Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Zustimmen" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Ihre Cookie-Einstellungen

Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!
873

Estriche - Kunstharzvergüteter Estrich mit / ohne Fasern

Autoren
OldBo
05.02.2010

Radtke 20.08.2009
Auch herkömmliche Zementestriche lassen sich unter Zugabe besonderer Mittel vergüten und somit in geringeren Schichtdicken verarbeiten. Hierbei handelt es sich in der Regel um hochwirksame Kunststoffdispersion, die für die Herstellung von kunststoffmodifizierten Estrichen, die dünnschichtig verlegt werden sollen, geeignet ist.
Abb. 10. Deutlich sichtbar ist hier die Verteilung der Kunststofffasern im Estrich.
 Abb. 10. Deutlich sichtbar ist hier die Verteilung der Kunststofffasern im Estrich.

Auch herkömmliche Zementestriche lassen sich unter Zugabe besonderer Mittel vergüten und somit in geringeren Schichtdicken verarbeiten. Hierbei handelt es sich in der Regel um hochwirksame Kunststoffdispersion, die für die Herstellung von kunststoffmodifizierten Estrichen, die dünnschichtig verlegt werden sollen, geeignet ist. Durch die Zugabe ist es möglich, Heizestriche in einer Stärke von 20-25 mm herzustellen. Derartige dünnschichtige Heizestriche werden z. B. als lastenverteilende Platte bei modernen Heizungssystemen benötigt. Sie finden hauptsächlich im Altbausanierungsbereich Anwendung.

Sowohl die Biegezugfestigkeit als auch die Druckfestigkeit werden erheblich gesteigert. Die Verarbeitbarkeit des Estrichmörtels wird bei gleichzeitiger Reduzierung des Anmachwassers wesentlich verbessert.

Beispiel eines Mischungsverhältnisses:

Zement PZ 35 F

Zuschlag: Kiessand 0-8 mm
                   60 % 0-4 mm
                   40 % 4-8 mm

Mischungsverhältnis: Zement – Zuschlag = 1:4,5 bis 1:5 Gewichtsteile

Zusatzmittelzugabe: GLASCOFLOOR Plus wird mit 20 % bezogen auf das Zementgewicht zugegeben.

W / Z-Wert: ca. 0,5

Die Dosierung des Zusatzmittels soll immer pro Sack Zement erfolgen, um eine genaue Dosierung zu gewährleisten. Die Dosierung soll nicht über ein Wasserfass erfolgen. Feuchtigkeitsprüfungen vor Verlegung der Oberbeläge sind unbedingt erforderlich.

Verarbeitung

GLASCOFLOOR Plus bewirkt einen hohen Plastifizierungsgrad und gewährleistet somit eine leichte Verarbeitung. Der Heizestrichmörtel kann ohne Schwierigkeiten mit den herkömmlichen Pumpen gefördert werden.

Beispiel einer Mischung:

Ca. 32-38 Schaufeln Sand 60 %
0-4 mm, 40 % 4-8 mm
50 kg Zement PZ 35 F,
ca. 10 Ltr. Wasser
10 kg GLASCOFLOOR Plus
Mindestens 2 Min. Mischdauer

Nachbehandlung

Dünnschichtige, hochwertige, zementgebundene Heizestriche unterliegen besonders der Aufschlüsselungsgefahr. Es muss durch eine rechtzeitige Nachbehandlungsmaßnahme sichergestellt werden, dass der Heizestrich an der Oberfläche nicht zu schnell austrocknet.

Deshalb wird innerhalb von 24 Stunden das Aufbringen des Nachbehandlungsmittels GLASCOTEX SP. Verbrauchsmenge ca. 150g / m2 empfohlen. Zu beachten ist, dass die Verlegung eines Bodenbelags erst erfolgen darf, wenn der Feuchtigkeitsgehalt des Heizestrichs den Werten nach EN 1264, Teil 4 entspricht.

Verbrauchsmenge

10 kg GLASCOFLOOR Plus reicht aus für 5 m2 Heizestrich in einer Stärke von 25 mm. Die Estrichqualität ist wesentlich abhängig von einer sach- und fachgerechten Verlegung und einer termingerechten Nachbehandlungsmaßnahme.

Achtung!

Heizestriche mit GLASCOFLOOR Plus sollen nicht vor 21 Tagen aufgeheizt werden. Zu beachten ist, dass die Vorlauftemperatur in den ersten Tagen nicht mehr als 25 °C beträgt. Die Temperatur soll pro Tag nicht um mehr als 5 °C erhöht werden.

Es ist ferner darauf zu achten, dass die Estrichplatte vor der Verlegung des Oberbelages ausgetrocknet und entspannt ist. Durch das Aufheizen vor der Verlegung wird gewährleistet, dass die Austrocknung und Entspannung weitgehendst abgeschlossen ist. Scheinfugen, das sind angeschnittene Fugen, die bis zur Hälfte der Estrichstärke durchgehen können, werden vor Verlegung des Oberbelages kraftschlüssig verschlossen.

