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Systemtrennung - Löschwasser - Feuerwehr

Autoren
OldBo
21.12.2021
Das Löschwasser der Feuerwehr wird in den meisten Fällen aus dem Rohrnetz der Trinkwasserversorgung entnommen. Bei der Entnahme darf der Druck im Rohrnetz nicht zu weit abfallen, die Fließverhältnisse nicht zu stark schwanken und eine hygienische Beeinträchtigung durch Rückfließen nicht entstehen.
Absicherung
 Absicherung
Quelle: AWG Fittings GmbH

Das Löschwasser der Feuerwehr wird in den meisten Fällen aus dem Rohrnetz der Trinkwasserversorgung entnommen. Bei der Entnahme darf der Druck im Rohrnetz nicht zu weit abfallen, die Fließverhältnisse nicht zu stark schwanken und eine hygienische Beeinträchtigung durch Rückfließen nicht entstehen.

Bei jedem Löscheinsatz besteht ein Risiko für Trinkwasser und Leitungssysteme. Es kann zu gefährlichen Verunreinigungen und Schäden kommen. Wenn z. B. die Feuerlöschkreiselpumpe und Wasserversorgungsnetz mit unterschiedlicher Leistung arbeiten, kann sich beim schnellen, schlagartigen Schließen kurzfristig ein Überdruck (Wasserschlag) in der Schlauchleitung aufbauen, der sich dann durch das Zurückdrücken von Löschwasser in das Leitungsnetz entspannt. Die Gefahr des Zurückdrückens besteht auch bei gleichzeitiger Versorgung eines Löschfahrzeuges aus dem Trinkwasserleitungsnetz und Löschwasser aus einem weiteren Löschfahrzeug. Übersteigt hier die Leistung der Feuerlöschkreiselpumpe des einspeisenden Löschfahrzeuges die des Leitungsnetzes, kann Löschwasser aus diesem Versorgungsstrang über ein Sammelstück mit Pendelklappe in das Leitungsnetz zurückgedrückt werden.

AWG Trinkwasserschutz- System
Systemtrenner B-FW am Standrohr
 Systemtrenner B-FW am Standrohr
Quelle: AWG Fittings GmbH
Systemtrenner B-FW
 Systemtrenner B-FW
Quelle: AWG Fittings GmbH

Mit dem AWG Systemtrenner B-FW wird die DIN-Norm 14346 hundertprozentig ohne weiteres Zubehör eingehalten. Der Systemtrenner schließt vollautomatisch, sobald er einen Druckunterschied erkennt. Dadurch wird verhindert, dass Löschwasser in das Leitungsnetz gedrückt oder gesaugt und das Trinkwasser verunreinigt wird. Selbst bei geringem Druck am Standrohr funktioniert der Systemtrenner einwandfrei.Für eine Druckentlastung sorgt ein Auslassventil im Gehäuse des Systemtrenners, welches das Wasser im 90°-Winkel zum angekuppelten Schlauch ausleitet.

Der Systemtrenner kann ohne Kupplungsschlüssel einfach in Durchflussrichtung an den Ausgang des Standrohres angekoppelt werden. Die drehbare blaue Kupplung am Eingang des Systemtrenners hilft, die richtige Seite mit einem Blick zu erkennen. Zusätzlich markieren Pfeile auf dem Systemtrenner die Durchflussrichtung des Wassers.

Trotzdem der guten Absicherung, wird empfohlen, den AWG Systemtrenner B-FW mit dem AWG Trinkwasserschutz- System zu kombinieren. Erst dann wird zusätzlich vor dem hohen Risiko von Leitungsschäden durch Unterdruck geschützt, die in der neuen DIN-Norm 14346 nicht berücksichtigt sind.

AWG–Rückflussverhinderer
Rückflußverhinderer EB undRohrbelüfter DA
 Rückflußverhinderer EB undRohrbelüfter DA
Quelle: AWG Fittings GmbH

Die Sicherungskombination, bestehend aus einem Rückflußverhinderer EB und Rohrbelüfter DA (gemäß DIN EN 1717), werden zum Schutz der Trinkwasserhygiene und Beschädigung der Trinkwasserleitungen bei Feuerwehreinsätzen eingesetzt. Solche Sicherheitseinrichtungen sind bis zur Flüssigkeitskategorie 2 zu verwenden. Die Armatur wird zur Absicherung von Standrohren oder Hydranten gegen Rückdrücken von Löschwasser in das Trinkwasserleitungsnetz, sowie Vermeidung von Leitungsunterdruck eingesetzt.

Eine große Rückschlagklappe im AWG–Rückflussverhinderer, die durch eine Feder vorgespannt ist, sorgt dafür, dass Löschwasser nicht wieder in das Trinkwassernetz gedrückt wird. Sie schließt selbstätig wenn ein Druckstoß (Wasserschlag) ankommt. Die Rückschlagklappe hat sehr wenig Druckverlust: Bei 2500 l/min nur 1 bar Die drei Belüfter arbeiten vollautomatisch. Bereits beim kleinsten Unterdruck im Löschwasserleitungsnetz strömt Luft von außen ein und verhindert einen Unterdruck in der Löschwasserleitung. Dadurch wird die Trinkwasserleitung vor Verunreinigungen und Schäden geschützt. Ist nach dem Einsatz ein Restüberdruck in der Leitung, kann dieser mit Hilfe des Druckentspannungsventils beseitigt und die Armatur abgekuppelt werden.

Quellen
AWG Fittings GmbH
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