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Langzeitversuch mit Heizungsfüllwasser

Autoren
OldBo
24.09.2015
Der Langzeitversuch (Stresstest) wird mit unbehandeltem und behandeltem Wasser (VS = Vollschutz) mit VE-Wasser* ohne VS und mit VS durchgeführt.
Material: Stahl, Kupfer, Messing, Aluminium, Nägel
 Material: Stahl, Kupfer, Messing, Aluminium, Nägel
Quelle: Bosy
VE-Wasser + Metall > links ohne VS + rechts mit VS
 VE-Wasser + Metall > links ohne VS + rechts mit VS
Quelle: Bosy
VE-Wasser, mit und ohne VS<br />Aquariumpumpe und Heizstäbe
 VE-Wasser, mit und ohne VS
Aquariumpumpe und Heizstäbe
Quelle: Bosy
VE-Wasser ohne VS, nach ca. 5 Stunden - bei der anderen Probe hat sich schon eine Schutzschicht auf den Flächen gebildet
 VE-Wasser ohne VS, nach ca. 5 Stunden - bei der anderen Probe hat sich schon eine Schutzschicht auf den Flächen gebildet
Quelle: Bosy
Wasserwerte ohne VS, Leitwert ca. 95 Mikrosiemens/cm; pH-Wert ca. 8
 Wasserwerte ohne VS, Leitwert ca. 95 Mikrosiemens/cm; pH-Wert ca. 8
Quelle: Bosy
Das Ergebnis des Versuches
 Das Ergebnis des Versuches
Quelle: Bosy
Ausgepackt; links: VE unbehandelt; rechts: VE behandelt<br />
 Ausgepackt; links: VE unbehandelt; rechts: VE behandelt
Quelle: Bosy
Der Zustand der Metalle aus dem unbehandeltem VE-Wasser nach 2 Jahren
 Der Zustand der Metalle aus dem unbehandeltem VE-Wasser nach 2 Jahren
Quelle: Bosy
Der Zustand der Metalle aus dem behandeltem VE-Wasser nach 2 Jahren
 Der Zustand der Metalle aus dem behandeltem VE-Wasser nach 2 Jahren
Quelle: Bosy
Der Zustand der Flüssigkeiten nach 2 Jahren
 Der Zustand der Flüssigkeiten nach 2 Jahren
Quelle: Bosy
Korrosions- und Passivitätsbereiche in Heizungs- Solar- und Kühlanlagen
 Korrosions- und Passivitätsbereiche in Heizungs- Solar- und Kühlanlagen
Quelle: Bosy

Dieser Langzeitversuch soll aufzeigen, dass eine Anlage richtig behandelt werden muss, um Korrosion bzw. Ablagerungen an den Flächen der Rohrleitungen und Bauteile (Wärmeerzeuger, Pufferspeicher, Armaturen) zu verhindern, damit ein effizienter störungsfreier Betrieb und ein Hydraulischer Abgleich auf Dauer gewährleistet wird.

Der Langzeitversuch (Stresstest) wird mit unbehandeltem und behandeltem Wasser (VS = Vollschutz) mit VE-Wasser* ohne VS und mit VS (hier Fernox) in der richtigen Dosierung durchgeführt. Eingesetzt sind die üblichen Metalle, die in einer Heizungsanlage eingebaut werden. Die Stahl- (Rohre, WT), Kupfer- (Rohre, WT) und Messingteile (Armatureneinsätze) wurden bis zum Ende betestet. Das Aluminiumteil wurde ausgeschlossen, weil es sich um eine Materialzusammensetzung handelte, das nicht in der Installationstechnik verwendet wird. Den Versuchsgefäßen wird über eine Aquariumpumpe ständig Luft (Sauerstoff) zugeführt und mittels Heizstab werden verschiedene Temperaturen simuliert.
*
demineralisiertes Wasser, deionisiertes Wasser, vollentsalztes Wasser, destilliertes Wasser (in diesem Test handelt es sich um ein handelsübliches Wasser (Batteriewasser), das in einer Osmose- oder Mischbettanlage hergestellt wurde)  Die elektrische Leitfähigkeit beträgt ca. 6 -10 Mikrosiemens/cm.

Bei der richtigen Dosierung des VS (Vollschutzmittel) kann auch ohne Probleme normales Leitungswasser (< 20 °dH) verwendet werden. Aber besonders bei diesen Arbeiten muss sich der Anwender mit der Materie auskennen.

