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OldBo
06.07.2018
Kleine Rohrdurchmesser können auch ohne Sandfüllung gebogen werden. Diese Art des Biegens bedarf aber viel Erfahrung, damit der Rohrquerschnitt nicht flach wird. Deswegen ist eine Sandfüllung zwar ein wenig aufwendiger, aber man ist dann auf der "sicheren" Seite.
Herstellen eines 90°- und 180°-Bogens
 Herstellen eines 90°- und 180°-Bogens
Quelle: Bosy
Herstellen eines Faltenbogens
 Herstellen eines Faltenbogens
Quelle: Bosy
Kleine Rohrdurchmesser können auch ohne Sandfüllung gebogen werden. Diese Art des Biegens bedarf aber viel Erfahrung, damit der Rohrquerschnitt nicht flach wird. Deswegen ist eine Sandfüllung zwar ein wenig aufwendiger, aber man ist dann auf der "sicheren" Seite und kann ohne Probleme mehrere Richtungsänderungen in einer Rohrlänge herstellen.

Der Faltenbogen wurde (wird) hauptsächlich für Dehnungsbogen (L-, U- oder Omega-Bogen) eingesetzt. Der Bogen wird ohne Sandfüllung hergestellt. Bei dieser Biegetechnik wird die Rohrwandung an der Bogenaußenseite nicht gestreckt und behält die volle Wandstärke. Nachteilig wirken sich die Falten für den Zeta-Wert aus, denn sie ergeben einen höheren Widerstand aufgrund der verwirbelten Flüssigkeit.
Rohr mit Sand füllen
Rohr mit Sand füllen
Damit das Rohr beim Biegen nicht seinen kreisrunden Querschnitt verliert, füllt man es vor dem Erwärmen mit Sand. Hierzu nimmt man einen nicht zu feinen, trockenen Fluss- oder Quarzsand. "Normaler" Sand eignet sich nicht, weil er an der Rohrwandung festbrennt und sich schwer entfernen läßt. Wichtig ist, dass der Sand trocken ist, damit sich gut verdichten läßt und sich beim Erwärmen kein Wasserdampf bildet.
Ein Rohrende wird mit einem Papierpfropfen verschlossen. Ein Holzstopfen würde beim Einspannen in den Schraubstock störend sein. Auch sollte diese Seite an der Naht mit Speckkreide markiert werden, damit die Naht beim Einspannen beachtet wird und die verdichtete Seite erkennbar ist. Der Sand wird eingefüllt und mit einem Rütteleisen (Pumpenzange geht auch) verdichtet bis der Sand nicht mehr absackt. Beim Einfüllen sollte man darauf achten, dass der Sand sauber ist und keine Fremdstoffe im Sandbehälter sind. Danach wird das obere Ende auch mit einem Papierpfropfen verschlossen.

Wenn der erste Bogen dicht am Rohrgewinde des unteren Rohrendes gebogen werden soll, dann wird auf das Gewinde ein Biegestück als Verlängerung aufgeschraubt. Dabei sollte man ein wenig Fermit auf das Außengewinde aufgetragen, damit die Muffe nicht festbrennt. Das Biegestück wird auch mit Sand gefüllt.

Biegen ohne Sandfüllung

Biegen ohne Sandfüllung
Kleine Rohrdurchmesser können auch ohne Sandfüllung gebogen werden. Diese Art des Biegens bedarf aber viel Erfahrung, damit der Rohrquerschnitt nicht flach wird. Deswegen ist eine Sandfüllung zwar ein wenig aufwendiger, aber man ist dann auf der "sicheren" Seite. Was besonders in Zwischen- und Gesellenprüfungen zu empfehlen ist.

Das Rohr kann nach dem Erwärmen im Schraubstock oder mit einem Feilkloben in Form gehalten werden.

Das angewärmte Rohr wird zuerst ca. 30° auf beiden Seiten angebogen und wobei das Rohr jeweils umgespannt werden muss. Danach spannt man den Bogen in den Schraubstock ein und biegt beide Seiten gleichmäßig zum fertigen Bogen. Diese Bogen lassen sich natürlich nur mit kurzen Rohrstücken biegen.

