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OldBo
20.02.2015
Eine fachgerechte Montage ist die Grundlage für eine dichte RLT-Anlage (raumlufttechnische Anlage), bei der die für die jeweiligen Räume ausgelegten Luftmengen auch wirklich ankommen. Die Luftdichtigkeit der Luftleitungssysteme bzw. Kanalsysteme und die Verbindungen an Bauteilen ist nicht nur aufgrund der Leckluftverluste sondern auch hinsichtlich der Energieeinsparung von Bedeutung.
Auswirkungen von Leckagen in RLT-Anlagen
 Auswirkungen von Leckagen in RLT-Anlagen
Quelle: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Luft, Lindab GmbH
Klassifizierungen nach DIN EN 13779 (identisch mit DIN EN 12237 und DIN EN 1507), EUROVENT 2/2, DIN 24194 Teil 2
 Klassifizierungen nach DIN EN 13779 (identisch mit DIN EN 12237 und DIN EN 1507), EUROVENT 2/2, DIN 24194 Teil 2
Quelle: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Luft, Lindab GmbH
Verbindungstechnik - Safe® Click<br />
 Verbindungstechnik - Safe® Click
Quelle: Lindab GmbH
SAFE-Lippendichtung im Vergleich zu Kaltschweißband<br />Eine „getapte“ Verbindung gegenüber einem hochwertigen Lippendichtsystem bei 250 Pa eine um ca. 400 l/h höhere Leckluftmenge pro Meter Dichtlänge
 SAFE-Lippendichtung im Vergleich zu Kaltschweißband
Eine „getapte“ Verbindung gegenüber einem hochwertigen Lippendichtsystem bei 250 Pa eine um ca. 400 l/h höhere Leckluftmenge pro Meter Dichtlänge
Quelle: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Luft, Lindab GmbH
Einfluss von Schraublöchern<br />Ein einziges, unverschlossenes Schraubenloch mit 3 mm Durchmesser verliert in der Stunde bei einem Druck von 250 Pa im Luftleitungssystem ca. 320 Liter Luft
 Einfluss von Schraublöchern
Ein einziges, unverschlossenes Schraubenloch mit 3 mm Durchmesser verliert in der Stunde bei einem Druck von 250 Pa im Luftleitungssystem ca. 320 Liter Luft
Quelle: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Luft, Lindab GmbH
Eine fachgerechte Montage ist die Grundlage für eine dichte RLT-Anlage (raumlufttechnische Anlage), bei der die für die jeweiligen Räume ausgelegten Luftmengen auch wirklich ankommen. Die Luftdichtigkeit der Luftleitungssysteme bzw. Kanalsysteme und die Verbindungen an Bauteilen ist nicht nur aufgrund der Leckluftverluste sondern auch hinsichtlich der Energieeinsparung von Bedeutung. Leckagen haben aber auch noch viele andere Auswirkungen (Geräusche, größere Anlagen-Dimensionierungen, unkontrollierter Luftein- und Austritt, Luftmengenabweichungen, Eindringen von Schmutzteilchen). In allen Fällen kommt es immer zu Mehrkosten, die notwendig werden, um eine fehlerhafte Montage auszugleichen.

Bei der Montage ist besonders auf luftdichte Luftleitungen bzw. Kanäle zu achten, da diese später nicht mehr zugänglich sind. Die Verbindungen an den Bauteilen können auch später noch nachgebessert werden. Also sollten schon bei der Planung und Auswahl der Leitungssysteme und Verbindungstechniken darauf geachtet werden, dass eine dichte Montage ohne größere Aufwendungen möglich ist.

Die Dichtheit einer Lüftungsanlage wird in verschiedenen Normen inform von Dichtheitsklassen (DIN EN 13779 [identisch mit DIN EN 12237 und DIN EN 1507], EUROVENT 2/2, DIN 24194 Teil 2) festgelegt. Die Dichtheit wird über eine Dichtheitsprüfung festgestellt.

Bei der Planung einer RLT-Anlage wird u. a. festgelegt, welches Leitungssystem die Anlage bekommen soll. Eckige Luftleitungen (längsgefalzte Kanäle) haben höhere Leckluftraten gegenüber runde Luftleitungen. Dadurch reduzieren sich bei runden Luftleitungen die Luftmengen und daraus resultieren kleinere Durchmesser. Außerdem haben runde Luftleitungen geringere Reibungsverluste. Die runden Luftleitungen werden schraubenlos verbunden. Hier haben sich Lippendichtsysteme bewährt, da sie gegenüber getapten Verbindungen (Klebe- oder Kaltschweißbänder) geringere Leckverluste haben.

Im Vergleich zu runden Luftleitungen haben eckige Luftleitungen schon aufgrund der größeren Oberfläche einen deutlichen Nachteil bei der Dichtigkeit. Der Unterschied erklärt sich über den hydraulischen Durchmesser (gleichwertiger Durchmesser), der für die Dimensionierung von eckigen Luftleitungen zugrunde zu legen ist. Die zulässige Leckage nach Norm ist über die Luftleitungsoberfläche definiert. Eine größere Oberfläche bedeutet also einen größeren Leckluftvolumenstrom absolut und der Ventilator muss mehr fördern und entsprechend größer dimensioniert sein. Demnach ist die Luftleitungsoberfläche für eine eckige Luftleitung bei einem Kanal-Kantenlängenverhältnis von 1:1 um 27 % größer, bei einem üblichen Kanal-Kantenlängenverhältnis von 1:2 bereits 43 %. Daraus ergibt sich für eine eckige Luftleitung ein um mindestens 27 % größerer Leckluftvolumenstrom. Quelle: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Luft, Lindab GmbH

Ein längsgefalzter Kanal verliert über den (maschinell gut ausgeführten) Längsfalz ca. 500 l/h bei 250 Pa pro Meter Falzlänge, wenn dieser keine zusätzliche Abdichtung hat. Ein schlecht ausgeführter, von Hand geschlossener Falz ohne Abdichtung erreicht ein Vielfaches dieses Wertes. Für eckige Luftleitungen sollten nur geeignete, geprüfte oder vom Hersteller empfohlene Dichtmaterialien eingesetzt werden, wobei auf eine planparallele Ausrichtung der Flanschebenen vor der Verschraubung zu achten ist. Bei größeren Kanälen müssen die Flanschverbindungen besonder versteift werden.

Das Abdichten von Leckagen in Luftkanalsystemen ist eine nachträgliche Abdichtung bereits installierter Luftkanalsysteme im Bestand und bei neu montierten Systemen von innen heraus möglich, dadurch werden Leckagen um durchschnittlich über 90 % reduziert. Diese europäische Produktneuheit wurde bereits in den USA erprobt und hat sich bewährt.
Durch den hohen Wirkungsgrad der nachträglichen Abdichtung mit "MEZ-AEROSEAL" ist das Erreichen oder eine deutliche Unterschreitung der Anforderungen an die Dichtheitsklasse D gemäß DIN EN 1507, DIN EN 12237, Eurovent oder DW 144 TM1 möglich. Auch Luftkanalsysteme von minderer Qualität erreichen mit diesem Abdichtungsverfahren eine beträchtliche Steigerung von Dichtigkeit und Effizienz.
Leckageverluste
Leckageverluste
 Leckageverluste
Quelle: Lindab GmbH
Stellt man sich vor, man würde die Luft in einem Eimer transportieren wie Wasser, kann man sich Leckagen besser verdeutlichen, wenn man überlegt wie oft ein undichter Eimer leer läuft bei dem Transport einer gewissen Menge bzw. innerhalb einer gewissen Zeit.

Wenn man dieses Vorstellungsmodell auf eine gängige Luftkanalgröße (1000 x 500 x 1500 mm = 750 l Volumen) mit 4,5 m2 Oberfläche bei 250 Pa Systemdruck übertragt stellt sich dies bildlich wie folgt dar.
Quellen
Lindab GmbH
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