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OldBo
16.04.2015
Kellerräume und Räume, die an das Erdreich grenzen (Hanglage), die für Wohn- oder Arbeitszwecke genutzt und entsprechend beheizt werden, also zur beheizten Gebäudehülle (Thermische Hülle) gehören, müssen nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) gedämmt werden.
Perimeterdämmung mit Styrodur®
 Perimeterdämmung mit Styrodur®
Quelle: BASF SE
Perimeterdämmung mit Schaumglas<br />unter der Bodenplatte
 Perimeterdämmung mit Schaumglas
unter der Bodenplatte
Quelle: TECHNOpor Handels GmbH
Lastabtragende Dämmung unter Bodenplatte
 Lastabtragende Dämmung unter Bodenplatte
Quelle: Steinbach Schaumglas GmbH & Co. KG

Kellerräume und Räume, die an das Erdreich grenzen (Hanglage), die für Wohn- oder Arbeitszwecke genutzt und entsprechend beheizt werden, also zur beheizten Gebäudehülle (Thermische Hülle) gehören, müssen nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) gedämmt werden. Das gilt auch für die sog. "Schwedenplatte/Thermobodenplatte".

Die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV) stellt Anforderungen an den energiesparenden Wärmeschutz und die energiesparende Anlagentechnik. Bei einem geplanten Neubau wird der zulässige Primärenergiebedarf mit den Vorgaben des EnEV-Referenzgebäudes verglichen. Bei Änderungen von Außenbauteilen an bestehenden Gebäuden sind die maximal zulässigen U-Werte einzuhalten. Ab 01.01.2016 werden die Anforderungen bei Neubauten erhöht.

Bei einem Neubau sind die Referenz-U-Werte für Wohngebäude (WG) und Nichtwohngebäude (NWG) für die Außenwand gegen Erdreich bis 31.12.2015 bei Innentemperaturen ≥ 19 °C 0,35 W/(m² · K) und bei Innentemperaturen ≤ 19 °C (≥ 12 °C) 0,35 W/(m² · K),  ab  01.01.2016 bei Innentemperaturen ≥ 19 °C 0,25 – 0,30 W/(m² · K) 0,30 – 0,35 W/(m² · K).

Bei einen Altbau bei dem Änderungen von Außenbauteilen von mehr als 10 % der gesamten, jeweiligen Bauteilfläche des Gebäudes – Wohn- und Nichtwohngebäude (Ausnahmen EnEV, Anlage 3) muss der U-Wert für die Außenwand gegen Erdreich bei Innentemperaturen ≥ 19 °C max. 0,30 W/(m² · K) betragen.

Die außenseitige Perimeterdämmung führt außerdem zur Erhöhung der raumseitigen Oberflächentemperaturen dieser Bauteile und vermeidet Bauschäden (z.B. Schimmelbildung).

Grundlage für eine Perimeterdämmung sind Produkte aus Extruderschaum (XPS [z. B.Styrodur®, URSA XPS N ]). Auch Recycling-Materialien (Blähglas, Glasschaum-Granulat, Schaumglasplatten) können als lastabtragende Perimeterdämmung eingesetzt werden. Das Dämmmaterial muss wasser- und druckbeständig sein.
Bei der Ausführung der Perimeterdämmung unterscheidet man folgende Einsatzgebiete:

  • Perimeterdämmung unter Kellerfußböden (statisch nicht tragend)
  • Perimeterdämmung von Fundamenten und unter Gründungsplatten (statisch tragend)
  • Perimeterdämmung in Bereichen mit drückendem Wasser und aufstauendem Sickerwasser (im Grundwasser)
  • Perimeterdämmung unter Kellerfußböden (statisch nicht tragend)
  • Perimeterdämmung unter Fundamenten und Gründungsplatten (statisch tragend)
  • Dämmung von Streifenfundamenten
  • Sockeldämmung
  • Perimeterdämmung von Passivhäusern

Dränmaßnahmen zur Ableitung von Oberflächen- und Sickerwasser sind bei besonderer Bodenbeschaffenheit (z. B. wasserundurchlässiger Bodenhorizont) oder besonderer Lage des Gebäudes (z. B. Hanglage) vorzusehen. Sie besteht aus der Flächendränung der Wand, Dränrohren, einer Kiespackung, Filtervlies, Revisionsschächten und einem Anschluss an die Kanalisation oder einen Vorfluter. Eine Verlegung von Dämm-Dränplatten allein reicht nicht aus

Zum Schutz der Perimeterdämmung ist im Normalfall eine Dränung nicht erforderlich

Schotter aus Schaumglas vereint Wärmedämmung, Tragschicht und Drainage in einem Produkt und kann dabei Aufbauhöhe einsparen.

Schaumglas (Glasschaum) hat eine hohe Druckfestigkeit, nimmt kein Wasser auf (kapillarbrechend), ist formstabil, unverrottbar, schädlingssicher und frostbeständig. Außerdem ist es wärmedämmend, schalldämpfend und gleichzeitig für Lasteintragung geeignet.

Mit dem Schaumglasschotter kann nicht nur auf die Flächendrainage aus Schotter oder Kies, sondern auch auf die Sauberkeitsschicht aus Magerbeton und auf die Herstellung einer frostfreien Gründung bei Schichtstärken ab 20 cm verzichtet werden (statischer Nachweis erforderlich). Der Einbau des Schaumglasschotters erfolgt ca. 50 cm breiter als die Bodenplatte und übernimmt die Funktion der herkömmlichen Frostschürze.

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