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OldBo
16.04.2014
Eine selektive Korrosion (interkristalline/transkristalline Korrosion) entsteht an den Korngrenzen z. B. in ferritischen Cr- und austenitischen CrNi-Stählen (Edelstahl). Dabei kann das Gefüge so stark geschwächt werden, dass ein Kornzerfall eintritt.
Selektive Korrosion
 Selektive Korrosion
Eine selektive Korrosion (interkristalline/transkristalline Korrosion) entsteht an den Korngrenzen in ferritischen Cr- und austenitischen CrNi-Stählen (Edelstahl). Dabei kann das Gefüge so stark geschwächt werden, dass ein Kornzerfall eintritt. Bei einer Temperaturerhöhung auf 400 bis 800 °C scheiden Chromcarbide an den Korngrenzen des Metallgefüges aus. Durch Auswaschungen in säurehaltigen Flüssigkeiten reduziert sich anschließend der zur Passivierung erforderliche Chromanteil in der Legierung.

Kristallite in einem Legierungsgefüge (z. B. Kupfer- und Zink-Kristallite in Messing) reagieren an der Oberfläche über einen Wasserfilm miteinander, weil sie aus Verbindungen mit unterschiedlichem elektrochemischen Potential bestehen. Der Korrosionsangriff entsteht bevorzugt entlang bestimmter Gefügebereiche des Werkstoffs.

Nach dem Bereich des zerstörten Gefüges unterscheidet man:
- Interkristalline Korrosion Die Zerstörung verläuft entlang der Korngrenzen (nichtrostenden Chrom- und Chrom-Nickel-Stahl, Nickel-, Kupfer-, Zink- und Zinnlegierungen). Dabei werden Legierungsbestandteile ausgeschieden.
- Transkristalline Korrosion Die Zerstörung (elektrische Spannungsunterschiede und starke Zugbeanspruchung) verläuft durch die Gefügekörner. Diese Korrosionsart wird auch unter "Spannungsrisskorrosion" eingeordnet.
Der Fortschritt dieser Korrosion kann nur unter der Lupe erkannt werden, da die selektive Korrosion im Korngrößenbereich auftritt. Auf der Korrosionsschicht sind dann Absätze erkennbar.
Messerlinienkorrosion
Die Messerlinienkorrosion ist eine Sonderform der interkristallinen Korrosion, die nach dem Schweißen von Edelstahl (stabilisierter Kohlenstoffstahl - 12 % Chrom) auf beiden Seiten der Schweißnaht auftreten kann. Die Gründe liegen in der Auflösung der Niobcarbide bei den hohen Temperaturen und der Ausscheidung von Chromcarbiden nach einer anschließenden Wärmebehandlung (Temperaturbereich von ca. 600 °C). An der Schmelzlinie bildet sich eine schmale, messerlinienfeine, selektiv angegriffene Zone, was auf eine Anreicherung von Carbiden zurückzuführen ist. Dadurch wird in diesem Bereich der Chromgehalt von 12 % unterschritten und es bildet sich keine Schutzschicht aus Chromoxid, die das Material vor einer weiteren Korrosion schützen soll.
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Haeuslbauer_noe schrieb: Tut mir leid, wenn’s etwas konfus formuliert war :) Ich hab es diese Nacht nochmal beobachtet, da wir nachts aus Lärmgründen...
lowenergy schrieb: Bei uns sind doppelt so viel Liter Heizkreiswasser pro Stunde in den 6 Einzelheizkreisen unserer Fußbodenheizung unterwegs,...
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