Dieser
Heiz- und Kühlregler mit Digitaluhr wird als
witterungsgeführte Mischersteuerung (3-Punkt-
Regler) eingesetzt. Alle Bestandteile der
Regelung (Vor- und Rücklauffühler,
Außenfühler und
Feuchtefühler sind vor- bzw. fertig verdrahtet. Der Einsatz einer
Raumstation (Raumregler) und eines
Datenkabels (incl. Software) zur Verbindung des Regelgerätes mit einem Computer kann nachgerüstet werden.
Funktion:
Ist die Außentemperatur höher als die eingestellte Kühlgrenztemperatur und eine Schalterstellung gewählt, bei der eine Freigabe des
Kühlbetriebes möglich ist (Uhr oder Sommerbetrieb), so wird vom Heiz- oder dem passiven Sommerbetrieb (kein Heiz-, kein Kühlbetrieb) auf den Kühlbetrieb umgeschaltet; d.h.: es erfolgt die hydraulische Umschaltung der Anlage vom
Wärmeerzeuger auf das Kühlaggregat. Die Rückschaltung vom Kühl- auf den Heizbetrieb erfolgt in der Schalterstellung Uhr, wenn die Außentemperatur die eingestellte Heizgrenztemperatur erreicht. Spätestens wenn die Außentemperatur unter 5 °C sinkt (Außentemperatur-Frostfunktion), wird auch in der Betriebsart Sommerbetrieb die Hydraulik auf Heizbetrieb zurückgeschaltet. Dies soll gewährleisten, dass auch bei reiner Kühlfreigabe der
Regler die Anlage, mit der integrierten
Frostschutzfunktion, vor Eisbildung bewahrt.
Für die
Umschaltung zwischen
Heiz- und
Kühlbetrieb tritt für den WHR-HK eine sogenannte Mindestanforderungszeit ein; d.h.: Erst wenn 30 Minuten lang ohne Unterbrechung die Anforderung zu einer Umschaltung zum Kühl- oder Heizbetrieb besteht, wird der
Regler umgeschaltet. Zuerst wird für 10 Minuten nur der Ausgang Heizen/Kühlen angesteuert. Dies geschieht im Hinblick auf die Laufzeit des Umschaltventils. Die Umwälzpumpe und der Ausgang des Kühlaggregates bleiben während dieser Zeit AUS-geschaltet. Erst nach Ablauf dieser 10 Minuten werden dann die Umwälzpumpe und der Ausgang des Kühlaggregates EIN-geschaltet.
Der
Regler bietet die Möglichkeit, zusätzlich eine
Raumtemperaturregler mit integriertem
Temperaturfühler und Korrekturpoti anzuschließen. Bei Anschluß dieses
Reglers wird die Raumtemperatur als zusätzliche Führungsgröße neben der Außentemperatur für die Ermittlung der Mischervorlauf-Solltemperatur herangezogen.
Im
Heizbetrieb wird die
Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der erfaßten Außentemperatur, der eingestellten Heizkennlinie und dem angeschlossenen Raumtemperaturregler die erforderliche Soll-
Vorlauftemperatur ermittelt. Bei einem Unterschied zwischen der gemessenen
Vorlauftemperatur und dem ermittelten Sollwert wird der Mischerantrieb angesteuert (3 Punkt-Verhalten). Sollte die am
Regler eingestellte und überwachte max.
Vorlauftemperatur überschritten werden, wird zwangsweise der Mischer geschlossen (Sicherheitstemperaturbegrenzung). Erst nach Unterschreitung der max.
Vorlauftemperatur um 2 K übernimmt der
Regler wieder den normalen Regelbetrieb.
Ein im
Raumregler integrierter NTC-Halbleiter erfaßt die Raumtemperatur. Bei der Überschreitung des eingestellten Sollwertes wird die Kühlung und bei Unterschreitung die Heizung eingeschaltet. Im Kühlbetrieb wird die Kühlung unterbrochen, sobald der oder die angeschlossene(n)
Taupunktfühler (max. 3 Fühler) die Gefahr von Schwitzwasser signalisieren. Eine mehrfarbige Leuchtdiode informiert über den jeweiligen Betriebszustand: rot = Heizbetrieb, grün = Kühlbetrieb und gelb = Kühlbetrieb aus, wegen der Gefahr der Schwitzwasserbildung.
Der
Feuchtefühler besteht aus einer flexiblen Folie, auf die ein Leiterbahnmuster aufgebracht ist. Die Folie wird so am
Kaltwasser-Vorlauf angebracht, daß die Leiterbahnen der Umgebungsluft ausgesetzt sind und die Rückseite des Fühlers thermisch innig mit dem Rohr verbunden ist. Beachten Sie bitte, daß bei der Montage des
Feuchtefühlers zunächst die Zuleitung (10m) durch einen Kabelbinder abgefangen wird, damit die Verbindung zum Fühler nicht beschädigt wird. Der Fühler darf nicht geknickt werden. Knickstellen führen zur Beeinträchtigung der Fühlereigenschaften bzw. zur Beschädigung.