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OldBo
26.03.2012
Pflanzenöl (PÖL) hat die größte Energiedichte (ca. 9,2 kWh/l) im Bereich der Photosynthese im Vergleich mit den Biofeststoffen (Holz, Stroh) und Biogas. Dabei liegt es ziemlich genau zwischen Benzin (8,6 kWh/l) und Diesel (9,8 kWh/l).
Pflanzenöl hat die größte Energiedichte (ca. 9,2 kWh/l) im Bereich der Photosynthese im Vergleich mit den Biofeststoffen (Holz, Stroh) und Biogas. Dabei liegt es ziemlich genau zwischen Benzin (8,6 kWh/l) und Diesel (9,8 kWh/l). Im Gegensatz zu Benzin und Diesel ist Pflanzenöl jedoch regenerativ, "CO2-neutral" und frei von Schwefel, Schwermetallen und Radioaktivität. Es besteht nur aus Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und ein wenig Sauerstoff (O) (Verhältnis ca. C60H120O6) und gefährdet nicht das Grundwasser. In der Praxis wird hauptsächlich Rapsöl als Brennstoff verwendet.

Pflanzenöle bestehen hauptsächlich aus Triglyceriden (Ester aus dem dreiwertigen Alkohol Glycerin und drei Fettsäuren). Dabei bestehen die Fettsäuren aus Kohlenstoffketten, die gesättigt (keine Doppelbindungen zwischen benachbarten CAtomen), einfach ungesättigt oder mehrfach ungesättigt sein. Außerdem können auch Spaltprodukte des Fettabbaus (Mono- oder Diglyceride [Ester mit einer bzw. zwei Fettsäuren] und freie Fettsäuren), vorkommen. Fettbegleitstoffe (Phospholipide) setzen die Oxidationsstabilität im Pflanzenöl herab und verursachen durch ihre Hydratisierbarkeit (Quellung mit Wasser) Störungen bei der Kraftstoffzufuhr (Verstopfungen von Filtern oder Einspritzdüsen).

Auch sind die typischen Eigenschaften des Planzenöles zu beachten. Hier handelt es sich hauptsächlich um die Dichte, die Viskosität, dem Flammpunkt und der Iodzahl (IZ - Gehalt an ungesättigten Verbindungen). Durch die Einwirkung von Sauerstoff, Licht, Wärme und katalytisch wirkende Metallionen kann das Öl oxidieren, wobei Öle  mit einem hohen gesättigten Fettsäurenanteil relativ beständig sind. Auch wenn Pflanzenöle in Wasser unlöslich sind können Mikroorganismen oder Enzymen eine hydrolytische Spaltung begünstigen, wobei Fettsäuren vom Glyceridmolekül abgespaltt werden.  Pflanzenöle gelten als "nicht wassergefährdend", weil sie innerhalb von 21 Tagen bis zu über 95 % biologisch abgebaut werden.
Vergleich Pflanzenöl - Biodiesel - Dieselkraftstoff
Eigenschaft
Pflanzenöl¹
Biodiesel
Dieselkraftstoff²
Heizwert [kWh/l]
9,2
9,3
9,8
Dichte bei 15 °C [kg/m³]
900 - 930
860 - 900
820 - 845
Flammpunkt [°C]
220
101
> 55
kinematische Viskosität (20 °C) [mm2/s]
78,7
-
3,08
kinematische Viskosität bei 40 °C [mm2/s]
38
3,5 - 5,0
2,0 - 4,5
Gesamtverschmutzung [mg/kg]
25
24
24
Schwefelgehalt [%]
< 0,001
0,035
Phosphorgehalt [mg/kg]
15
10
nicht definiert
Wassergehalt [mg/kg]
750
500
200
¹) Grenzwerte lt. LTV-Arbeitskreis Dezentrale Pflanzenölgewinnung, Weihenstephan "Qualitätsstandard für Rapsöl als Kraftstoff "(RK-Qualitätsstandard)
²) Grenzwerte lt. Allgemeine sowie klimatisch abhängige Anforderungen (gemäßigtes Klima) an Dieselkraftstoff und Prüfverfahren gemäß DIN EN 590 2000-02
Der Streit über die Sinnhaftigkeit der Nutzung von Pflanzenölen wird wohl noch einige Zeit weitergeführt werden. Auf der einen Seite wird der Anbau in Monokulturen mit mineralischen Düngemitteln und der vermehrte Einsatz von Pestiziden bemängelt. Auch die Rodung von Regenwäldern zum Freilegen von Anbauflächen für den Ölpflanzenanbau wird als negativ angesehen.

Auf der anderen Seite kann der aus der Ölherstellung gewonnene Presskuchen als Tierfutter weiterverwendet und dann anschließend als Gülle zur Biogaserzeugung genutzt werden. Die dann ausgefaulten Rückstände können als Dünger wieder ausgebracht werden. Außer Winter- und Sommerraps könnten auch andere Ölpflanzensorten  (Sonnenblume, Öllein, Leindotter, Senf) extensiv in Deutschland angebaut werden. Außerdem kann die Ölherstellung in der Region wird als Vorteil angesehen, weil es ein weiteres Betätigungsfeld der Landwirte sein kann.

Wenn diese ganzheitlichen Betrachtung in die Diskussionen einbezogen werden, dann kann die Überlegenheit der moderner Bio-Technik gegenüber dem Mineralöl zielführend sein.
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lukashen schrieb: Hi, Deine Einrohrheizung könnte mit Saugdüsen realisiert sein (ist im verlinkten Artikel sehr gut beschrieben). Das Prinzip sollte man so lassen. Damit ein neuer Heizkörper funktioniert, muss ein passendes...
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