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Auftauen eingefrorener Rohrleitungen

Autoren
OldBo
07.02.2012
Während der Dauerfrostperioden mit Nachttemperaturen unter -15 °C und Tageshöchstwerte von -5 °C frieren immer wieder Trinkwasser- und Heizungsleitungen, aber auch Solarleitungen, ein.
Um die Leitungen wieder aufzutauen, gibt es je nach Einbauort und Material der Rohrleitungen, verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist auch, dass die Leitungen nicht zu stark erwärmt und langsam aufgetaut werden.
Auftaugerät
 Auftaugerät
Quelle: Schmidbauer
Auftautrafo
 Auftautrafo
Quelle: Elmag
Frostschäden, die unentdeckt in der Dämmung oder in Wänden vorhanden sein können
 Frostschäden, die unentdeckt in der Dämmung oder in Wänden vorhanden sein können

Während der Dauerfrostperioden mit Nachttemperaturen unter -15 °C und Tageshöchstwerte von -5 °C frieren immer wieder Trinkwasser- und Heizungsleitungen, aber auch Solarleitungen, ein.

Um die Leitungen wieder aufzutauen, gibt es je nach Einbauort und Material der Rohrleitungen, verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist auch, dass die Leitungen nicht zu stark erwärmt und langsam aufgetaut werden.

Besser ist es natürlich, die Rohre in frostgefährdeten Bereichen so zu verlegen, dass sie gar nicht erst einfrieren. Viele Haus- oder Wohnungsbesitzer werde schon gemerkt haben, dass auch eine dicke Dämmschicht ein Einfrieren nicht verhindert. Sie verzögert nur den Einfriervorgang und kann sogar das Platzen der Rohrleitung hervorrufen, weil zusammengedrücktes Wasser einen Druck bis 900 bar aufbauen kann.

Nur elektrische Heizbänder oder das Entleeren der Leitungen, die selten benutzt werden, können ein Einfrieren verhindern.

Offene FlammenIR-Geräte und Auftaugeräte dürfen nur von Fachleuten verwendet werden. In brandgefährdeten Räumen sind auch diese Tabu.

Auftaumöglichkeiten

  •  Auftaugerät
  •  heißes Wasser
  •  heiße Lappen, Wärmflaschen, warme Sandpackungen
  •  heiße Luft
  •  IR-Strahler
  •  Lötlampe (im Freien)

Auftaugerät

Die meisten Auftaugeräte sind kombinierte Auftau- und Schweißgeräte. Diese Geräte dürfen nur in der Auftaustufe verwendet werden und haben eine Auftauleistung bis zu 450 Ampere. Besser ist immer der Einsatz eines Nur-Auftaugerätes (Sicherheitstransformator). Sie eignen sich nur für Metallleitungen.

Die Hersteller geben keine festen Auftauzeiten oder Auftauströme für Rohrleitungen an, da diese von vielen unbekannten Faktoren abhängig sind. So z. B. von der Art der Leitung, der Erdleitungsfähigkeit und der umgebenden Materialien (Mauerwerk - feucht, trocken).

Vor Ort muss der Fachmann klären, ob es Stahl- oder Kupferleitung sind und unsichtbare Abzweigungen in der Wand, Schraubverbindungen mit Hanfabdichtung oder Teflonbänder vorhanden sind. Alle diese Faktoren verändern den Stromdurchfluss erheblich. Hier ist also viel Erfahrung gefordert. Aber grundsätzlich sollte man immer möglichst langsam Auftauen. Gute Geräte sind für den Dauerbetrieb konstruiert.

Vor dem Auftauvorgang sollten die Leitungen drucklos gemacht werden, damit beim Auftauen ein evtl. geplatztes Wasserrohr nicht zu einer Überschwemmung im Gebäude führt.

Arbeitsweise

Die Anschlussstellen des eingefrorenen Leitungsabschnittes müssen unbedingt gesäubert werden, damit ein guter Kontakt der Zangen gewährleistet ist. Durch den Stromfluss in der Wasserleitung beginnt sich diese langsam zu erwärmen und die Leitung taut auf. Das Auftaugerät darf nur in trockenen Räumen betrieben werden. Der Auftauvorgang muss immer beaufsichtigt werden.

Zu jedem Auftaugerät gehört eine Betriebsanleitung, die auch ausführliche Sicherheitshinweise enthält, damit es bestimmungsgemäß verwendet werden kann.

Da Wasserleitungsrohre sehr häufig in Abseiten, Zwischendecken, Scheunen und Ställen einfrieren, ist der Einsatz von Auftaugeräten meistens nicht möglich, weil durch brennbares Material, Spinnenweben und Staub eine hohe Brandgefahr besteht. Hier ist die sinnvoll, die eingefrorenen Rohre durch Wärmepackungen oder/und heißes Wasser aufzutauen.

Für das Ausführung von Schweiß-, Schneid-, Löt-, Auftau-, Trennschleif- und sonstigen Feuerarbeiten in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen muss der Fachmann oftmals einen sog. Erlaubnisschein für Feuerarbeiten vorweisen können.
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muscheid schrieb: 1979 wurde kein Blei verarbeitet. Da gabs schon HT - und selbst Anfang der 70er Jahre hatte man KA Rohr. Blei kommt aus den 60ern. Mir ist der 333 auch lieber - schon wg. dem Edelstahlspeicher.
gnika7 schrieb: Gasheizung braucht Schornstein, Gasanschluss und aktuell noch zwingend ST. Damit sollte die WP im Normalfall bei Installationskosten bereits günstiger sein. Dann kommt noch die BAFA-Förderung. PV verdient...
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