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OldBo
20.06.2018
Als gelten nur Häuser, die unter 15 kWh/m2*a Heizwärmebedarf liegen, werden als Passivhaus bezeichnet. Der Gesamt-Primärenergiebedarf für alle Anwendungen im Haushalt (Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kochen, Wäschetrockner) darf 120 kWh/m2*a nicht überschreiten.
1. Gebäudehülle<br />2. Fenster, Glas und Haustüre<br />3. Kontrollierte Wohnungslüftung<br />4. Erdwärmetauscher oder Luftbrunnen<br />5. Heiztechnik<br />6. Solartechnik<br />7. innere Gewinne, z. B. Hausgeräte, Beleuchtung
 1. Gebäudehülle
2. Fenster, Glas und Haustüre
3. Kontrollierte Wohnungslüftung
4. Erdwärmetauscher oder Luftbrunnen
5. Heiztechnik
6. Solartechnik
7. innere Gewinne, z. B. Hausgeräte, Beleuchtung
Quelle: AG Passivhaus GmbH
Energieeffizienzklassen - Hauslabel
 Energieeffizienzklassen - Hauslabel
Quelle: Bosy
Als gelten nur Häuser, die unter 15 kWh/m2*a Heizwärmebedarf liegen, werden als Passivhaus bezeichnet. Der Gesamt-Primärenergiebedarf für alle Anwendungen im Haushalt (Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kochen, Wäschetrockner) darf 120 kWh/m2*a nicht überschreiten.

Der Passivhausstandard durch folgende Maßnahmen erreicht:
  • möglichst Südausrichtung des Hauses
  • zusätzliche Wärmebrückenminimierung
  • gute raumluftunabhänige Holzöfen oder Pelletöfen zur Nachheizung und WW- Bereitung
  • zusätzlich erhöhte Wärmedämmung
  • 3fach Glas Fenster
  • Wärmerückgewinnung durch kontrollierte Wohnungslüftung
  • gutes AV-Verhältnis des Hauses (Verzicht auf Erker, Gauben, Dachflächenfenster)
  • einen aktiv geladenen Erdwärmtauscher
  • möglichst große Solarkollektorflächen min. 16 m2
  • Kollektorausrichtung nach Süden ohne Abschattung
  • energieoptimierte Fensterverteilung 


Folgende Grundsätze sind beim Bau von Passivhäusern zu beachten:
Südorientierung
Damit ein optimaler passiver Solarenergiegewinn erreicht wird, sind eine südliche Ausrichtung, aktive Verschattung und ein reduzierter Fensterrahmenanteil Voraussetzungen. Dabei kann besonders bei freistehenden Einfamilienhäusern ein erhöhter Dämmaufwand vermieden werden. Im Geschosswohnungsbau und bei anderen kompakten Gebäudeformen kann der Passivhaus-Standard auch ohne Südorientierung erreicht werden.

Guter Wärmeschutz und Kompaktheit
Die Außenhülle muss rundum sehr gut wärmegedämmt werden. Kanten, Ecken, Anschlüsse und Durchdringungen müssen besonders sorgfältig geplant und ausgeführt werden, um Wärmebrücken zu vermeiden. Alle nicht lichtdurchlässigen Bauteile der Außenhülle des Hauses sind so gut gedämmt, dass sie einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) kleiner als 0,15 W/(m²K) haben, das sagt aus, je Grad Temperaturunterschied und Quadratmeter Außenfläche gehen höchstens 0,15 Watt verloren. Je kompakter eine Gebäudehülle bebaut ist, desto leichter und kostengünstiger lässt sich der Passivhaus-Standard verwirklichen. Viele halten diese Bauform für "gewöhnungsbedürftig".

Verglasung und Fensterrahmen
Die Passivhausfenster (Verglasung und Fensterrahmen) sollen einen U-Wert von 0,80 W/(m²K) nicht überschreiten. Hierfür sind besondere Fensterrahmen mit Wärmedämmung erforderlich. Die Verglasungen haben einen g-Wert um 50% (g-Wert [Gesamtenergiedurchlassgrad für Solarenergie]). Die Fenster müssen wärmebrückenfrei in die Dämmebene der Wandkonstruktionen eingebaut werden.

Luftdichtheit
Die Undichtigkeiten durch unkontrollierte Fugen in der Gebäudehülle darf beim Blower-Door-Verfahren mit Unter- und Überdruck von 50 Pascal nicht größer als 0,6 Raumluftvolumen pro Stunde sein. Durch eine weitere Verbesserung der Luftdichtheit kann auch die Heizlast durch weniger Lüftungswärmebedarf gesenkt werden. Viele Passivhäuser erreichen Drucktestergebnisse von 0,3 bis 0,4 Raumluftvolumen pro Stunde.

Vorerwärmung der Außenluft
Die Außenluft kann über einen Erdwärmetauscher (in der Erde verlegte Lüftungskanäle) oder durch einen Luftbrunnen in das Haus geführt werden; selbst an kalten Wintertagen wird die Luft so bis auf eine Temperatur von über 5°C vorerwärmt.

Wärmerückgewinnung
Aus der Fortluft wird über einen Wärmetauscher in der kontrollierten Wohnungslüftung (KWL) Wärme zurückgewonnen. Dabei sollten mindestens 80 % der Wärme der Außenluft wieder zugeführt werden. Für die Lüftung darf allerdings nur ein geringer Stromverbrauch eingesetzt werden. Eine KWL ist notwendig, um in solchen luftdichten Häusern eine gute Luftqualität zu gewährleisten.

Erwärmung des Trinkwassers
Die Trinkwassererwärmung sollte über alternative Energien, so z. B. durch eine thermische Solaranlage, einen Holzkessel oder eine Wärmepumpe, erfolgen. Dabei ist der Einsatz eines Pufferspeichers sinnvoll.

Energiespargeräte im Haushalt
Die Reduzierung des Strombedarfs vermeidet eine unnötige Erwärmung der Räume im Sommer. Kühlschrank, Herd, Tiefkühltruhe, Lampen und Waschmaschine als hocheffiziente Stromspargeräte sind ein Muss für ein Passivhaus. Zum Trocknen der Wäsche sollte kein Abluft- oder Kondensations-Wäschetrockner verwendet werden, sondern die herkömmliche Wäscheleine oder ein Trockenschrank wieder entdeckt werden.

Gesamtkonzept optimieren
Damit der Passivhausstandard erreicht wird, müssen alle vorgenannten Komponenten gut aufeinander abgestimmt werden. Deshalb sollte bei der Planung und Ausführung grundsätzlich ein erfahrener Architekt hinzugezogen werden.

Bei der Planung der Beheizung eines Passivhauses (im Volksmund "Thermoskanne") sollte man das "Brett vor dem Kopf" ein wenig weiter wegnehmen oder ein Loch reinbohren. Lohnt es sich wirklich, ein wassergeführtes Heizsystem einzubauen? Wäre nicht ein luftgeführtes System sinnvoller? Eine Kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) ist sowieso erforderlich. Bei einer guten Planung wären damit sogar verschiedene Raumtemperaturen und eine Kühlung möglich.

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