Bei längeren Rohrstücken und wenn mehrere Bogen in einem Stück hergestellt werden sollen, die man nicht im Schraubstock biegen kann, läßt man das Rohr eingespannt und presst mit einem Feilkloben die Bogenmitte auf die Größe des Außendurch- messers des Rohres zusammen. Nun wird mit Zug und Gegendruck der Bogen fertiggebogen und ausgerichtet.

hydraulischen Rohrbiegemaschine
Hydraulische Rohrbiegemaschine
 Hydraulische Rohrbiegemaschine
Quelle: Bosy

Natürlich kann man größere Rohre mit großen Biegeradien auch mit einer hydraulischen Rohrbiegemaschine biegen. Hier sind die Arbeitsanleitungen der Hersteller zu beachten!

Biegen mit Feder
Biegen enger Bögen mit Innen-Biegefeder
 Biegen enger Bögen mit Innen-Biegefeder
Quelle: BitSign GmbH
Außen-Biegefeder
 Außen-Biegefeder
Quelle: Uponor GmbH

Rohrbogen und hier besonders mit kleinen Biegeradien können bei Kupfer- und Metallverbundrohre auch mit einer Innen-Biegefeder gebogen werden. Dabei wird die Feder eingeschoben und das Rohr eng gebogen. Die Feder wird anschließend herausgezogen.

Eine andere Art ist das Biegen mit einer Außen-Biegefeder. Diese wird über das Rohr gesteckt und kann so an jeder Stelle des Rohrs eingesetzt werden. Durch den Einsatz der Außen-Biegefeder ist das Rohr in einem einzigen Arbeitsschritt zu biegen.

Biegen mit Biegesonde
Verschiedenfarbige Biegesonden
 Verschiedenfarbige Biegesonden
Quelle: IDROTOP
Biegesonde aus Kunststoff
 Biegesonde aus Kunststoff
Quelle: Airplast

Kältemittelleitungen (1/4 - 3/8 - 1/2) aus Kupfer werden gerne mit Biegesonden aus Kunststoff gebogen. Diese haben eine hohe Flexibilität und beachtliche Konsistenz, das das Biegen des Kupferrohrs ermöglicht, ohne schädliche Engstellen zu verursachen. Die Sonden ermöglichen durch ihre Glätte und Struktur ein problemloses Einsetzen, Biegen und Herausziehen aus dem Kupferrohr. Einige Hersteller bieten Sonden mit verschieden Farben an, damit man sie besser unterscheiden kann.

Biegen mit Biegegerät
Handbiegegerät
 Handbiegegerät
Quelle: Deutsches Kupferinstitut
Rohrbiegezange (nur für weiche Ringrohre)
 Rohrbiegezange (nur für weiche Ringrohre)
Quelle: Deutsches Kupferinstitut
Universal Biegegerät
 Universal Biegegerät
Quelle: Westfalia Werkzeugcompany GmbH & Co KG
Kupfer-, Metallverbund- und Edelstahlrohre werden in der Regel mit passenden Biegegeräte- bzw. -maschinen gebogen. Rohrbiegezangen sind befestigungsfreie Zangen (Handgeräte) können für weiche Rohre bis 22 mm Außendurchmesser eingesetzt werden. Diese Geräte mit auswechselbaren Werkzeugteilen zum Einspannen in Schraubstöcke, Befestigen auf der Werkbank oder Freihand verwendet werden. Außerdem gibt es für größere Rohrdurchmesser maschinell betriebene Geräte mit auswechselbaren Werkzeugteilen zur separaten Aufstellung unabhängig von der Werkbank. Sie werden hauptsächlich bei der Serienfertigung eingesetzt.

Harte Kupferrohre können auch durch Weichglühen zum Biegen mit einem Biegegerät vorbereitet werden. Dabei muss nach den Glühen das Rohr an der Luft abkühlen. Diese Arbeitstechnik ist in Trinkwasserinstallationen bis einschließlich 28 x 1,5 mm grundsätzlich nicht zulässig.

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uwh_de schrieb: Moin moin, das kann so nicht funktionieren! Du hast 2 Abnehmer (Kessel und Puffer) Dazu fehlt aber ein Fühler der das Umschaltventil in die richtige Position bringt. Es steht wahrscheinlich in Richtung...
Bookwood73 schrieb: Moin, so der Fühler ist getauscht. Der Fehler besteht weiterhin. Die Fehlermeldung Fehler Zündung kommt jetzt auch fast bei jedem anschalten. Der Brenner braucht vom Geräusch her auch immer 3 x bis...
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