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OldBo
15.02.2014
Additive (Heizölzusätze) sind Fließ-, Stabilitäts- und Verbrennungsverbesserer, die bestimmte produkt- bzw. anwendungsspezifische Eigenschaften verstärken.
Additive (Heizölzusätze) sind Fließ-, Stabilitäts- und Verbrennungsverbesserer, die bestimmte produkt- bzw. anwendungsspezifische Eigenschaften verstärken. In vielen Additivpaketen werden verschiedene Wirkstoffe miteinander kombiniert, wobei die Dosierung nach den Herstellerangaben vorzunehmen ist. Heizöl EL ist wegen der geforderten Kälteeigenschaften in der Regel bereits ab der Raffinerie additiviert. Über die Zugabe von Geruchsüberdeckern wird immer wieder gestritten.

Fließverbesserer bzw. Filtrierbarkeitsverbesserer werden dem Heizöl EL schon in der Raffinerie beigefügt. Die Zugabe zum Heizöl EL ist nur sinnvoll, bevor die Paraffinausscheidung eingesetzt hat. Diese Additive bestehen aus aschefreien Polymeren, die sich im Heizöl EL lösen und das Wachstum der Paraffinkristalle bei tiefen Temperaturen begrenzen. Dadurch bleibt das durch Paraffinkristalle eingetrübte Heizöl EL filtrierfähig. Diese Maßnahme ist dann besonders wichtig, wenn eine frostgeschützte Lagerung des Heizöls und die Frostfreiheit der Ölanlage nicht regelmäßig einzuhalten ist.
Der Grenzwert der Filtrierbarkeit (CFPP) in handelsüblichem Heizöl EL kann dadurch gegenüber dem von der Raffinerie eingestellten Wert abgesenkt werden. Der Beginn der Paraffinausscheidung (CP) wird durch Fließverbesserer nicht herabgesetzt.

Stabilitätsverbesserer werden eingesetzt, wenn das Öl Einflüssen (Tageslicht, Luftsauerstoff, Wärme und Buntmetallen ([Kupfer, Messing]) ausgesetzt ist, die den Alterungsprozess des gelagerten Öls beschleunigen. Eine natürliche Alterung ist ein zeitabhängiger Prozess und im Normalfall unkritisch.
Durch die Sanierung der Gebäude, die eine geringere Heizlast erfordern und durch moderne Brennersysteme wird weniger Heizöl verbraucht. Die Lagerzeiten in den vorhandenen Heizöllagerbehälter verlängern sich.  Wenn entstandene Alterungsprodukte vom Brenner angesaugt werden, kann es zu Störungen am Ölbrenner kommen.
Antioxidantien, verlangsamen die Alterung des Heizöls, die als Reaktion mit dem Luftsauerstoff bei der Lagerung auftreten können. Detergentien und Dispergatoren sind in der Lage, vorhandene Alterungsprodukte im Heizöl zu binden, und können so die Öllageranlage über lange Zeit frei von Ablagerungen halten.
Auch die thermische Stabilität von Heizöl EL kann durch spezielle Additive verbessert werden. Diese können notwendig werden, wenn durch die Betriebsweise des Ölbrenners einzelne Brennerbauteile Werkstofftemperaturen von bis zu 900 °C, besonders nach dem Abschalten des Brenners im Düsenstock im Bereich des Ölvorwärmers und der Öldüse, erreichen.

Verbrennungsverbesserer reagieren auf die im Heizöl EL löslichen organischen Eisenverbindungen mit der katalytischen Eigenschaft, unterbinden die Rußbildung im Ansatz bzw. senkt die Verbrennungstemperatur von bereits vorhandenem Ruß.
In Brennern mit Abgasrezirkulation (Blaubrennern) sind diese Additive nicht erforderlich, da diese Technologie eine permanent rußfreie Verbrennung ermöglicht. Gelbbrenner können mit zunehmender Betriebsdauer aus den unterschiedlichsten Gründen ihren eingestellten Betriebspunkt verändern. Hier können die Additive den üblichen Anstieg der Rußzahl und die Bildung von Rußbelägen im Kessel reduzieren.
Ein typisches Erscheinungsbild für eine mit Verbrennungsverbesserern betriebene Anlage sind leicht rotbraune, unschädliche Beläge auf den Wänden des Feuerraums, deren Menge äußerst gering ist. Die Menge der über metallhaltige Additive eingebrachten Aschebildner ist so gering, dass bei vorschriftsmäßiger Dosierung der nach DIN 51603-1 zulässige "Asche"-Wert nicht erreicht wird.
Metallhaltige Additive sind im Heizöl EL schwefelarm nicht zulässig.

Bei der Zugabe von Additiven sind folgende Dinge zu beachten:
• Bei der Verwendung und Dosierung von Additiven sind die Herstellerangaben zu beachten.
• Wenn die Ursache von Brennerstörungen in der Zugabe eines Additivs vermutet wird, ist die Kenntnis des Produktes unerlässlich. Nur so lässt sich die Frage nach einer möglichen Mitwirkung des Additivs an der Störung klären.
• Die nachträgliche Zugabe von Fließverbesserern kann bestehende Filterverstopfungen durch Paraffinausscheidungen nicht beheben.
• Eine Gelbfärbung des Filterpapiers bei der Rußzahlmessung bedeutet nicht zwangsläufig das Vorhandensein
von Ölderivaten im Abgas. Bleibt die Färbung nach Anwendung des Fließmittels (Azeton) erhalten, handelt es sich um Eisenoxide aus dem Einsatz von Verbrennungsverbesserern.
Quellen
IWO
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