Dies geschieht in der Regel mit Epoxydharz-Betonkleber. Das Verkleben von Scheinfugen darf keinesfalls vor 21 Tagen erfolgen. In der Regel sollten 28 Tage abgewartet werden. Bei Beginn der Oberbodenvorbereitungsarbeiten soll das Heizungssystem mindestens 8 Tage in Betrieb gewesen sein. Ein bis zwei Tage vor dem Arbeitsbeginn soll die Heizanlage abgeschaltet, bzw. die Regulierung so eingestellt werden, dass die Oberflächentemperatur nicht mehr als 20 °C aufweist. Dies sollte zu allen Jahreszeiten berücksichtigt werden.

Es werden für die Verklebung von Fliesen und Platten verformungsfähige Klebemörtel empfohlen. Die Kleber müssen vollflächig aufgetragen werden. Die zulässige Estrichoberflächentemperatur von 50 °C soll auf keinen Fall überschritten werden, da sonst mit der Ablösung der keramischen Beläge zu rechnen ist.

Festigkeiten

Entsprechend der damals noch gültigen DIN 18560 wurde bei Eignungsprüfungen folgender Festigkeitsverlauf festgestellt:

Das Mischungsverhältnis lag bei 1:3 nach Gewichtsteilen.

Die Druck- und Biegezugfestigkeit wurde an Prismen 4 x 4 x 16 cm gemessen. Die Lagerung erfolgte bei 20 °C und 65 % Luftfeuchtigkeit.

Hervorragend hat sich die Zugabe von Fasern, z. B. aus Polypropylen bewährt. Sie zeichnen sich durch hervorragende physikalische, mechanische sowie chemische Merkmale und Eigenschaften aus.

Sie sind in der Lage, die Rissbildung – vor allen Dingen in dem Erhärtungsstadium entgegenzuwirken. Die bekannten Spannungs- und Schwindrisse, die bereits vor Erreichung der Endfestigkeit im noch grünen Beton auftreten, können weitestgehend verhindert werden. Die Ursache der im frischen Estrich auftretenden Spannungsrisse ist darin zu sehen, dass den Schwindspannungen beim Abbindeprozess noch zu wenig Frühfestigkeit entgegengesetzt werden kann. Anfangs kommt es somit zu den feinen Haarrissbildungen.

Durch Zugabe der Fasern wird die noch zu geringe Festigkeit des Estrichs frühzeitig erhöht. Schwindrisse in der Oberfläche sind meistens Ausgangspunkte für eine später auftretende Rissebildung. Alle wesentlichen Eigenschaften von Beton und mineralisch gebundenen Produkten werden verbessert.

Die Fasern bewirken eine sekundäre Bewehrung. Sie verteilen sich dreidimensional und absolut gleichmäßig in der gesamten Mischung und verhindern die Bildung von Spannungen bzw. Schwindrissen und damit alle negativen weiteren Folgen der Risse.

Sie erhöhen das Wasserrückhaltevermögen des frischen Estrichs und wirken somit qualitätssteigernd. Sie reduzieren die Wasseraufnahme des abgebundenen Estrichs erheblich. Durch die Steigerung der Wasserdichtigkeit entsteht ein erhöhter Schutz vor Zerstörung.

Herstellung und Dosierung von Polypropylenfasern

Polypropylenfasern können problemlos in jedem Mischer verarbeitet werden. Sie werden am günstigsten unmittelbar nach der Wasserzugabe beigegeben, oder auch schon vor der  Trockenmischung. Sie stellen hinsichtlich der Mischzeiten keine besonderen Anforderungen, auch wesentlich „zu lange“ Mischzeiten führen nicht zu Nester- und Klumpenbildung oder gar zu Faserbruch bzw. Faserschrott.

Es ergibt sich eine homogene, leicht zu verarbeitende Mischung, die pump- und spritzfähig ist. Die Dosierung ist sparsam und beträgt ca. 1 kg pro m3 bzw. 0,1 Vol %.


Quellen
Das ABC der Flächenheizung und Flächenkühlung Winnenden: Heizungs-Journal Verlags-GmbH, ISBN 3-924788-16-2
Weitere Funktionen
Aktuelle Forenbeiträge
macgyver73 schrieb: Leider hat der TE keine wichtigen Informationen nachgereicht... Wie hoch ist der Wärmebedarf Wie gut ist der Dämmstandard des Hauses? Wie ist die Mieterstruktur (knapp bei Kasse oder in der Lage und...
S211 schrieb: Hallo wir haben ca 20 Anlagen mit Außenaufstellung der Marke Wolf schon eingebaut , bisher ist noch nie etwas passiert muß selber sagen das ich jedes mal zum Kundendienst ein ungutes Gefühl habe , wenn...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Environmental & Energy Solutions
SHKwissen nutzen
Wissensbereiche
Website-Statistik