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OldBo
06.05.2017
Trinkwasserinstallationen wurden bzw. werden immer noch mit verzinkten Gewinderohren (schmelztauchverzinktes Stahlrohr) erstellt. Die Schicht aus Zink schützt das Stahlrohr vor Korrosion, da Zink eine passive Oxidschicht aufbaut. Der Schutz hängt stark von der Wasserbeschaffenheit (pH-Wert, überschüssige Kohlensäure [das Wasser im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht sein] und zu hohe Temperatur [> 60 °C]) ab. Schwachstellen sind die Gewindeverbindungen und das Nichteinhalten der Fließregel. Hier findet eine Rostbildung statt. Außerdem wächst in der rauen Zinkschicht schnell ein Biofilm.

Trinkwasserinstallationen wurden bzw. werden immer noch mit verzinkten Gewinderohren (schmelztauchverzinktes Stahlrohr) erstellt. Die Schicht aus Zink schützt das Stahlrohr vor Korrosion, da Zink eine passive Oxidschicht aufbaut. Der Schutz hängt stark von der Wasserbeschaffenheit (pH-Wert, überschüssige Kohlensäure [das Wasser im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht sein] und zu hohe Temperatur [> 60 °C]) ab. Schwachstellen sind die Gewindeverbindungen und das Nichteinhalten der Fließregel. Hier findet eine Rostbildung statt. Außerdem wächst in der rauen Zinkschicht schnell ein Biofilm.

Die passive Zinkschicht wird von freier Kohlensäure angegriffen und bei einem pH-Wert kleiner als 6,5 oder größer als 9,0 kommt es zu einem dieser Schutzschicht verstärkt abgetragen. In Warmwasserleitungen von über 60°C wird die halbleitende Eigenschaften der Zink-Oxid-Schicht leitend und führt zu Korrosionsprozessen am Stahl. Deswegen dürfen verzinkte Stahlrohre nicht in Warmwasser- und Zirkulationsleitungen verwendet werden. Unabhängig von einer verträglichen Wasserbeschaffenheit ist die ursprüngliche, schützende Deckschicht nach ca. 25 – 30 Jahren weitgehend abgebaut und führt durch den im Wasser enthaltene Sauerstoff zu einer schnellen Korrosion.

Ein weiterer Nachteil ist, dass in Trinkwasserleitungssystemen aus verzinktem Stahlrohr immer eine erhöhte Schwermetallkonzentration (Eisen, Cadmium, Blei) vorhanden ist. Es vor allem Blei und hier wird der seit dem 1. Dezember 2013 gültige Grenzwert von 0,01 mg/l meistens überschritten. Diese erhöhten Bleiwerte ergeben sich , weil den verzinkten Stahlleitungen Blei zulegiert ist, der sich bei dem Korrosionsprozess aus dem Werkstoff löst und in das Trinkwasser gelangt. Auch die Verzinkungsschicht ist mit Blei und Cadmium verunreinigt.

Verzinkte Stahlrohre werden mit Fittings verarbeitet. Zum Korrosionsschutz werden die Temperguss-Fittings verzinkt. Wobei entweder die Schmelztauchverzinkung oder die galvanische Verzinkung angewendet wird. Das Schmelztauchverfahren wird bevorzugt verwendet, weil sich dabei eine gute Oberflächenlegierung mit einer gleichmässige Schichtdicken (mindestens 500 g/m2 bzw. 70 µm) ergibt. Bei der galvanischen Verzinkung bildet sich nur eine Deckschicht (maximal 25 µm) und keine Legierungsbildung mit dem Werkstoff, was in der Praxis zum Abplatzen bei Ausdehnungsvorgängen führen kann. Deswegen sollten verzinkte Fittings und verzinkte Rohre nicht in Heizungs-, Solar- und Warmwasserleitungen eingebaut werden.

Phosphatierung

Wenn verzinkte Stahlrohre in der Trinkwasserinstallation aufgrund von rostigem Wasser nicht oder noch nicht saniert werden sollen, dann kann man eine Innenbeschichtung u. a. durch eine schichtbildende Phosphatierung (Zink-Phosphatierung) herstellen. Eine zentrale Phosphatdosierung kann eingesetzt werden, wenn Korrosionsschäden an Leitungen in überdurchschnittlichem Maß auftreten.

Dieses Verfahren wird bei Stahl, verzinktem oder cadmiertem Stahl und Aluminium eingesetzt. Es dient dem Korrosionsschutz, der Haftvermittlung, der Reib- und Verschleissminderung und der elektrischen Isolation. Man unterscheidet schichtbildende (Zink, Mangan) und nichtschichtbildende (Eisen) Phosphatierungen (Bondern, Parkerisieren). Die Phosphatschicht haftet sehr gut auf dem Untergrund und erlaubt eine gute Verankerung nachfolgender Beschichtungen. Zusätzlich erschwert sie die Unterrostung an schadhaften Stellen der Beschichtung.

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