Bei der zunehmenden Nutzung von regenerativen Energiequellen zur Wärmeerzeugung z. B. durch Wärmepumpen sinken die Systemtemperaturen auf der Primärseite. Dabei wird aber ein unverändert hoher Anspruch an die Trinkwasserhygiene auf der Sekundärseite nicht nur Wert gegelegt, sondern auch gefordert. Die Frischwasserstation kann als Zentrale Trinkwassererwärmung oder Dezentrale Trinkwassererwärmung eingesetzt werden.
Die Frischwasserstation FRISTAR2-WP wurde speziell für den Einsatz in Niedertemperatursystemen, wie sie z. B. bei dem Betrieb mit Wärmepumpen vorhanden sind, entwickelt.
Wenn Wasser gezapft wird, fördert die Pumpe im Primärkreis das Wasser aus einem Pufferspeicher oder alternativ direkt von der Wärmepumpe durch den Plattenwärmetauscher. Auf der Sekundärseite des Wärmetauschers wird das durchströmende Trinkwasser auf die eingestellte Solltemperatur aufgeheizt. Das abgekühlte Primärwasser wird in den unteren Bereich des Pufferspeichers oder zur Wärmepumpe zurückgeführt.
Die Drehzahlregelung der Primärkreispumpe erfolgt im FRISTAR2-WP-Regler auf Grund der Messwerte des Volumenstromsensors in der Kaltwasserleitung (Volumenstrom VKW und Temperatur TKW) und der Temperatursensoren in der Warmwasserleitung (TWW) und im Primärvorlauf (TPri). Die Pumpe wird durch PWM-Signale angesteuert. Die optimale Abstimmung des Regelverhaltens mit der Pumpe und dem Wärmetauscher garantiert perfekte Konstanthaltung der Auslauftemperatur. Der Regler hat einen Wärmemengenzähler integriert, wobei die Werte über die Datenleitung ausgelesen werden können.
Aufgrund des speziell entwickelten, äußerst flinken Warmwassersensors, der Volumenstrommessung und des besonderen Regelalgorithmus konnte die gewohnte Regelgeschwindigkeit, ohne Verzögerungen und Überschwingen, auch für die aktuellen Frischwasserstation-Modelle mit Hocheffizienzpumpen beibehalten werden. Der Volumenstromsensor im Kaltwasserzulauf hat einen Temperatursensor integriert, denn Kalt- und Warmwassertemperatur zusammen mit dem Volumenstrom bringen nicht nur regeltechnische Vorteile. Aus diesen drei Messwerten lassen sich auch einfach die Wasser- und Wärmemenge errechnen. Der Regler wurde daher mit einer DL-Bus-Schnittstelle ausgestattet, um diese Daten an einen Zentralregler der Technischen Alternative weitergeben zu können. Somit sind auch die Visualisierung der Daten und Datenlogging möglich. Über den DL-Bus kann zusätzlich noch die digitale Vorgabe der Solltemperatur vom Zentralregler "UVR16x2" oder "RSM610" geholt werden.
Wenn der
Pufferspeicher mit einer
Temperatur über 70 °C betrieben wird, muss im
Primärkreis ein
Vormischer verwendet werden, der die
Temperatur auf unter 70°C
begrenzt. Um Schäden durch
Verkalkung zu
verhindern darf bei einer
Wasserhärte bis 10°dH die Vormischtemperatur maximal 70 °C, bis 15 °dH maximal 65 °C und über 15 °dH maximal 60 °C betragen.