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OldBo
28.11.2013
Der Energieverbrauch eines Gebäudes, der unter Normbedingungen benötigt wird, ist in einem Energieausweis (Energiepass) dargestellt. Er ist ein Indikator für die Gebäudeeffizienz. Durch die normierten Nutzungsbedingungen können so Gebäude energetisch miteinander verglichen werden.
EnEV Anlage 6 (zu § 16) - Energieausweis Wohngebäude
 EnEV Anlage 6 (zu § 16) - Energieausweis Wohngebäude
EnEV Anlage 7 (zu § 16) - Energieausweis Nichtwohngebäude
 EnEV Anlage 7 (zu § 16) - Energieausweis Nichtwohngebäude
Der Energieverbrauch eines Gebäudes, der unter Normbedingungen benötigt wird, ist in einem Energieausweis (Energiepass) dargestellt. Er ist ein Indikator für die Gebäudeeffizienz. Durch die normierten Nutzungsbedingungen können so Gebäude energetisch miteinander verglichen werden. Die normgerechte Bezeichnung ist "Energieausweis", aber in Deutschland wurde der Begriff "Energiepass" in den Sprachgebrauch übernommen.

Den Energieausweis gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen.
  • Verbrauchsausweis
  • Bedarfsausweis

Selbstgenutzte Einfamilienhäuser
benötigen keinen Energieausweis. Aber besonders Altbaubesitzer sollten einen Energieberater zu Rate ziehen, damit mögliche Schwachstellen erkannt und beseitigt werden können.

Die Zweite Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung vom 18. November 2013 wurde am 21. November 2013 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die EnEV 2014 tritt vorbehaltlich des Absatzes 2 am 1. Mai 2014 und § 27 Absatz 2 Nummer 6 dieser Verordnung am 1. Mai 2015 in Kraft.

Vorgaben für Energieausweise in der EnEV 2014
  • Einführung der Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung: Auf Wunsch des Bundesrates ist Teil dieser Pflicht nun auch die Angabe der Energieeffizienzklasse. Diese umfasst die Klassen A+ bis H. Die Regelung betrifft allerdings nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden. Das heißt: Liegt für das zum Verkauf oder zur Vermietung anstehende Wohngebäude ein gültiger Energieausweis nach bisherigem Recht, also ohne Angabe einer Energieeffizienzklasse, vor, besteht keine Pflicht zur Angabe einer Klasse in der Immobilienanzeige. Auf diese Weise können sich die Energieeffizienzklassen nach und nach am Markt etablieren.
  • Präzisierung der bestehenden Pflicht zur Vorlage des Energieausweises gegenüber potenziellen Käufern und Mietern: Bisher war vorgeschrieben, dass Energieausweise „zugänglich“ gemacht werden müssen. Nun wird präzisierend festgelegt, dass dies zum Zeitpunkt der Besichtigung des Kauf- bzw. Mietobjekts geschehen muss.
  • Darüber hinaus muss der Energieausweis nun auch an den Käufer oder neuen Mieter ausgehändigt werden (Kopie oder Original).
  • Einführung der Pflicht zum Aushang von Energieausweisen in bestimmten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr, der nicht auf einer behördlichen Nutzung beruht, wenn bereits ein Energieausweis vorliegt. Davon betroffen sind z.B.: größere Läden, Hotels, Kaufhäuser, Restaurants oder Banken.
  • Erweiterung der bestehenden Pflicht der öffentlichen Hand zum Aushang von Energieausweisen in behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr auf kleinere Gebäude (mehr als 500 qm, bzw. ab Juli 2015 mehr als 250 qm Nutzfläche mit starkem Publikumsverkehr). Quelle: BMVBS - Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 
Verbrauchsausweis
Farbskala - Verbrauchausweis
 Farbskala - Verbrauchausweis
Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Der Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch der vergangenen drei Jahren für Heizung und Trinkwassererwärmung an. Das Ergebnis ist vom individuellen Nutzungsverhalten der Nutzer abhängig. Bei Nichtwohngebäuden wird darüber hinaus ein Stromverbrauchskennwert gebildet.

Der tatsächliche Energieverbrauch wird anhand eines standortbezogenen Klimafaktors bereinigt und ergibt dann den Energieverbrauchskennwert. Ein Nachteil dieser Ausweisart ist, dass ein energetisch schlechtes Gebäude, das kaum geheizt wird, einen sehr guten Energieausweis bekommen kann.
Bedarfsausweis
Farbskala - Bedarfsausweis
 Farbskala - Bedarfsausweis
Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Der Bedarfsausweis enthält Angaben zum Energiebedarf von Wohngebäuden, der auf der Grundlage einer technischen Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage unter Normbedingungen ermittelt wird. Dabei wird das individuelle Nutzerverhalten nicht berücksichtigt.

Die Farbverlaufsskala im Bedarfsausweis weist zwei verschiedene Werte aus, die sehr unterschiedlich ausfallen können – einen Wert für den Endenergiebedarf und einen für den Primärenergiebedarf.

Der Endenergiebedarf gibt die Energiemenge für Heizung, Trinkwassererwärmung, Lüftung, Beleuchtung und Kühlung an, die jährlich benötigt wird. Dieser Bedarf wird nach den technischen Regeln berechnet und beinhaltet die Standardklima- und Standardnutzungsbedingungen. Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die dem Gebäude bei normierten Bedingungen unter Berücksichtigung der Energieverluste zugeführt werden muss, damit die normierten Innentemperatur, der Warmwasserbedarf, die erforderliche Lüftung, die Beleuchtung und Kühlung sichergestellt werden können. Je kleiner die Werte sind, desto höher ist die Energieeffizienz.

Die Energie, die für die Beheizung, Warmwasserversorgung und Klimatisierung eines Gebäudes unter Normbedingungen notwendig wird ist der Primärenergiebedarf. Auch der Aufwand, der für die Gewinnung, die Aufbereitung und den Transport der Energie (z. B. Öl oder Gas) aufgebracht wird geht in die Berechnung ein. Auch hier gilt > Je kleiner die Werte sind, desto höher ist die Energieeffizienz.

Die errechneten Werte müssen den in der EnEV vorgegebenen Werten entsprechen.

Jedem Bauherrn, Käufer einer Immobilie oder Mieter sollte darüber informiert sein, dass die EnEV- oder KfW-Nachweise weder für eine belastbare Verbrauchsprognose noch für eine Dimensionierung der Heizung geeignet sind. Sie dienen lediglich primärenergetischen, qualitativen Vergleichszwecken.

Diese Berechnungen ersetzen nicht die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
EnEV- oder KfW-Nachweise
Jeder Bauherr, Käufer einer Immobilie oder Mieter sollte darüber informiert sein, dass die EnEV- oder KfW-Nachweise weder für eine belastbare Verbrauchsprognose noch für eine Dimensionierung der Heizung geeignet sind. Sie dienen lediglich primärenergetischen, qualitativen Vergleichszwecken.
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