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Autoren
OldBo
11.05.2021
VE-Wasser (Voll-Entsalztes-Wasser) wird auch als demineralisiertes Wasser, deionisiertes Wasser oder destilliertes Wasser bezeichnet. Man spricht auch von Osmosewasser und enthärtetem Wasser, wobei bei dem Enthärten evtl. nur die Calcium- und Magnesium-Ionen aus dem Wasser entfernt wurden.
Vollentsalzungspatronen (Mischbettfilter)
 Vollentsalzungspatronen (Mischbettfilter)
Quelle: Gebrüder Decker Verfahrenstechnik GmbH
VE-Wasser (Voll-Entsalztes-Wasser) wird auch als demineralisiertes Wasser, deionisiertes Wasser oder destilliertes Wasser bezeichnet. Man spricht auch von Osmosewasser und enthärtetem Wasser, wobei bei dem Enthärten evtl. nur die Calcium- und Magnesium-Ionen aus dem Wasser entfernt wurden.

Das VE-Wasser ist frei von Salzen bzw. deren Ionen und hat deshalb eine geringe Leifähigkeit, aber sein hohes Lösungsvermögen macht es aggressiv gegenüber Rohrleitungs- und Bauteilwerkstoffen. Bei Kupfer erhöht ein niedriger pH-Wert möglicherweise eine gleichmäßige Flächenkorrosion. Ohne Behandlung kann das reine VE-Wasser den Anlagen schaden.

Im VE-Wasser, richtig hergestellt, befinden sich keine gelösten Stoffe. Dabei wird die Reinheit des VE-Wassers über seine Leitfähigkeit (µS/cm) festgestellt. Es sollte einen Wert von < 20 µS/cm haben. Hier muss berücksichtigt werden, dass die Leitfähigkeit temperaturabhängig ist und bei dem Kontakt mit dem Rohr- und Behältermaterialien (Pufferspeicher, Heizungskessel) und durch den Kontakt mit Luft, wieder ansteigt. VE-Wasser mit sehr niedrigen Leitwerten, z.B. < 0,2 µS/cm, werden als Reinstwasser bezeichnet.

Zur Vollentsalzung wird hauptsächlich das Ionentauscherverfahren oder die Umkehrosmose eingesetzt.

Bei dem Ionentauscherverfahren wird das Rohwasser (z. B. Leitungswasser) durch Harze geleitet. Die Ionenaustauscher-Harze gibt es als Kationen-Harz, das mit Wasserstoffionen beladen ist und als Anionen-Harz, das mit Hydroxidionen beladen ist. Dabei werden die Kationen1 und Anionen2 entnommen und gegen Wasserstoff- bzw. Hydroxid-Ionen ausgetauscht.  Die Harze können in einem Mischbettharz-Ionenaustauscher oder in getrennten Patronen (Mischbettfilter) eingesetzt werden. Mischbettharz-Ionenaustauscher können als Austauschpatronen beim Hersteller regeneriert werden.

Bei der Umkehrosmose-Technik werden die im Wasser gelösten Kationen1 und Anionen2 durch eine Membran aus dem Wasser entfernt. Da VE-Wasser in der Regel aus Trinkwasser hergestellt wird, das evtl. einen hohen Gehalt an Calcium (Härtebildner) aufweist, sollte bei dieser VE-Wasser-Erzeugung eine Enthärtungsanlage vorgeschaltet werden, um einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Die Umkehrosmose erfordert keine Regeneration, da die erzeugten Konzentrate ständig abgeleitet werden.

1 Kationen (positiv geladene Ionen) > Natrium (Na+), Kalzium (Ca++), Magnesium (Mg++), Kalium (K+), Eisen (Fe+++), Mangan (Mn++)  und Wasserstoff (H+)
2 Anionen (negativ geladene Ionen) > Chloride (Cl-), Sulfate (So4--), Nitrate (No3--), Karbonate (Co3--), Silikate (SiO2-) und Hydroxid (OH-)

Alle gelösten Kationen und Anionen beeinflussen die elektrische Leitfähigkeit des Wassers. Eine Korrosion läuft umso schneller ab, je höher die Leitfähigkeit des Wasser ist. Bei Heizungs-, Solar- und Kühlwasser bzw. in Prozesswasseranlagen sollte der Wert < 200 µS/cm sein.
- Metallionen (z. B. Eisen) können zu Ablagerungen, zu Erosion und zu einer Verfärbung des Wassers führen.
- Kalzium und Magnesium in Karbonatform dienen zur Neutralisation von Säuren und beeinflussen den pH-Wert des Wassers in positiv, führen aber auch zur Bildung von Kalkstein.
- Natrium dient als Puffer für den pH-Wert, erhöht aber die Leitfähigkeit des Wassers
- Sulfat kann zu harten unlöslichen Ablagerungen führen.
- Chloride schädigen die natürlichen Deck- bzw. Schutzschichten auf Metallen und steigern die Korrosivität des Wasser. Auch an Edelstahl kann eine hohe Konzentration zu Korrosion führen.
- Silizium führt zu unlöslichen Ablagerungen

Einsatz von VE-Wasser
- Grundlage für Solar-, Kühl -und Heizungswasser (Ergänzungs- und Füllwasser)
- Vermeidung der Verkalkung von Wärmetauschern und Dampfkessel
- Vermeidung der Verkalkung von Luftbefeuchtungsgeräte
- Vermeidung der Verkalkung von Elektroheizstäben
- Reduzierung der Schlammbildung in Eisenphosphatierungen
- Reduzierung von Schlammbildung in Spülen nach Eisenphosphatierungen
- Vermeidung von Kalkablagerungen in Bearbeitungsmaschinen
- Reduzierung/Vemeidung von Flecken auf gereinigten Teilen
- Vermeidung von Kalkseifen in Entfettungsbädern
- Vermeidung von unerwünschten Wechselreaktionen mit Chemikalien in Kühlschmierstoffen, Aktiv-und Spülbädern
Messgerät
Kombimessgerät MP-7 für pH, Leitfähigkeit, gelöste Stoffe, Salzgehalt und Temperatur
 Kombimessgerät MP-7 für pH, Leitfähigkeit, gelöste Stoffe, Salzgehalt und Temperatur
Quelle: elector GmbH
Messgerät für pH, Leitfähigkeit, gelöste Stoffe, Salzgehalt und Temperatur

Für die Messung des Heizungs, Solar- und Kühlwassers hinsichtlich der elektrische Leitfähigkeit und den pH-Wert sind passende Messgeräte eine Voraussetzung. Die VDI 2035 fordert VE-Wasser und nur über die Bestimmung dieser Werte kann entschieden werden, ob Korrosionsschutzmaßnahmen getroffen werden müssen und/oder wie sich eine laufende Wasserbehandlung auf die Wasserhärte, elektrische Leitfähigkeit und den pH-Wert auswirken.

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Mastermind1 schrieb: Wie wäre es mit loctite 55 oder tangit unilock. Ich meine mein HB hat bei mir tangit genommen, da er viel im Krankenhaus Umfeld unterwegs ist. Hanf ist da wohl nicht mehr gewünscht/zugelassen.... Auch...
micha_el schrieb: Bei der aktuellen T-Cap mit R410 brauchst du die jährliche Dichtheitspüfung :-( Da sie mit 2,8 kg über der 2,4 kg Grenze liegt. Wenn du wartest bis die das neu Modell mit R32 in Deutschland erhältlich...
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