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Geniax - Dezentrales Pumpensystem

Autoren
OldBo
18.02.2018
Die dezentrale Geniax Pumpe (Hocheffizienzpumpe) ist ein Bestandteil des Dezentralen Pumpensystems "Wilo-Geniax". Hier übernehmen anstelle einer zentralen Umwälzpumpe kleine Miniaturpumpen, die jeweils an Heizkörpern bzw. Heizkreisen angebracht sind, die Verteilung des Heiz- oder Kühlwassers. Die Pumpen werden über eine zentrale Regelung (Server ) gesteuert.
Bauteile des dezentralen Pumpensystems
 Bauteile des dezentralen Pumpensystems
Quelle: WILO SE
Dezentrales Heizungssystem
 Dezentrales Heizungssystem
Quelle: WILO SE
Geniax Pumpe
 Geniax Pumpe
Quelle: WILO SE
Die dezentrale Geniax Pumpe (Hocheffizienzpumpe) ist ein Bestandteil des Dezentralen Pumpensystems "Wilo-Geniax". Hier übernehmen anstelle einer zentralen Umwälzpumpe kleine Miniaturpumpen, die jeweils an Heizkörpern bzw. Heizkreisen angebracht sind, die Verteilung des Heiz- oder Kühlwassers. Die Pumpen werden über eine zentrale Regelung (Server ) gesteuert.

Das System besteht aus drei Systemgruppen

• Systemgruppe Pumpe [Wilo-Geniax Pumpe, Pumpenelektronik, Pumpenadapter]
Die Hocheffizienzpumpe versorgt Heizkörper bzw. Heizflächen mit zusätzlicher Förderleistung. Dadurch wird der Zustand der Unterversorgung behoben (mindestens aber reduziert) oder sie dient zur Volumenstromregelung. Die Pumpe wird mit einem passenden Pumpenadapter vorzugsweise im Rücklauf des Heizkörpers bzw. der Heizfläche angeordnet, weil sich dort im allgemeinen keine Lufteinschlüsse befinden. Ein im Vorlauf des Heizkörpers vorhandendes Thermostatventil kann wahlweise demontiert werden oder dort verbleiben. Wird das Thermostatventil nicht demomontiert, dann muss das Ventil voll geöffnet sein. Wenn das Thermostatventil einen zu hohen Druckverlust (Heizkörper wird nicht genügend erwärmt) hat, dann muss es ausgebaut werden. Über ein vorkonfektioniertes Kabel mit Steckeranschluss wird die Pumpe mit der extern installierten Elektronikbox bzw. Pumpenelektronik verbunden

• Systemgruppe Management [Geniax Server, Geniax-Buskoppler, Netzteil]
Der Geniax-Server ist die zentrale Steuereinheit des Geniax-Systems. Es können 128 Geniax-Komponenten wie Bediengeräte, Sensoren und Pumpen geregelt werden. Sind mehr als 128 Geniax-Komponenten erforderlich, sind modulare Erweiterungen des Systems möglich. Im Server werden alle Informationen gesammelt. Er errechnet daraus die Steuersignale sowohl für die einzelnen Pumpen als auch für den Wärmeerzeuger und die Motorventile. Zu Diagnosezwecken werden sämtliche Daten gespeichert. Zur Inbetriebnahme wird hier die Gesamtkonfiguration des Systems, die Projektierung, über eine SD-Karte eingegeben, die zuvor mit der Konfigurationssoftware erstellt wird. Im Betrieb können von hier aus Sonderfunktionen aktiviert werden (z. B. Für Servicearbeiten).
Der Buskoppler dient zur Verzweigung des Geniax-Bus-Systems. Er trennt die einzelnen Bereiche galvanisch und verstärkt das Bussignal.
Das Netzteil dient der Spannungsversorgung für das Geniax-System. Über den Wilo-Geniax-BUS wird neben der Daten- und Signalübertragung auch die Stromversorgung der Pumpen und sonstigen Stelleinrichtungen gewährleistet. Je nach Anzahl der verwendeten Geräte und Busteilnehmer kann der erforderliche Leistungsbedarf variieren. Bei größerem Leistungsbedarf werden mehrere Netzteile in Kombination mit Buskopplern eingesetzt (Verstärker).
Das BACnet-Modul ist die Schnittstelle zu Gebäudeautomationsnetzen bzw. Gebäudemanagementstationen nach dem BACnet-Standard (international genormter, firmenneutraler Standard für die Datenkommunikation in Systemen der Gebäudeautomation – ISO 16484-5). Es tauscht über Ethernet-Schnittstellen laufend Daten zwischen einem oder mehreren (max. 4) Geniax-Servern und einer BACnet-Gebäudeautomation aus. Dies ermöglicht, das Geniax-System mit vorhandenen Bus-Systemen (z. B. KNX) zu koppeln und bereits vorhandene Datentelegramme zu nutzen. Für den Einsatz eines BACnet-Moduls ist eine gesonderte Planung und Beauftragung einer anlagenspezifischen Schnittstellen- und Inbetriebnahmekonfiguration erforderlich.
Das Wilo-Geniax-KNX-Modul bildet das Bindeglied zwischen einem Geniax- und einem KNX-System. Aufgabe des Moduls ist es, empfangene Telegramme aus beiden Richtungen in die jeweils andere Protokollstruktur zu übersetzen und zu senden. Der Einsatz eines Geniax-KNX-Moduls ermöglicht die Einbindung von KNX-Temperatursensoren und Bediengeräten in ein Geniax-System. Informationen über Ist- und Soll-Temperatur werden von den KNX-Geräten an das Geniax-System übergeben. Umgekehrt können Informationen aus dem Geniax-System, wie z. B. die Außentemperatur, im KNX-System zur Anzeige gebracht werden. Einstellungen seitens des Endnutzers sind am Geniax-KNX- Modul nicht vorgesehen. Die vorhandenen Anzeige- und Bedienelemente sind ausschließlich für den Inbetriebnahme-Prozess durch den Fachhandwerker vorgesehen

