Schallausbreitung wird durch
schalldämpfende Maßnahmen eingeschränkt. Verwendet werden energieumwandelnde (dissipierender) Medien oder spezielle Vorrichtungen, so z. B.
Schalldämpfer beim
Luftaustritt oder an schallabgebenden Bauteilen einer RLT-Anlage.
Physikalisch betrachtet ist die
Schalldämpfung eine
Energieumwandlung (Dissipation) in einem Stoff oder in der Bauakustik durch "
Abziehen" von
Schallenergie aus einem Raum die
Schallenergie verringert oder eliminiert wird. Im Bereich der Bauakustik ist die
Schalldämpfung deshalb als
Maßnahme zur Schalldämmung zu verstehen (z. B. durch den Einbau schwerer Wände oder federnder Massen, z. B. bei Akustikdecken).
Eine mögliche
Schalldämpfung sind
zweischalige Wände (z.B. zwischen zwei unterschiedlich „lauten“ Räumen oder unterschiedlichen Wohneinheiten). Die
Luftschalldämmung von zweischaligen Wänden wird verbessert,
- wenn die beiden Schalen möglichst schwer, aber andererseits auch dünn und biegeweich sind, wie z.B. Gipskartonplatten oder verputzte Holzwolle-Leichtbauplatten
- wenn der Abstand zwischen den Ständern und den Schalen möglichst groß ist
- wenn in den Hohlraum schallschluckende Stoffe (z.B. Mineral- oder Steinwolle) eingebaut werden
- wenn Schallbrücken (z.B. im Bereich von Steckdosen oder durchgeführten Rohren) konsequent vermieden werden.
_______________________________________________________________________________________
Bei der Schalldämpfung (acoustic treatment) wird der Raumklang gezielt verändert, zum Beispiel wird Nachhall reduziert und der Klang "trockener" gemacht. Schalldämpfende Maßnahmen dienen der Verbesserung der (Raum)akustik. Physikalisch formuliert: Unter Schalldämpfung wird eine Behinderung der Schallausbreitung durch Absorption von Luftschall verstanden.
Hierfür kommen in der Praxis meist großflächige Schallabsorber aus porösen Materialien wie etwa Akustikschaum zum Einsatz.
Die bekannteste Form der Schalldämpfung ist die Reduzierung von Nachhall zur Verbesserung der Raumakustik.
Weitere typische Beispiele für schalldämpfende Maßnahmen sind das Anbringen von Wand- und Deckenabsorber zur Hallreduzierung, die gezielte Platzierung von Schallabsorbern zur Bekämpfung von Erstreflexionen in Heimkinos sowie das Aufstellen von Bassfallen zur Verringerung von „stehenden“ Basswellen.
Durch die Anpassung der Materialstärke der Akustikelemente oder durch verschieden profilierte Oberflächen (z.B. Noppenschaumstoff, Pyramidenschaumstoff) können einzelne Frequenzen aus bestimmten Bereichen (Hoch-, Mittel- oder Tieffrequenzbereich) gezielt absorbiert werden. Dadurch kann das Klangbild professionell angepasst und gestaltet werden. Das findet vor allem in Ton- und Aufnahmestudios, Sprecherkabinen oder in Heimkinos und Musikzimmern Anwendung.
Quelle: SH Werk GmbH