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1998

Witterungsgeführter Heiz- und Kühlregler

Autoren
OldBo
20.09.2012
Dieser Heiz- und Kühlregler mit Digitaluhr wird als witterungsgeführte Mischersteuerung (3-Punkt-Regler) eingesetzt. Alle Bestandteile der Regelung (Vor- und Rücklauffühler, Außenfühler und Feuchtefühler sind vor- bzw. fertig verdrahtet.
Witterungsgeführter Heiz- und Kühlregler
 Witterungsgeführter Heiz- und Kühlregler
Quelle: Purmo DiaNorm Wärme AG
Prinzipskizze - Witterungsgeführter Heiz- und Kühlregler
 Prinzipskizze - Witterungsgeführter Heiz- und Kühlregler
Quelle: Purmo DiaNorm Wärme AG
Dieser Heiz- und Kühlregler mit Digitaluhr wird als witterungsgeführte Mischersteuerung (3-Punkt-Regler) eingesetzt. Alle Bestandteile der Regelung (Vor- und Rücklauffühler, Außenfühler und Feuchtefühler sind vor- bzw. fertig verdrahtet. Der Einsatz einer Raumstation (Raumregler) und eines Datenkabels (incl. Software) zur Verbindung des Regelgerätes mit einem Computer kann nachgerüstet werden.

Funktion:
Ist die Außentemperatur höher als die eingestellte Kühlgrenztemperatur und eine Schalterstellung gewählt, bei der eine Freigabe des Kühlbetriebes möglich ist (Uhr oder Sommerbetrieb), so wird vom Heiz- oder dem passiven Sommerbetrieb (kein Heiz-, kein Kühlbetrieb) auf den Kühlbetrieb umgeschaltet; d.h.: es erfolgt die hydraulische Umschaltung der Anlage vom Wärmeerzeuger auf das Kühlaggregat. Die Rückschaltung vom Kühl- auf den Heizbetrieb erfolgt in der Schalterstellung Uhr, wenn die Außentemperatur die eingestellte Heizgrenztemperatur erreicht. Spätestens wenn die Außentemperatur unter 5 °C sinkt (Außentemperatur-Frostfunktion), wird auch in der Betriebsart Sommerbetrieb die Hydraulik auf Heizbetrieb zurückgeschaltet. Dies soll gewährleisten, dass auch bei reiner Kühlfreigabe der Regler die Anlage, mit der integrierten Frostschutzfunktion, vor Eisbildung bewahrt.

Für die Umschaltung zwischen Heiz- und Kühlbetrieb tritt für den WHR-HK eine sogenannte Mindestanforderungszeit ein; d.h.: Erst wenn 30 Minuten lang ohne Unterbrechung die Anforderung zu einer Umschaltung zum Kühl- oder Heizbetrieb besteht, wird der Regler umgeschaltet. Zuerst wird für 10 Minuten nur der Ausgang Heizen/Kühlen angesteuert. Dies geschieht im Hinblick auf die Laufzeit des Umschaltventils. Die Umwälzpumpe und der Ausgang des Kühlaggregates bleiben während dieser Zeit AUS-geschaltet. Erst nach Ablauf dieser 10 Minuten werden dann die Umwälzpumpe und der Ausgang des Kühlaggregates EIN-geschaltet.

Der Regler bietet die Möglichkeit, zusätzlich eine Raumtemperaturregler mit integriertem Temperaturfühler und Korrekturpoti anzuschließen. Bei Anschluß dieses Reglers wird die Raumtemperatur als zusätzliche Führungsgröße neben der Außentemperatur für die Ermittlung der Mischervorlauf-Solltemperatur herangezogen.

Im Heizbetrieb wird die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der erfaßten Außentemperatur, der eingestellten Heizkennlinie und dem angeschlossenen Raumtemperaturregler die erforderliche Soll-Vorlauftemperatur ermittelt. Bei einem Unterschied zwischen der gemessenen Vorlauftemperatur und dem ermittelten Sollwert wird der Mischerantrieb angesteuert (3 Punkt-Verhalten). Sollte die am Regler eingestellte und überwachte max. Vorlauftemperatur überschritten werden, wird zwangsweise der Mischer geschlossen (Sicherheitstemperaturbegrenzung). Erst nach Unterschreitung der max. Vorlauftemperatur um  2 K übernimmt der Regler wieder den normalen Regelbetrieb.
Raumtemperaturregler für Heiz- und Kühlsysteme mit Taupunktüberwachung
Raumtemperaturregler für<br />Heiz- und Kühlsysteme mit<br />Taupunktüberwachung
 Raumtemperaturregler für
Heiz- und Kühlsysteme mit
Taupunktüberwachung
Quelle: tekmar GmbH
Ein im Raumregler integrierter NTC-Halbleiter erfaßt die Raumtemperatur. Bei der Überschreitung des eingestellten Sollwertes wird die Kühlung und bei Unterschreitung die Heizung eingeschaltet. Im Kühlbetrieb wird die Kühlung unterbrochen, sobald der oder die angeschlossene(n) Taupunktfühler (max. 3 Fühler) die Gefahr von Schwitzwasser signalisieren. Eine mehrfarbige Leuchtdiode informiert über den jeweiligen Betriebszustand: rot = Heizbetrieb, grün = Kühlbetrieb und gelb = Kühlbetrieb aus, wegen der Gefahr der Schwitzwasserbildung.

Der Feuchtefühler besteht aus einer flexiblen Folie, auf die ein Leiterbahnmuster aufgebracht ist. Die Folie wird so am Kaltwasser-Vorlauf angebracht, daß die Leiterbahnen der Umgebungsluft ausgesetzt sind und die Rückseite des Fühlers thermisch innig mit dem Rohr verbunden ist. Beachten Sie bitte, daß bei der Montage des Feuchtefühlers zunächst die Zuleitung (10m) durch einen Kabelbinder abgefangen wird, damit die Verbindung zum Fühler nicht beschädigt wird. Der Fühler darf nicht geknickt werden. Knickstellen führen zur Beeinträchtigung der Fühlereigenschaften bzw. zur Beschädigung.
Quellen
Purmo DiaNorm Wärme AG, tekmar GmbH
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