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Messtermine
(Bilder in der Reihenfolge der Termine)

Beginn 25.09.2009 > 13.04.2010 > 5.08.2010 > Ende 15.10-2011

Material: Stahl, Kupfer, Messing, Aluminium, Nägel



25-09-09
9:19 Uhr - Aufbau

VE-Wasser + Metall > links ohne VS + rechts mit VS



25-09-09
9:27 Uhr - Beginn des Versuchs

VE-Wasser, mit und ohne VS, zzgl. Aquariumpumpe + Heizstab

Aquariumpumpe und Heizstäbe zwecks Simulation unterschiedlicher Systemzustände incl. Temperatureinwirkung und permanentem Gaseintrag (Lufteintrag)

Wasserwerte ohne VS, Leitwert 6 MikroSiemens; pH-Wert 7,4; permanente Zufuhr von O2 bei unterschiedlichen  °C



25-09-09
14:12 Uhr

VE-Wasser ohne VS, nach ca. 5 Stunden - bei der anderen Probe hat sich schon eine Schutzschicht auf den Flächen gebildet



13-04-10

Wasserwerte ohne VS, Leitwert ca. 95 Mikrosiemens/cm; pH-Wert ca. 8



5-08-10

Wasserwerte ohne VS; Leitwert ca. 80 Mikrosiemens/cm; pH-Wert ca. 9,3, rechts mit VS



15.10.2011

Ende das Testes

Das Ergebnis auf einen Blick (ein Kommentar ist wohl überflüssig).

Trotzdem ein paar zusätzliche Anmerkungen:
Noch ein Satz zum etwaigen Einsatz >ortsüblicher< Füllwässer in „…Verbindung mit zeitgemäßen, hochwertigen Vollschutzmitteln“, egal wo in Deutschland. Diese müssen eine >Einsatzgarantie< in Härteparametern bis mindestens 30 - 32 °dH besitzen, ohne das bei der Erstbefüllung eine Wasseraufbereitung (Entmineralisierung oder Enthärtung) erforderlich ist. Zu bedenken sind dabei aber die späteren >Nachspeisemodalitätengrenzwertigen< Bereichen zwei Möglichkeiten von Überlegungen an:
  • Erstens, ich demineralisiere mittels Mischbettpatrone + Vollschutzmittel und fahre spätere Nachspeiseprozesse „…aus dem normalen Trinkwassernetz“.
  • Zweitens, ich erstbefülle mit dem „…normalen Trinkwassernetz“+ Vollschutzmittel und fahre die Nachspeisung später über Mischbettpatrone. Grund hier: Beachtung der >Überreizung< der Komplexbildner (verhindern das Ausfällen der Härtebildner). Quelle: G. Sotta

Vorgenanntes bedeutet aber immer wieder, man sollte sich dazu „…Fachleute suchen“.

Fazit:
Wer nach der Ansicht dieser Versuchsreihe für sich den Schluss zieht, dass man also nur VE-Wasser einzufüllen braucht, realisiert nur die halbe Wahrheit. Er sollte aber wissen, was er macht. VE-Wasser ist das beste wasserrelevante Lösungsmittel und sollte in Heizungs-, Kühl- und Kälteanlagen NIE ohne ein zeitgemäßes Korrosionsschutzmittel eingefüllt werden. Dazu gehört aber auch das Wissen über den genauen Anlageninhalt, chemotechnisches Grundwissen, Anwendungstechnik und die Möglichkeit über eine Wasseranalyse eine entsprechende Nachkontrolle durchführen zu können. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllen kann, der sollte lieber die Finger davon lassen. Ohne umfangreiches Fachwissen und Erfahrung auf dem Gebiet der Wasserbehandlung bzw. Wasseraufbereitung kann das nur zu Problemen führen, die genau das Gegenteil von dem gewünschten Erfolg verursachen können.

Das VE-Wasser ist frei von Salzen bzw. deren Ionen und hat deshalb eine geringe Leifähigkeit, aber sein hohes Lösungsvermögen macht es aggressiv gegenüber Rohrleitungs- und Bauteilwerkstoffen. Bei Kupfer erhöht ein niedriger pH-Wert möglicherweise eine gleichmäßige Flächenkorrosion. Ohne Behandlung kann das reine VE-Wasser den Anlagen schaden.
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