Ein Bauherr sollte für jeden einzelnen Raum eine detaillierte Planung festlegen. In einem Raumbuch werden für jeden Raum alle Leistungen genau beschrieben, die die ausführenden Handwerker erbringen und gewährleisten sollen. Letztendlich beinhaltet das Raumbuch die Inhalte des Lastenheftes und Pflichtenheftes. Es ist die Grundlage für die Bauverträge und ersparen sich viel Ärger und kostenaufwendige Änderungen.
In einem Raumbuch werden sämtliche Details aufgeführt, wie der Raum im fertigen Zustand aussehen soll, wie die Nutzungs- bzw. Berechnungsbedingungen der technischen Einrichtungen (Heizung, Lüftung, Sanitärarmaturen) sein sollen und welche DIN-Normen angewendet werden sollen.
- Heizungs- und Lüftungstechnik (z. B. Wärmererzeuger, Heizflächen, Lüftungsart)
- Sanitäre Ausstattung (z. B. Waschtisch, Badewanne, Dusche, Armaturen)
- Barrierefreiheit (z. B. in Bad und Küche)
- Elektroinstallationen (ausreichend Steckdosen, Schalter, Telefon- und Fernsehanschluss)
- Fußböden (z. B. Fliesen, Teppichboden, Holzdielen, Parkett, Laminat)
- Decken und Wände (z. B. Tapete, Anstrich, Holz )
- Türen (z. B. Kunststoff, Holz. Glas)
- Fenster (z. B. Material, Verglasung, Öffnungsmöglichkeiten)
- Rollläden (mechanisch oder elektrisch)
- Schallschutz (z. B. Schallschutzklasse)
Vermeiden Sie unnötige und fehleranfällige Datensackgassen. Arbeiten Sie kollaborativ mit allen Projektbeteiligten und lassen Sie sich die Anforderungsaufnahme vom Digitalen Raumbuch vereinfachen.
Dies macht das Digitale Raumbuch anders
Mit seiner durchgehend digitalen und strukturierten Arbeitsweise schließt das Digitale Raumbuch des Fraunhofer IFF die Lücken klassischer Raumbücher und schafft ein zentrales, strukturiertes, BIM-fähiges Anforderungsmodell als verlässliche Basis für moderne Bauprojekte.
Kernfunktionen (Auswahl):
• Strukturierte Anforderungsaufnahme
- Erfassen von Funktionsbereichen, Flächen und Ausstattung in einer Oberfläche
- Frei definierbare Parameter
• Musterräume und -ausstattungen
- Wiederverwendbare Vorlagen für Flächen und Ausstattungen
- Übersichtliches Erstellen von Prüfsummen auf Basis von Stellen-, Flächen- oder Nutzeranforderungen – ideal für Forschungsgebäude und hochspezialisierte Bereiche
• Dashboards mit Kosten- und Flächenübersichten
- Cockpit mit Kennzahlen, Aufgaben, Meilensteinen und Variantenvergleichen
• BIM-Integration über IFC-Export
- Übergabe an Planungssoftware
• Kollaboration und Änderungsverfolgung
- Rollen- und Rechtemanagement, Kommentarfunktion, Änderungslog und zentrale Datenhaltung.
Quelle: Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung