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OldBo
15.08.2014
Das Füllwasser für Heizungs-, Kühl- und Solaranlagen wird schon angereichert mit den in der Luft befindlichen Gasen (Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid) gesättigt vom Wasserversorger geliefert und kommt nun bei dem Befüllen eines Kreislaufsystems noch einmal mit der Umgebungsluft in den Rohren in Kontakt.
Das Füllwasser für Heizungs-, Kühl- und Solaranlagen wird schon angereichert mit den in der Luft befindlichen Gasen (Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid) gesättigt vom Wasserversorger geliefert und kommt nun bei dem Befüllen eines Kreislaufsystems noch einmal mit der Umgebungsluft in den Rohren in Kontakt, da die Luft erst durch das Wasser zu den Entlüftungsventilen verdrängt bzw. bei falscher Befüllung zusätzlich durchmischt wird.
So befindet sich z. B. in einem System mit einem Volumen von 1.000 l zu Beginn des Befüllvorganges 1 m3 Luft (ca. 780.000 ml Stickstoff, ca. 210.000 ml Sauerstoff, ca. 9.620 ml Edelgase, ca. 380 ml Kohlendioxid).

Das Ziel einer fachgerechten Befüllung ist die "Luftfreiheit" bei der höchster Betriebstemperatur. Das Lösevermögen von Gasen bzw. Stoffen in Abhängigkeit der Temperatur ist unterschiedlich.

· Bei 10 °C befinden sich in 1 Liter Wasser bei Sättigung 11,1 mg Sauerstoff, 17,5 mg Stickstoff und 0,6 mg Kohlendioxid.
·  Bei 70 ° C befinden sich in 1 Liter Wasser bei Sättigung 3,8 mg Sauerstoff, 7,0 mg Stickstoff und 0,3 mg Kohlendioxid.

Es befinden sich also bei der maximalen Betriebstemperatur nur noch geringe Mengen an Gasen im System. In der Praxis sind die Betriebstemperaturen aber in der Regel im Laufe des Jahres niedriger. Heizungsanlagen kühlen in den Sommermonaten und thermische Solaranlagen in den Wintermonaten zeitweise auf die Umgebungstemperaturen ab. Das Anlagenwasser kann also durch Diffusion (Sauerstoffdiffusion, Stickstoffdiffusion, CO2-Diffusion) und Lufteinsaugung wieder Gase aufnehmen.
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