Bei dem Metal-Dusting (MD - Metallstaub) handelt es sich um eine Art der Hochtemperaturkorrosion (HTK) in stark aufkohlenden Atmosphären mit Kohlenstoffaktivitäten in Verbindung mit Eisen- und Nickelbasis- Legierungen bei Temperaturen zwischen 450 und 900 °C.
Kohlenstoff führt zur Aufkohlung über die Bildung innerer Metallkarbide im Werkstoff, dadurch entsteht eine Verfestigung bzw. Versprödung des Bauteil (z. B. Flammrohr). Eine extreme Art der HTK ist das "Metal Dusting",
das bei extrem hohen Kohlenstoffgehalten in der Umgebung von
Verbrennungs- oder Vergasungsatmosphären erfolgt. Dabei kommt es zur Kohlenstoffabscheidung (Ruß, Koks) auf der Oberfläche des Materials. Am Ende zerfällt das metallische Bauteil zu "Staub" aus Graphit und Metall- bzw. Metallkarbidpartikeln.
In der Heizungspraxis wirkt sich diese Korrosionsart besonders bei der Verwendung von schwefelarmen Heizöl bei dem Blaubrenner aus. Der Schadensbereich befindert sich am Flammkopfaufsatz und Flammrohr.
Bei der Einführung schwefelarmer Heizöle sind an Low-Nox- und Rezirkulationsbrennern (Blaubrenner) Schäden an Flammenrohren aus Alloy 601 (Nickel-Chrom-Legierung) nach Betriebszeiten von nur wenigen Stunden aufgetreten. In metallographischen Untersuchungen an den geschädigten Rohren wurde als Schadensmechanismus Metal Dusting (eine Art der Hochtemperaturkorrosion) identifiziert.
So schützt z. B. die MHG Heiztechnik GmbH (Raketenbrenner®) ihre Brenner durch spezialbeschichtete Mischsysteme und Keramik-Brennerrohre die Brenner serienmäßig mit dem neuen Mischsystem ausgerüstet. Alle bereits installierten Raketenbrenner® der RE 1 H-Serie können mit einem Umrüstsatz (Keramikbrennerrohr und spezialbeschichtetes Mischsystem) nachgerüstet werden.
Die konventionellen Stauscheibenbrenner (Gelbbrenner) ohne NOx-Minderung und/oder Flammkopfaufsatz sind nicht betroffen, da die notwendigen Werkstofftemperaturen für diesen Korrosionsvorgang nicht erreicht werden.