Eine "Künstliche Nase" (Elektronische Nase) kann im Bereich der Lüftungstechnik eingesetzt werden, wenn z. B. über die Außenluft störende Rauchgerüche von den Kaminöfen der Nachbarn eingesaugt werden.
Alternativ zu herkömmlichen Lösungen zum Detektieren von Gasen hat Unitronic ein virtuelles multifunktionales Gassensor-Array (VGSA) entwickelt. Das VGSA verwendet lediglich einen Miniatur-Gassensor auf Basis eines oxidischen Halbleiters, der mithilfe einer elektronischen Auswerteschaltung verschiedene Gase unterscheiden kann.
Der Sensor ist in der Lage, eine Vielzahl an unterschiedlichen Gasen zu messen:
• Brenngase, z. B. Methan, Propan, Butan
• Organische Verbindungen, z. B. Alkohol, Benzin, Propanol, Ethanol, Azeton, Toluol, Cyclohexan, Wasserstoff, Formaldehyd, Kohlenmonoxid
• Anorganische Verbindungen, z. B. Ammoniak, Isofluran, Halothan (Narkosegase), Schwefelwasserstoff, Trichlorethylen, Tetrachlorkohlenstoff
• komplexe Gemische, z. B. Zigarettenrauch
Ein Gassensor kann Brände frühzeitig erkennen, Menschen vor schädlichen Gasen in der Umgebungsluft warnen oder Informationen über den Betriebszustand von Maschinen liefern. In diesen und zahlreichen weiteren Anwendungen haben sich Gassensoren daher als künstliche Nasen etabliert – besonders solche, die eine gute Portion Intelligenz mitbringen.
Neben
Gasen wie Sauerstoff, Helium,
Wasserstoff oder
Propan sind in der technischen Praxis sowie im täglichen Leben
auch komplexe Gasgemische anzutreffen, etwa Zigarettenrauch, Alkoholdämpfe oder Gase, die bei Bränden entstehen und mit einem Gassensor erkannt werden müssen. Im Gefahrenfall erfordert jedes Gas eine spezielle Reaktion, um Schäden zu begrenzen. So sind zum Beispiel bei einem Brand in einem Gebäude die
Fenster fest zu verschließen, während sie bei austretenden schädlichen Gasen weit geöffnet werden müssen.