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OldBo
04.11.2019
Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in dem die Behaglichkeit des Raumklimas ohne Heizung und aktive Lüftung sichergestellt wird. Das Gebäude hat eine kleine Heiz- und Kühllast.
Durch konsequente Anwendung von Effizienztechniken ist es gelungen, 88% des üblichen Energieeinsatzes einzusparen.
 Durch konsequente Anwendung von Effizienztechniken ist es gelungen, 88% des üblichen Energieeinsatzes einzusparen.
Funktion - Passivhaus
 Funktion - Passivhaus
Quelle: Bosy
Passivhaus Darmstadt Kranichstein - das erste Passivhaus, gebaut im Jahr 1990 (Foto: Feist 2006)
 Passivhaus Darmstadt Kranichstein - das erste Passivhaus, gebaut im Jahr 1990 (Foto: Feist 2006)
Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in dem die Behaglichkeit des Raumklimas ohne Heizung und aktive Lüftung sichergestellt wird. Das Gebäude hat eine kleine Heiz- und Kühllast.

Das Passivhaus braucht keine aufwendige Heizungsanlage, aber eine kontrollierten Lüftung. Wärmeenergie muss nur in sehr geringem Umfang zugeführt werden. Heutzutage bietet sich hier eine modulierende Luft-Luft-Wärnepumpe oder thermische Solaranlage mit Pufferspeicher an.

Die gültigen Definitionen des Begriffs Passivhaus beziehen sich auf die Rechenmethoden der Energieeinsparverordnung (EnEV). Ein Passivhaus weist einen Jahres-Heizwärmebedarf Qh auf, der einem Verbrauch von umgerechnet weniger als 1,5 Liter Öl (oder m3 Gas) pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr entspricht.

Technische Anforderungen an Passivhäuser - Faustregeln

Nichttransparente Außenbauteile von Passivhäusern sollten einen U-Wert von 0,15 W/(m2 · K) nicht überschreiten. Außenbauteile von weniger kompakten Gebäuden – Gebäuden mit ungünstigen A/Ve-Werten – sind mit U-Werten im Bereich von 0,10 W/(m2 · K) auszuführen.

Passivhäuser müssen so geplant werden, dass Wärmebrücken so gut wie vermieden werden. Die Einhaltung der Anforderungen nach DIN 4108-Beiblatt 2: 2004-01 genügt nicht.

Fenster mit jeweils hochwärmegedämmter Dreifachverglasung, Fensterrahmen und Randverbünden der Verglasung haben sich als passivhaustauglich erwiesen. Für U-Werte der Fenster wird eine Obergrenze von 0,8 W/(m2 · K) genannt. Üblich sind Fenster mit U-Werten von 0,6 W/(m2 · K).

An die Luftdichtheit von Passivhäusern gelten besondere Anforderungen, damit die kontrollierte Lüftung erhalten bleibt und nicht durch Zufallslüftung beeinflusst wird. Bei einem Test nach dem Blower-Door-Verfahren darf das Ergebnis den Wert 0,6 h-1 nicht überschreiten. Eine Leckage der Gebäudehülle darf nicht dazu führen, dass stündlich mehr als 60 % des Luftvolumens des Gebäudes gegen Außenluft ausgetauscht wird.

Freie Wärmequellen – so z. B. Sonnenenergie – sollten so genutzt werden, dass der Restwärmebedarf des Passivhauses gedeckt werden kann.

Interne Gewinne Qi sind wie beim Niedrigenergiehaus zwar willkommen, sollten aber im Sinne einer Reduzierung des Jahres-Primärenergiebedarfs Qp eines Passivhauses durch den Einsatz stromsparender Geräte reduziert werden.

Die Lüftung von Passivhäusern wird durch eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung und passive Vorerwärmung (Erdwärmetauscher oder Luftbrunnen) der Außenuftzufuhr vorgenommen (Wärmerückgewinnung über 80 %).

Wärmezufuhr und -verteilung kann sich auf das Notwendigste beschränken – z. B. modulierende Luft-Luft-Wärmepumpe oder thermische Solaranlage mit Pufferspeicher.

Die Trinkwassererwärmung sollte durch eine „Aktive Sonnenenergienutzung“ (thermische Solaranlage) erfolgen.

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Onklunk schrieb: Hallo, danke. Die roten Ringe kenne ich. In den Anschlüssen waren sie nicht und im Rest der Packung leider auch nicht. Das muss den Leuten bei der Qualitätskontrolle im Werk entgangen sein. Viele...
tunix schrieb: Hallo, meine Schwab 182.0400z tropft ebenso ganz wenig nach Tausch der Glocke (Füllventil ist noch abgeklemmt ). .....Neue Glocke, neue Dichtung - und es bleibt der Gedanke...besser Geberit gewählt...
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