Nachem ein Ölkessel durch eine Wämepumpe oder einen Pelletkessel ersetzt und die Heizölanlage stillgelegt wurde, muss der Öltank nicht unbedingt entsorgt werden. Dier stillgelegte Tank kann für andere Zwecke umgerüstet werden. Nach einer Reinigung kann dieser als Regenwasserspeicher, Pelletlagerrtank oder Wärmepufferspeicher genutzt werden. GFK Kugeltanks sind nahezu unzerstörbar und verlieren auch über Jahrzehnte ihre hervorragenden Eigenschaften nicht. Auch Stahltanks haben häufig auch noch eine gute Qualität, dass man sie ohne Probleme umrüsten und über Jahrzehnte weiternutzen kann. Wenn der Öltank einer stillgelegten Ölfeuerungsanlage nicht umgerüstet werden soll, dann muss dieser entsorgt werden..
Da es sich bei Heizöl um einen wassergefährdende Flüssigkeit handelt, müssen Verbraucher beim Heizöltankentsorgen eine Reihe von Vorschriften und Gesetzen berücksichtigen. Diese sollen sicherstellen, dass eine folgenschwere Kontamination der Umwelt in jedem Fall ausgeschlossen wird. Relevant sind dabei die Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und die Anforderungen der "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" (VAwS).
Bei der Entsorgung oberirdischer Öltanks werden diese in Einzelteile zerlegt oder in einem Stück verladen. Vorher wird der aktuelle Ölstand im zu entsorgenden Öltank gemessen, das Restöl aus dem Öltank abgepumpt, entgast, gereinigt, demontiert und entsorgt. Danach muss eine Entsorgungsbescheinigung für die zuständige untere Wasserbehörde ausgestellt werden.
Bei einer oberirdischen Öltankanlage mit mehr als 10.000 Liter Fassungsvermögen und bei jedem unterirdischen Heizöltank muss nach der Demontage und Entsorgung eine Überprüfung durch einen Sachverständigen erfolgen. Abschließend wird ein Prüfungsgutachten für die Behörde über die fachgerechte Öltankentsorgung ausgestellt.
Die Kosten für eine Öltankentsorgung lassen sich gut einschätzen, da die Tanks in der Regelin Normgrößen haben, lassen sich die zu erwartenden Kosten für die Öltankentsorgung aber recht gut einschätzen. Dabei sind die Kunststoff- und Stahl-Kellertanks bei der Entsorgung am günstigsten (von ca. 400 bis 1500 €) und Stahl-Erdtanks am teuersten (ab 2.000 €). Außerdem beeinflussen das Heizöltankolumen und die örtlichen Gegebenheiten die Entsorgungskosten.
Noch vorhandenas Öl muss durch einen Fachbetrieb abgepumpt werden, der das Heizöl in der Regel auch zu einem fairen Preis vergütet und die ordnungsgemäße Entsorgung bestätigt.
Die Entsorgung kann bis zu 40 % der förderfähigen Kosten gefördert werden. Hier ist die Voraussetzung, dass die Ölheizung gegen einen Wärmererzeuger getauscht wird, der auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet (z. B. Sole/Wasser-Wärmepumpe). So kann man sich im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) durch Heizungstausch-Bonus die Öltankentsorgung als förderfähige Nebenarbeit vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit fördern lassen.