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OldBo
05.01.2014
Das Kondensat, das bei der Verbrennung in Gas- und Ölbrennwertgeräten und im Abgassystem entsteht, darf nach bestehenden Vorschriften (ATV-DVWK Arbeitsblatt A 251 "Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft" - DWA-A 251) bzw. den Satzungen zuständiger kommunaler Abwasserverbände nicht direkt in die Kanalisation abgegeleitet werden.
ATV-DVWK Arbeitsblatt A 251-Tabelle 2
 ATV-DVWK Arbeitsblatt A 251-Tabelle 2
Quelle: IWO
Bestimmung der jährlichen Kondensatmenge
 Bestimmung der jährlichen Kondensatmenge
Quelle: Bosy
Kondensatfiltersystem
 Kondensatfiltersystem
Quelle: VERITHERM Heizungstechnik GmbH
Neutralsisierungsbox
 Neutralsisierungsbox
Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH - Buderus
Neutralisationsanlage GENO®-Neutra FNH-420-R
 Neutralisationsanlage GENO®-Neutra FNH-420-R
Quelle: Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH
Das Kondensat, das bei der Verbrennung in Gas- und Ölbrennwertgeräten und im Abgassystem entsteht, darf nach bestehenden Vorschriften (ATV-DVWK Arbeitsblatt A 251 "Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft" - DWA-A 251) bzw. den  Satzungen zuständiger kommunaler Abwasserverbände nicht direkt in die Kanalisation abgeleitet werden. Es muss durch eine Neutralisationseinrichtung (z. B. Auffangwanne, Neutralisationsbox (Austauscherharze) oder Neutralisationsanlage mit alkalischem Granulat, z. B. Kalkstein, Marmorsplitt, Magnesium(hydr)oxid und teilweise mit Aktivkohle) neutralisiert werden, bevor es über einen Syphon in das Abwassersystem abgeleitet wird.

Die Neutralisierungspflicht ist im ATV-DVWK Arbeitsblatt A 251-Tabelle 2 festgelegt. Anlagen, die mit schwefelarmen Heizöl oder Bioheizöl (DIN SPEC 51603-6) in Ein- und Zweifamilienhäusern betrieben werden, sind von der Neutralisierungspflicht befreit. Aber auch hier ist bei dem zuständigen kommunalen Abwasserverband nachzufragen.

Die Neutralisationseinrichtung muss in der Lage sein, das gesamte anfallende Kondensatvolumen, das von der Nennwärmeleistung und den Vollnutzungsstunden des Brennwertgerätes abhängig ist, zu neutralisieren. Danach wird die Art und Größe der Neutralisationseinrichtung ausgewählt.

In einem Aktivkohlefilter werden als erstes die festen Partikel (z. B. Russ, Halogenverbindungen, Schwefelbestandteile [bei Ölkessel], Korrosionsrückstande, Zunder) im Kondensat zurückgehalten. Danach wird das saure Kondensat durch ein Neutralisationsmittel geleitet und gelangt dann, mit einem pH-Wert von 6,5, in die häusliche Kanalisation. Als Neutralisationsmittel werden alkalische Granulate (z. B. Kalkstein, Marmorsplitt, Magnesium(hydr)oxid) verwendet, weil sie einfach zu erneuern sind. Die Säuren aus den Kondensaten bilden mit den Bestandteilen der Granulate volllösliche Salze die ungefährlich sind und über den Hausmüll entsorgt werden können. Das Kondensat ist nun "neutral" (pH-Wert 6,5 - 7) und kann ebenfalls ohne Probleme abgeführt werden.

Einige Hersteller setzen auch Austauscherharze ein, in dem ein Ionenaustausch mit dem Kondensat stattfindet. Hier ist aber bei nachlassender Neutralisationswirkung ein kompletter Austausch der Box bzw. der Füllung erforderlich. Der Vorteil dieser Neutralisationsmethode ist, dass auch Schwermetalle herausgefiltert werden können.

Die Neutralisationseinrichtung muss für den eingesetzten Brennstoff und teilweise auch für die Materialien der Feuerungsanlage geeignet sein. So gibt es z. B. Neutralisationseinrichtungen, die ausschließlich für gasbetriebene Feuerungsanlagen geeignet sind oder die nur bei Kunststoffabgassystemen eingesetzt werden dürfen.

Das Granulat der Neutralisationseinrichtungen muss spätestens dann erneuert oder aufgefüllt werden, wenn der pH-Wert nicht mehr auf 6,5 angehoben werden kann. Um das sicherzustellen haben einige Hersteller eine permanente pH-Wert-Überwachung, die durch eine farbliche Veränderung auf die Notwendigkeit der Erneuerung des Granulats hinweist. Andere Hersteller legen ihren Produkten Teststreifen bei, mit denen der pH-Wert regelmäßig geprüft werden kann.
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