Bei einer unvollständigen Verbrennung (Sauerstoffmangel) von Brennstoffen, kann besonders bei Gas- und Holzheizungen Kohlenstoffmonoxid (CO - Kohlenstoffmonoxid) entstehen. Aber es wird auch durch vulkanische Aktivitäten, Wald- und Buschbränden in die Atmosphäre freigesetzt. Es baut sich im Gegensatz zum Kohlendioxid innerhalb von 1 bis 3 Monaten wieder ab.
Kohlenstoffmonoxid (CO - Kohlenstoffmonoxid) ist nicht nur ein Klimagas sondern auch ein Gas mit höchst tückischen Eigenschaften, das sehr schnell zu verheerenden Konsequenzen führen kann, wenn es von Bewohnern eines Hauses oder einer Wohnung nicht bemerkt wird,. CO ist farblos, geruchlos, geschmacklos und führt zu Vergiftungen. Schon in kleinster Konzentration kann das Gas für den Menschen tödlich sein, wenn er unbemerkt in den Organismus eintritt. In Häusern und Wohnungen mit Kamin, Kaminofen, Gasherd und/oder raumluftabhängigen und raumluftunabhängige Wärmererzeuger (Gastherme, Öl, Holz- oder Pelletkessel) sollte ein CO-Melder vorgeschrieben werden, genauso, wie Rauchmelder heute in den meisten Wohnungen vorgeschrieben sind.
Da Kohlenstoffmonoxid nicht bemerkt wird, müssen Einsatzkräfte (Feuerwehr, Polizei, DRK, ASB) und Wartungspersonal (Kundendienstler) in gefährdeten Bereichen einen mobilen CO-Warner am Körper tragen. Die meisten Eingasmessgeräte sind für die personenbezogene Messung von Kohlenstoffmonoxid (CO), Schwefelwasserstoff (H2S), Schwefeldioxid (SO2) oder Sauerstoff (O2) am Einsatzort bzw. Arbeitsplatz geeignet.
Auch sollte man bedenken, dass von Wärmeerzeugern, die an einem Luft-Abgas-System (raumluftunabhängig) angeschlossen sind und/oder bei denen ein Kondensatsiphon (Brennwerttechnik) vorhanden ist, die Gefahr besteht, dass Abgase in den Raum austreten können.
Atmet der Mensch eine erhöhte Kohlenmonoxidkonzentration ein, bindet sich das CO direkt an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) und blockiert damit die Aufnahme von Sauerstoff im Blut. Infolgedessen kommt es schnell zu einem Sauerstoffmangel und den damit verbundenen Gesundheitsgefährdungen.
Schon geringe Mengen eingeatmeten Kohlenmonoxids führen zu irreversiblen Herz- und Hirnschäden, größere Mengen zum Tod. Die folgende Tabelle beschreibt die Wirkung von Kohlenmonoxid auf den menschlichen Körper in Abhängigkeit zur Konzentration vom Atemgift in der Luft.
| Kohlenstoffmonoxidwert* | Mögliche Vergiftungserscheinungen |
| 30 ppm - 0,003 % | MAK-Wert in Deutschland (max. zulässige Arbeitsplatzkonzentration) |
| 35 ppm - 0,0035 % | Kopfschmerzen und Schwindel innerhalb von 6 bis 8 Stunden |
| 200 ppm - 0,02 % | Geringe Kopfschmerzen, Ermüdung, Schwindel, Übelkeit nach 2 bis 3 Stunden, Verlust des Urteilsvermögens. |
| 400 ppm - 0,04 % | Kopfschmerzen in der Stirn innerhalb von 1 bis 2 Stunden, lebensbedrohlich nach 3 Stunden. |
| 800 ppm - 0,08 % | Schwindel, Übelkeit und Schüttelkrämpfe innerhalb von 45 Minuten, Bewusstlosigkeit innerhalb von 2 Stunden. |
| 1.600 ppm - 0,16 % | Kopfschmerzen, erhöhte Herzfrequenz, Schwindel und Übelkeit innerhalb von 20 min, Bewusstlosigkeit innerhalb von 2 Stunden, Tod in weniger als 2 Stunden. |
| 3.200 ppm - 0,32 % | Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit innerhalb von 5 bis 10 Minuten. Tod innerhalb von 25 bis 30 Minuten. |
| 6400 ppm - 0,64 % | Schwindel und Kopfschmerzen in 1 bis 2 Minuten. Krampfanfälle, Atemstillstand und Tod in weniger als 20 Minuten. |
| 12800 ppm - 1,28 % | Bewusstlosigkeit nach 2 bis 3 Atemzügen. Tod in weniger als 3 Minuten. |
* Kohlenstoffmonoxidkonzentration in der Luft in ppm (parts per million)
Quelle: in Anlehnung an OSHA (Occupational Safety and Health Administration) |
In Häusern und Wohnungen mit Kamin, Kaminofen, Gasherd und/oder raumluftabhängigen Wärmererzeuger (Gastherme, Öl, Holz- oder Pelletkessel) sollte ein CO-Melder vorgeschrieben werden, So, wie Rauchmelder heute in den meisten Wohnungen vorgeschrieben sind.