Ein
Plattenwärmeaustauscher arbeitet immer wie ein
Temperaturgleichrichter zwischen
Abluft und
Außenluft. Dabei kommt es je nach dem
Temperaturgefälle zwischen
Abluft und
Außenluft entweder zur
Wärme- oder
Kälterückgewinnung. Wenn die
Ablufttemperatur mit der Solltemperatur identisch ist, wird keine Leistungsregelung notwendig. In diesem Fall wird die
Außenlufttemperatur durch den
Wärmeaustauscher immer in Richtung der Solltemperatur erwärmt bzw. gekühlt.
In vielen Fällen, besonders in sehr gut gedämmten Gebäuden, kommt es jedoch durch
innere Wärmequellen (Personen, elektrische Geräte, Beleuchtung,
Sonneneinstrahlung, Kaminöfen) dazu, dass die
Raumtemperatur bzw.
Ablufttemperatur höher ist als die
Solltemperatur. Dadurch kann sich die Raumtemperatur aufschaukeln. In diesen Fällen ist zu prüfen, ab welcher Außentemperatur bei voller Leistung des
Wärmeaustauschers ein Aufheizen des Systems erfolgt und eine
Leistungsregelung (
Bypass) sinnvoll ist.
Eine Leistungsregelung kann bei Platten- und Rotationswärmeaustauscher durch das Verändern des des Massenstromverhältnisses erfolgen. Hierzu wird ein Bypass eingesetzt.
Gute
Wärmeaustauscher können mit einem
integrierten Bypass und den zugehörigen
Regelklappen ausgestattet werden. Dabei sollte bei dem Durchströmen etwa der gleiche Druckverlust eingestellt werden.
Je nach Stellung der Klappen werden zwischen 0 % und 100 % der
Außenluft über den
Bypass geführt. Die
Abluft strömt als
Fortluft immer durch den
Wärmeaustauscher und wird entsprechend der
Außenluftmenge abgekühlt. Mit dieser Anordnung des
Bypasses kann zugleich das zu starke Abkühlen der
Abluft und damit das Vereisen verhindert werden. Ein
Mischluftbetrieb ist möglich.
Bypass in der Abluft/Fortluft
Zwischen 0 % und 100 % der
Abluft werden über den
Bypass geführt. Die
Außenluft strömt immer durch den
Wärmeaustauscher. Diese Anordnung ist bei verschmutzter
Abluft zu empfehlen, da während des Sommerbetriebes der
Wärmeaustauscher von der
Abluft nicht durchströmt wird. Ein
Mischluftbetrieb ist nicht möglich.
Zur
Regelung der
Luftströme durch den
Bypass bzw.
Wärmetauscher sind
gegenläufige Regelklappen erforderlich. Diese werden in einem Rahmen montiert, der direkt auf dem Gehäuse vor dem
Wärmetauscher und dem
Bypass (in Strömungsrichtung) befestigt wird.
Auch bei einem
Rotationswärmetauscher kann bei
unterschiedlichen Volumenströmen bei
Umluft- und
Mischluftbetrieb und wenn die Gefahr besteht, dass der Rotor bei Kondensation einfriert, die Verwendung eines
Bypasses parallel zum Rotor sinnvoll sein. Die Auslegung sollte so erfolgen, dass der Druckverlust durch den
Bypass durch einstellbare Stellklappen gleich hoch ist, wie durch den Rotor.