quelle: Bosy

Hanf (Cannabis) ist eine Nutz- und Zierpflanze, die als Heil-, Faser- und Ölpflanze aber auch zur Herstellung von Rauschmittel verwendet wird. Zur Gewinnung von Hanffasern, die z. B. für Textilien, Taue, Dichtmaterial für Rohrgewindeverbindungen und Dämmstoffe eingesetzt werden, wird Nutzhanf (Faserhanf) angebaut. Hierzu darf nur zertifiziertes Saatgut verwendet werden, dessen THC-Gehalt (Tetrahydrocannabinol) weniger als 0,2 % ist. Der Anbau von Faserhanf muss der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung als zuständiger Behörde angezeigt werden.

Hanffasern werden als Dämmstoffe (Matten, Platten, lose Schüttung) eingesetzt, da sie Schädlings-, Verrottungsresistent und gesundheitlich unbedenklich sind. Bei der Verabeitung zu Dämmfilzen und Vliesen auf Imprägnierungen verzichtet werden. Durch den Zusatz von Borsalzen werden die Brandschutzeigenschaften verbessert. Der Hanf hat gute schalldämmende und wärmedämmende Eigenschaften (Wärmeleitfähigkeit: lambda(R): 0,040 - 0,045 W/(m·K)). Der Anbau des nachwachsenden Rohstoffs ist einfach, da keine Pestizide erforderlich sind.

Dichtungshanf
Dichtungshanf
 Dichtungshanf
Quelle: Bosy
Einhanfen (die Gewindespitzen müssen noch zu sehen sein)
 Einhanfen (die Gewindespitzen müssen noch zu sehen sein)
Quelle: Bosy

Dichtungshanf, auch Werg genannt, ist auch heutzuutage immer noch "das" Abdichtungsmittel für Rohrgewinde bei der Wasser- und Gasinstallation in Verbindung mit einer zur Anlage passender  pastösen Dichtungspaste (z. B. Fermit) eingesetzt.

Der Hanf quillt bei dem Kontakt mit Wasser bzw. Feuchtigkeit auf. Dadurch sind leichte Bewegungen in der Dichtungsfuge möglich und ungenaue Passungen der konischen Fittings und Rohrgewinde aus Stahl werden ausgeglichen. Ein Fitting bzw. eine Verschraubung kann nachkorrigiert (1/4-Umdrehung) werden, ohne dass die Verbindung undicht wird. Hanf kann in Trinkwasser- (bis 16 bar), Heizungs- (bis 7 bar) und Gasanlagen (bis 5 bar) mit einem geeigneten Dichtungsmittel (z. B. Neo Fermit Universal) bis 130 °C und z. B. mit Hochdruck-Fermit auch in Heißwasser-, Hochdruckdampf- und Solaranlagen bis 160 °C und 16 bar eingesetzt werden.

Der Streit, wann das Dichtungsmittel zugeführt werden muss - vor oder nach dem Einhanfen - wird wohl nie beendet.

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