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OldBo
05.03.2010

Radtke 16.07.2009
Durch den Verbund sollen die Vorteile des Kunststoffes, wie gute Verarbeitbarkeit, Korrosionsbeständigkeit etc. um drei weitere Eigenschaften verbessert werden.

* Höhere Druckbelastung,
* Keine Rückfederung nach dem Biegen,
* Absolute Sauerstoffdichtheit.
Abb. 6.5. Schichten eines Metall-Verbundrohres.
 Abb. 6.5. Schichten eines Metall-Verbundrohres.
Abb. 6.6. Metallverbundrohr.
 Abb. 6.6. Metallverbundrohr.
Abb. 6.7. Biegen enger Bögen mit Biegefeder.
 Abb. 6.7. Biegen enger Bögen mit Biegefeder.
Abb. 6.8. Fußbodenheizung mit Metall-Verbundrohr.
 Abb. 6.8. Fußbodenheizung mit Metall-Verbundrohr.
Durch den Verbund sollen die Vorteile des Kunststoffes, wie gute Verarbeitbarkeit, Korrosionsbeständigkeit etc. um drei weitere Eigen schaften verbessert werden.
  • Höhere Druckbelastung,
  • Keine Rückfederung nach dem Biegen,
  • Absolute Sauerstoffdichtheit.
Deshalb bestehen die Rohre jeweils innen und außen aus Kunststoff und dazwischen aus einer Metallschicht aus Aluminium. Dieses Aluminiumrohr wird bei der Herstellung aus Aluminiumband geformt und längsseitig verschweißt. Alle drei Schichten stehen untereinander fest im Verbund, so dass keine Bewegung zwischen den Schichten, etwa bei Temperaturänderung, auftreten kann. So ist auch eine Unterwanderung ausgeschlossen. Die Schichtdicken der Rohre sind so bemessen, dass die Ausdehnung bei Temperaturunterschieden vom Aluminium bestimmt wird, d. h. der Ausdehnungskoeffizient des Rohres entspricht dem von Aluminium mit 25 x 10 - 6 K, das sind 0,025 mm / mK. Demgegenüber beträgt der Wert für reine Kunststoffrohre 0,16 mm / mK, immerhin das 6,4-fache. Danach würde die Ausdehnung eines 3 m langen Rohrstückes bei 50°C Temperaturunterschied beim Verbundrohr 3,75 mm und 24 mm beim Kunststoffrohr betragen. Schon allein hieran ist zu erkennen, dass erheblich weniger Aufwand bei der Planung der Leitungsführung und zur Befestigung wegen der Ausdehnung erforderlich ist.

Wie verhalten sich die mit dem Aluminium in Verbund stehenden Kunststoffschichten? Diese möchten sich zwar um ca. das 6,5 fache mehr ausdehnen, werden jedoch durch den Verbund mit dem Aluminiumrohr daran gehindert. In der Praxis wird sich, wie bei in Estrich eingebetteten Fußbodenheizungsrohren, der Innendurchmesser mit zunehmender Temperatur gering fügig, d. h. um einige 100stel mm verringern. Der Außendurchmesser frei verlegter Verbundrohre wird sich bei Temperaturzunahme um ähnliche Werte vergrößern. Bei der Konstruktion dieser Verbundrohre kommt es also darauf an, dass die Aluminiumschicht so dick ist, dass die Kräfte, die bei der Ausdehnung des Kunststoffes entstehen, das Aluminiumrohr nicht zerreißen. Von der Festigkeit des Aluminiumrohres hängt auch der zulässige Betriebsdruck der Verbundrohre ab. Dieses kommt den Rohren besonders im oberen Temperaturbereich zugute. Drücke von 10 bar, bei 90 °C Betriebstemperatur, sind möglich. So ergeben sich auch in der Sanitärinstallation gute Einsatzmöglichkeiten. Die längsseitige Naht des Aluminiumrohres kann überlappend verklebt sein. In den meisten Fällen ist sie jedoch stumpf oder überlappt verschweißt. Dadurch ist eine 100%ige Sauerstoffdichtheit gewährleistet. Ein weiterer Vorteil ist die hervorragende Verarbeitbarkeit. Die Rohre können mit den bekannten Rohrscheren für Kunststoff geschnitten werden. Sägen oder Rollenabschneider sind überflüssig. Größere Bögen lassen sich bei Nennweiten bis 25 mm noch von Hand biegen. Das Rohr behält die gebogene Form bei und federt nur geringfügig zurück.

Wo kleine Biegeradien erforderlich sind, z. B. am Heizkörperanschluß, wird einfach eine Biegefeder ein- oder übergeschoben und das Rohr eng gebogen. Die Feder wird anschließend herausgezogen. Einfacher und zeitsparender geht es kaum. Über Verbundrohre liegen inzwischen Erfahrungen von mehr als 15 Jahren vor, so dass bei fachgerechter Anwendung keine Probleme zu befürchten sind. Zum Anschluss der Rohre hat fast jeder Anbieter seine eigenen Verbinder. Die üblichen Kunststoffrohrverschraubungen sind nicht geeignet. Fast immer weist die in das Rohr einzusteckende Tülle der Verschraubung einen zusätzlichen O-Ring zur Abdichtung auf. Deshalb müssen die Rohrenden mit speziellen Werkzeugen je nach Art konisch aufgeweitet, oder durch schälen und anfasen kalibriert werden. Bei zylindrischen Tüllen ist die Anfasung besonders wichtig, weil sonst beim Eindrücken der O-Ring beschädigt werden kann.
Quellen
Das ABC der Flächenheizung und Flächenkühlung Winnenden: Heizungs-Journal Verlags-GmbH, ISBN 3-924788-16-2
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