 • Systemgruppe Bedienung/Software [Raumbediengerät, Zentralbediengerät, Software zur Bedienung des Geniax-Systems über einen PC]
An den Geniax-Zentral- und -Raumbediengeräten stellt der Nutzer mit einem übersichtlichen Menü die gewünschten Funktionen und Zeitprogramme ein und kann aktuelle Zustände ablesen. In den Bediengeräten befindet sich auch der Sensor zur Raumtemperaturmessung. Deshalb sollten diese nicht in Fenster- oder Heizkörpernähe installiert werden, um fremde Temperatureinflüsse durch Sonne, Leuchten,TV-Geräte etc. zu vermeiden. Empfohlen wird die Installation an Innenwänden, um zusätzlich auch eine gute Zugänglichkeit und Bedienung zu gewährleisten (z. B. im Bereich der Innentüren). Um den Anforderungen verschiedener Gebäudetypen und Raum-Nutzungsgewohnheiten Rechnung zu tragen, kann zwischen unterschiedlichen Bediengeräten oder auch einem Temperatur sensor gewählt werden.
Bei Einsatz von Raumtemperatursensoren ist keine Bedienung oder Funktionsabfrage in den Räumen möglich. Um Zeitprogramme einzustellen oder auch Temperaturvorgaben und Sollwerte zu ändern, muss für diese Raumgruppe mindestens ein Zentralbediengerät eingesetzt werden.
Ebenso ist es möglich, eine Wilo-Geniax-Bediensoftware bequem von einem PC aus zu nutzen, um Zeitprofile und Temperatur-Sollwerte einzustellen. In der Regel wird diese Anwendung sinnvoll in Schulen oder Betrieben zum Einsatz gebracht. Eine Kopplung zu bereits vorhandenen Raum bediengeräten oder Raumtemperatursensoren, die auf einem Datenbus-System beruhen, können unter Umständen auch für das Geniax-System genutzt werden. Hierzu sind Datenbus-Schnittstellen für die Kopplung verschiedener Bus-Systeme einzusetzen.

Das Geniax-System kann in Neubauten (Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude, Nichtwohngebäude [z. B. Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, Krankenhäuser, Schwimmbäder] und in Altbauten im Rahmen einer Komplettsanierung zur Nachrüstung (Zusatzpumpe - Heatfixx Geniax Pumpe) eingesetzt werden.

Automatischer hydraulischer Abgleich
Dezentrale Pumpensystem Wilo-Geniax
 Dezentrale Pumpensystem Wilo-Geniax
Quelle: WILO SE

Bei dem Dezentralen Pumpensystem Wilo-Geniax ist systembedingt kein hydraulischer Abgleich erforderlich. Im Gegensatz zur konventionellen Anlage mit Thermostatventilen, in welcher an jedem Heizkörper die entsprechende Voreinstellung am Ventil vorgenommen werden muss, entfällt dieser Aufwand bei diesem Pumpensystem. Ein im Vorlauf des Heizkörpers vorhandendes Thermostatventil kann wahlweise demontiert werden oder dort verbleiben. Wird das Thermostatventil nicht demomontiert, dann muss das Ventil voll geöffnet sein. Wenn das Thermostatventil einen zu hohen Druckverlust (Heizkörper wird nicht genügend erwärmt) hat, dann muss es ausgebaut werden.

Durch den zentralen Server, auf dem sämtliche Betriebsdaten der Anlage gesammelt werden, wird der automatische hydraulische Abgleich möglich. Dieser erfolgt bereits bei der Konfiguration des Geniax-Systems. Es wird stets ein hydraulisch ideales System realsiert, in dem jede Heizfläche (Heizkörper, Fußboden-, Wandflächen- und Deckenheizung bzw. Kühlung) präzise mit dem benötigten Volumenstrom (entsprechend der Raumheizlast) versorgt wird.

Quellen
WILO SE
Weitere Funktionen
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