Für Häuser (z. B.
Passivhaus, Minihaus) oder kleine Wohnungen mit geringen Heizlasten
sind die meisten Öl-Kessel zu groß. Hier bieten sich
Diesel-Standheizungen an, wie sie in Wohnwagen oder Wohnmobilen eingebaut werden. Ein wenig
modifiziert könnten diese Geräte eine
Alternative zu den gängigen
Wärmeerzeugern in ein
Wasserheizungs- oder Lüftungssystem integriert werden.
Eine
Dosierpumpe leitet beim Einschalten der Heizung den Kraftstoff aus dem Heizöltank in das Heizgerät. Dort wird das Heizöl mit einem
Glühstift automatisch entzündet. In der Brennkammer entzündet sich eine Flamme, die den
Wärmetauscher erhitzt. Das Gerät saugt dabei
Luft von außen für die
Verbrennung an und leitet das verbrannte
Abgas wieder nach außen ab. Während des Heizbetriebes saugt das integrierte
Heizluftgebläse die zu erwärmende
Luft durch die Eintrittsöffnung an und drückt sie durch das Gerät. Beim Überstreichen des heißen Wärmeübertragers heizt sich die
Luft auf und wird durch die Austrittsöffnung aus dem Gerät hinausgeblasen.
Die angeschlossenen
Luftschläuche verteilen die
Luft gleichmäßig in die Innenräume. Durch die geräteinterne Trennung des
Verbrennungskreislaufes vom Heizkreislauf kommt es dabei zu keinerlei Beeinträchtigung der Heizluftqualität. Ein
Temperaturfühler misst laufend die Innenraumtemperatur und passt die
Heizleistung und damit die geförderte
Luftmenge automatisch dem
Wärmebedarf an. Auf diese Weise wird die eingestellte Solltemperatur schnell erreicht und dann konstant gehalten. Nach dem Ausschalten wird die
Verbrennung kontrolliert beendet. Dabei geht das Gerät noch in einen kurzen Nachlauf, um sich abzukühlen. Danach ist es sofort wieder für einen Neustart einsatzbereit. quelle: Webasto
Ein wenig
modifiziert könnte dieses Gerät eine
Alternative zu den gängigen
Wärmeerzeuger in die
kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) integriert werden.
Die integrierten Luft- und Wasserheizgeräte von Webasto dienen zum Heizen und zur Bereitstellung von Warmwasser in Reisemobilen und ähnlichen Fahrzeugen. Die Heizgeräte arbeiten unabhängig vom Fahrzeugmotor und werden jeweils an den Brennstoffbehälter und an die Servicebatterie des Fahrzeugs angeschlossen.
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Das
Heizgerät für das „
Wasserheizungssystem“ arbeitet mit
Kühlmittel und erwärmt einen
Kühlmittelkreislauf (z. B. den Kühlmittelkreislauf eines Motors). Diese Heizgeräte erhitzen also nicht direkt das
Wasser.
Mit dem Start des Heizgerätes leitet die
Dosierpumpe Kraftstoff aus dem Fahrzeugtank in das Heizgerät. Dort wird der Kraftstoff mit einem
Glühstift automatisch entzündet. Kommt es nicht gleich zu einer
Verbrennung, wiederholt das Gerät automatisch den Startvorgang. In der Brennkammer entzündet sich eine Flamme, die den
Wärmeübertrager von innen erhitzt. Das Gerät saugt dabei
Luft von außen für die
Verbrennung an und leitet das verbrannte
Abgas wieder nach außen ab. Während des Heizbetriebes befördert die geräteeigene
Umwälzpumpe das zu erhitzende
Wasser-Glykol-Gemisch durch das Gerät. Es überströmt den heißen
Wärmeübertrager und heizt sich dabei auf. Im angeschlossenen
Wasserkreislauf geben
Wärmetauscher dann die
Energie an den Innenraum bzw. den Motor ab. Ist der Innenraum bzw. der Motor erwärmt, sinkt der Wärmebedarf, und die
Wassertemperatur steigt weiter an. Bei einer voreingestellten
Temperaturschwelle reduziert das Heizgerät in diesem Moment die Leistung bzw. geht in den Standby-Betrieb. Der Heizvorgang setzt dann automatisch wieder ein, wenn die
Wassertemperatur unter einen bestimmten Wert sinkt. Das Gerät passt somit seine
Heizleistung automatisch dem
Wärmebedarf an. Nach dem Ausschalten wird die
Verbrennung kontrolliert beendet. Dabei geht das Gerät noch in einen kurzen Nachlauf, um sich abzukühlen. Danach ist es sofort wieder für einen Neustart einsatzbereit. quelle: Webasto
In den Camperkreisen wird heftig über den Austausch von Marken-Standheizungen oder der Nachrüstung von "Billig"-Standheizungen (auch "China Diesel Standheizung" genannt) diskutiert. Diese Geräte sind 50 bis 85 % "billiger" gegenüber den angebotenen bzw. eingebauten Standheizungen.
Die Standheizung arbeitet unabhängig vom Fahrzeugmotor. Der eingebaute Ventilator der Heizungen saugt Luft durch die Lufteinlassöffnung an. Die von der Heizung erwärmte Luft wird über Auslasskanäle zu den Kabinen und den gewünschten Räumen geleitet.
Die Kraftstoffversorgung erfolgt über eine separate Kraftstoffpumpe aus dem Kraftstofftank des Fahrzeugs oder Schiffes oder aus einem zusätzlichen Kraftstofftank.
Das Heizgerät kann durch die Fahrzeugbatterie oder eine separate Batterie betrieben werden. Die Temperatur in den Räumen kann über einen Temperatursensor und ein Bedienfeld, das die Heizparameter einstellt, geregelt werden. Wenn ein Temperatursensor vorhanden ist (entweder im Bedienfeld eingebaut oder zusätzlich installiert), vergleicht das Heizgerät ständig die Ist-Temperatur mit der Soll- Temperatur und passt die Heizleistung automatisch an den Wärmebedarf an.
Bei der Nach- bzw. Umrüstung einer anderen Heizungsmarke müssen einige Punkte überprüft werden.
• Der Durchmesser des Auspuffrohres muss zum Gerät passen bzw. angepasst werden.
• Alle alten Kraftstoffleitungen und Kraftstoffpumpen müssen vollständig entfernt und mit dem des neuen Gerätes installiert werden.
• Alle alten Kabel, elektrischen Anschlüsse, und Regelgeräte müssen entfernt und mit denneuen Komponenten des Herstellers installiert werden.
• Die Durchmesser der Luftleitungen müssen nach den Vorgaben des neuen Gerätes angepasst werden.
Die Installation des Heizgerätes und seiner Komponenten muss von spezialisierten Unternehmen, von dem Hersteller zugelassenen sind, durchgeführt werden. Die Installation des Heizgerätes darf nur von zertifizierten Fachleuten gemäß der Montageanleitung durchgeführt werden.