Die
Thermische Hülle (Bilanzhülle) ist die
physikalische Trennung der
Bauteile von
Innen- zu
Außenräumen durch wärmedämmende Bauteile. Diese ist nicht immer die tatsächliche
Gebäudehülle.
Die Thermische Hülle
umschließt alle beheizten Räume. Es gelten nicht nur die Flächen gegen die
Außenluft, sondern
auch die zu
nichtbeheizten Räumen (
ohne regelbare Heizflächen [Keller,
Garage, Abstellraum, Dachboden, Abseite bzw. Drempel, Erdreich]) oder Räumen mit
niedriger Innentemperatur (Treppenhaus). So kann z. B. ein "
Heizraum", der als nichtbeheizter Raum einzuordnen ist, außerhalb der Thermischen Hülle liegen. Bei dem Betrieb eines
Wärmerzeugers mit einem LAS kann es strittig sein. Alle Verteilleitungen, die z. B. in einen Schlitz der Innenseite der Außenwände liegen, sind innerhalb der Thermischen Hülle, da sie innerhalb der
Dämmung liegen. Anders sieht es bei wärmegehenden
Rohren aus, die auf dem Rohfußboden zu einem unbeheizten Keller oder gegen das Erdreich verlegt sind. Diese liegen unter der
Dämmung, also außerhalb der Thermischen Hülle.
Auch der
Spitzboden oder
Dachräume können außerhalb der Thermischen Hülle liegen, wenn die Geschossdecke gedämmt ist. Sie werden aber der
Gebäudehülle zugerechnet.
Auf jedem Fall sollte die Thermische Hülle möglichst
luftdicht ausgeführt werden. Die
Luftdichtheit kann mittels eines
Blower-Door-Tests gemessen werden.