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OldBo
04.02.2011
Ein Luft-Erdwärmetauscher (L-EWT) nutzt, wie auch der Erdluftbrunen, die Energie im Erdreich zur Luftvorwärmung und Luftkühlung für eine raumlufttechnische Anlage. Diese wird heutzutage in Einfamilienhäusern auch als "Kontrollierte Wohnungslüftung" (KWL) bezeichnet, die dann in Verbindung mit einem EWT als zentrales System ausgeführt wird.
Schema - Winterbetrieb
 Schema - Winterbetrieb
Quelle: REHAU AG + Co
Schema - Sommerbetrieb
 Schema - Sommerbetrieb
Quelle: REHAU AG + Co
Schema - Erdwärmetauscher
 Schema - Erdwärmetauscher
Quelle: Dipl.-Ing. Gerd Dibowski DLR
Temperaturdifferenzen - Wärmestrom
 Temperaturdifferenzen - Wärmestrom
Quelle: energie + innovation
Schema - Haus mit Keller
 Schema - Haus mit Keller
Quelle: Helios Ventilatoren GmbH + Co KG
Schema - Haus ohne Keller
 Schema - Haus ohne Keller
Quelle: Helios Ventilatoren GmbH + Co KG
Rohre eines EWT
 Rohre eines EWT
Quelle: REHAU AG + Co
Ein Luft-Erdwärmetauscher (L-EWT) nutzt, wie auch der Erdluftbrunen, die Energie im Erdreich zur Luftvorwärmung und Luftkühlung für eine raumlufttechnische Anlage. Diese wird heutzutage in Einfamilienhäusern auch als "Kontrollierte Wohnungslüftung" (KWL) bezeichnet, die dann in Verbindung mit einem EWT als zentrales System ausgeführt wird.

Das Erdreich hat in einer Tiefe von 1,5 bis 2 m je nach Jahreszeit und Region eine konstante Temperatur von ca. 7-12 °C. Diese Tatsache wird zur Vortemperierung der Außenluft genutzt.
Die Außenluft wird durch erdverlegtes Rohrleitungssystem angesaugt und im Winter vorgewärmt bzw. im Sommer vorgekühlt. Dadurch die Energiebilanz eines Gebäude positiv beeinflusst. Was besonders das Kühlen der Raumluft in wärmeren Gegenden kostengünstiger bzw. in vielen Fällen sogar überflüssig macht.

Ein Erdwärmetauscher besteht aus
  •  Ansaugelement
  •  Rohrsystem/Kanalsystem
  •  Hauseinführung/Kondensatableitung

Ansaugelement
Die Ansaugsäule bzw. der Luftturm sollte möglichst freistehend platziert werden. Die Ansaugöffnung muss ca. 1 bis 1,5 m über der Erdgleiche angeordnet sein, damit möglichst wenig Pollen und Autoabgase angesaugt werden. In dem Bautel ist grundsätzlich eine Vorreinigung der Außenluft über Grob- oder besser mit Feinfilter nach DIN EN 779 vorzunehmen. Damit wird gewährleistet, dass sich Staub und Pollen nicht an der Rohrinnenwandung ablagern können und die Bildung von Bakterienkulturen und Mikroorganismen wird verhindert. Besonders wichtig ist eine regelmäßige Filter- und Rohrkontrolle.

 Rohrsystem
Ein Rohrsystem muss so ausgeführt werden, dass es hygienisch einwandfrei gehalten werden kann. Deswegen sollte der EWT fachlich richtig ausgelegt werden.
  •  Material der Rohre
  •  Dimensionierung des Rohrs
  •  Querschnitt und Länge der Rohre
  •  Gefälle der Rohren
  •  Kondensatabfluss
Polyethylen (PE-HD) eignet sich als Rohrmaterial, da es antibakteriell, antistatisch und geruchsneutral ist. Außerdem hat es eine gute Wärmeleitfähigkeit. Die Rohrleitung sollte mindestens 40 m lang sein. Eine genaue Auslegung ist aber immer angesagt.
PP-Vollwandrohr (Polypropylen) mit einer antimikrobielle Rohrinnenschicht und  einer guten Wärmeleitfähigkeit gewährleistet einen hygienischen Betrieb. Eine hohe Längssteifigkeit gewährleistet eine sichere Kondensatableitung. Durch ein spezielles Verfahren werden Silberpartikel in die Rohrinnenschicht (Rehau) eingearbeitet. Das Wachstum und die Verbreitung von Bakterien auf der Rohrinnenfläche wird dadurch erheblich reduziert.
Hauseinführung

Die Wand- oder Bodenplattendurchführung sollte mit einem geeigneten Bauteil ausgeführt werden.
Besonders bei drückendem Wasser muss eine ordentliche Abdichtung gewählt werden.
- eine dichte Mauerdurchführung
- eine passende Ringraumdichtung
Bei gemauerten und Betonkellern kann die Mauerdurchführungen mit Futterrohre ausgeführt werden. Als Rohrabdichtung zwischen Mauerhülse und Rohr wird eine passende Link-Seal-Ringraumdichtung verwendet.

Kondensatableitung
Warme feuchte Luft kann in den relativ kühlen Rohren kondensieren. Dieses Kondensat muss abgeleitet werden, damit die Leitungen wieder abtrocknen können, denn die Feuchtigkeit fördert die Verkeimung bzw. die Ansammlung von Bakterien in den Rohren. Die Rohrleitungen sollten somit ein Mindestgefälle von 2 % zum Syphon betragen.

Bypass
Während der Übergangszeiten, also wenn die Luft nicht vorgewärmt bzw. vorgekühlt werden muss, ist es sinnvoll, eine Bypassschaltung mit einer elektrischen Bypassklappe einzubauen. Damit kann die Außenluft direkt in die KWL-Anlage gelangen.

Rohrmaterialien
PVC-Rohre (Kanalrohre) sollten nicht verwendet werden. An den Steckverbindungen kann sich Wasser ansammeln (Keimbildung) und die Steckverbindungen sind nicht wirklich luftdicht. Dadurch kann Luft mit Feuchtigkeit durch das Erdreich angesaugt werden. Sollte diese Rohrart trotztdem eingesetzt werden, dann muss es aus hygienischen Gründen nur weichmacherfreier PVC ("PVC-Hart") sein. Am besten eignen sich PE- (die an den Stößen geschweißt werden [gute Dichtheit]) und PP-Rohre. Diese Rohre sind auch statisch gut belastbar und unempfindlich gegen Ablagerungen, Verkrustungen, Abrieb und Frost.werden.
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de Schmied schrieb: Wie waren bei dir die Temperaturen in der Übergangszeit? Mir sind die 20° in der Heizkurve etwas zu niedrig, evtl kann...
Timoto schrieb: Hallo zusammen, danke nochmal für die rege Teilnahme. Der Sachverständige hat mir eine Mängelliste an die Hand gegeben...
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