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Datenschutzhinweise
Autoren
OldBo
27.09.2022
Die Heizungsanalyse (Energiemonitoring) basiert auf Messdaten, die nach dem Analyseverfahrens der DIN EN 15378 - Heizungsanlagen in Gebäuden - Inspektion von Wärmeerzeugern und Heizungsanlagen - und DIN EN 15900 - Energieeffizienz-Dienstleistungen - Definitionen und Anforderungen - erhoben werden. Der Begriff "Heizungs-EKG" ergibt sich durch das Aussehen der Ergebnisse, die den aus der Medizin bekannten EKG's ähnelt.
Energiemonitor<br />
 Energiemonitor
Quelle: business-light - Thomas Darda
Heizungs-EKG eines Kesselbetriebs
 Heizungs-EKG eines Kesselbetriebs
Quelle: Bosy

Die Heizungsanalyse (Energiemonitoring) basiert auf Messdaten, die nach dem Analyseverfahren der DIN EN 15378 - Heizungsanlagen in Gebäuden - Inspektion von Wärmeerzeugern und Heizungsanlagen - und DIN EN 15900 - Energieeffizienz-Dienstleistungen - Definitionen und Anforderungen - erhoben werden. Der Begriff "Heizungs-EKG" ergibt sich durch das Aussehen der Ergebnisse, die den aus der Medizin bekannten EKG's ähnelt.

Im Gegensatz zu dem Heizungscheck nach DIN EN 15378 - Vereinfachtes Verfahren -, der nur eine indirekte Bewertung der Anlage über Punkte- bzw. Ankreuztabellen nach Baujahr und Typ und nur die Werte zum Zeitpunkt der Datenaufnahme ermöglicht, kann bei dem Heizungs-EKG ein quantifizierbarer Bezug zu energetischen Größen hergestellt werden. Auch die Energieausweise (Bedarfs- und Verbrauchsausweis) bewerten nur die Gebäudehülle und die Anlage nach Baujahr und Typ bzw. basieren auf dem Messwert des Verbrauchs, machen aber keine genaueren Angaben zur Gebäudehülle, zur Anlagentechnik und dem Nutzerverhalten, aus denen keine Einsparpotentiale ermittelt werden können.
Das Heizungs-EKG ist die Grundlage für eine messwertgestützte Beratung zur Optimierung und Einstellung von Heizungsanlagen.

Mit einem mobilen Datenerfassungs- und Auswertungssystem "Energiemonitor"  (Heizungs-EKG) wird das Betriebsverhalten von Heizkesseln, Wärmepumpen und Fernwärmestationen analysiert. Dabei wird das beheizte Gebäude einbezogen. Das Messwerkzeug besteht aus
– Sensoren
– Datenloggern
– Software "Basisanalyse"
– Software "Expertenanalyse"

Bei der Messung werden alle energetischen Parameter einer Gebäudebeheizung aufgenommen und im Anschluss von einem qualifizierten Fachmann ausgewerten, um Ratschläge zur Optimierung, Sanierung, Modernisierung oder eines Energieträgerwechsels zu geben.

Im Standardverfahren erfolgt eine 24-Stunden-Messung eines normal beheizten Gebäudes. Dabei betragen die Messintervalle 12 Sekunden. Die einzelnen Phasen einer Messung sind:
– manuelle Aufnahme der Daten und Eintragung in das Datenblatt auf dem Laptop
– Aufnahme und Zeichnen des hydraulischen Systems mittels Zeichenprogramm
– Anlegen der Messfühler und Starten des Messprogramms
– nach 24 Stunden Auslesen der Daten durch Auslesesoftware
– Durchführung der automatischen Basisanalyse
– Interpretation der Expertenanalyse

Das Betriebsverhalten wird ohne Eingriff in die Heizungsanlage ermittelt. Dabei erfassen die Sensoren und Logger folgende Messwerte:
– Raumtemperatur und Raumfeuchte in einer Referenz-Wohnung
– Außentemperatur
– Kesselvorlauf- und Rücklauftemperatur
– Heizungsvorlauf- und Rücklauftemperatur
– Speichervorlauf- und Rücklauftemperatur
– O2-Gehalt im Abgas
– CO-Gehalt im Abgas
Verbrennungstemperatur
Abgastemperatur
Zusätzlich werden folgende Messdaten erfasst:
– Gas-Lastgang mittels Impulsgeber am Gaszähler
– Kesselleistung mittels Ultraschall-Wärmemessung
– Warmwasserverbrauchrmemessung mittels Ultraschall
Wärmemengenmessung
– Druckschwankungen mittels Drucksonde
– Stang-und Heizköper Vor- und Rücklauftemperaturen
– Chemische und biologische Analysen des Heizungswassers
– Auslesung von Pumpendaten
– Auslesung der Kesselregelung

Anhand der grafischen Darstellung der Messwerte ist eine erste Bewertung der Anlage möglich. Mit dem interaktiven Expertensystem werden alle Messwerte bei der Expertenanalyse auf erkennbarer Anlagenmängel überprüft. Das Expertensystem ist im derzeitigen Entwicklungsstand in der Lage ca. 120 unterschiedliche Anlagenmängel regelbasiert zu erkennen.

Die von der Software automatisch detektierten Anlagenmängel werden durch dem Fachmann validiert und in der Detailanalyse weiter spezifiziert. Die detektierten Anlagenmängel werden hinsichtlich der zu generierenden Energieeinsparungen bewertet und dann zu der Anlage passenden Optimierungsempfehlungen zugeordnet.

Aus dem Vergleich der Energieverbrauchswerte vor und nach Optimierung wird eine Prognose der Energieeinsparung nach DIN EN 15378 vorgenommen.

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