Bei einem Warmluftkachelofen wird ein gusseiserner Heizeinsatz für Dauerbrand in einer Kachelummantelung eingebaut. Die Raumluft wird von unten in die Ummantelung eingeführt, sie erwärmt sich an dem Heizeinsatz und den Nachheizflächen und tritt dann oben durch ein Gitter in den Raum ein.
Die Nachheizflächen bestehen aus Gusseisen, Stahlblech oder Keramik in Form von Fall-, Steig- oder Deckenzügen. Auch Heizkästen oberhalb der Einsätze können eingesetzt werden. Die Heizleistung kann außer durch die Verbrennungsluftmenge am Heizeinsatz auch durch die Gitter an den Luftauslässen reguliert werden.
Diese Anlagen arbeiten noch dem Schwerkraftprinzip. An diesen Warmluftofen können auch mehrere Räume angeschlossen werden. Die Warmluft wird dabei durch Luftkanäle auf die höher gelegenen Räume verteilt. Die Umluft muss durch das Treppenhaus zurückgeführt werden. Die Beschickung mit den Brennstoffen (Holz, Braunkohle oder Kohle) dieser Öfen erfolgt in der Diele des Hauses. Es gibt auch Heizeinsätze, die mit automatischen Gas- oder Ölbrennern ausgestattet werden können.
Die Heizeinsätze können auch im Keller angeordnet werden. In diesem Fall muss die Verbrennungs- Zu- und Umluft dem Gerät durch Kanäle zugeführt werden. Die Verlegung der Warmluftkanäle kann an der Kellerdecke oder im Fußboden (Schrag-Minileitungssystem) erfolgen.
Technische Daten
- Spezifische Heizleistung des Heizeinsatzes 4 kW/m2
- Leistung der Warmluftöfen etwa 5…15 kW
- Lufttemperatur an den Gittern max. 60 bis 70 °C
- Luftgeschwindigkeit bei Schwerkraftbetrieb 0,5 bis 1,0 m/s
Vorteile
- Schnelle Aufheizzeit
- Zumischen von Frischluft möglich
- Umluft kann gefiltert werden
- Keine Radiatoren
- Das Luftschachtsystem auch für eine raumlufttechnische Anlage genutzt werden (z. B. mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe)
Nachteile
- Gleichmäßige Warmhaltung aller Räume sehr schwierig
- Geräuschübertragung
- Staubanfall
- Hohe Temperaturen (Staubverschwelung)
- Die relative Luftfeuchtigkeit kann stark sinken
- Windanfälligkeit