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Wasserdampfdiffusions-Widerstand

Autoren
OldBo
20.06.2016
In der Luft ist Feuchtigkeit enthalten. Kühlt sie ab, so scheidet sich Wasser aus (Taupunkt). Wird Luft unterschiedlicher Temperatur und Feuchte durch eine Dämmstoffschicht voneinander getrennt, so diffundiert so lange Feuchtigkeit hindurch, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat (Wasserdampfdiffusion).
In der Luft ist Feuchtigkeit enthalten. Kühlt sie ab, so scheidet sich Wasser aus (Taupunkt). Wird Luft unterschiedlicher Temperatur und Feuchte durch eine Dämmstoffschicht voneinander getrennt, so diffundiert so lange Feuchtigkeit hindurch, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat (Wasserdampfdiffusion). Die Diffusionswiderstandszahl oder der Diffusionswiderstandsfaktor wird allgemein mit dem Buchstaben µ bezeichnet. Diese Größe gibt an, um wieviel mal größer der Diffusionswiderstand einer Stoffschicht ist als der einer gleich dicken Luftschicht unter denselben Bedingungen. Man vergleicht hier die Dampfdichtigkeit einer 1 m dicken Luftschicht mit der Dampfdichtigkeit einer 1 m dicken Materialschicht und erklärt so den Diffusionswiderstandsfaktor

µ = Dampfdichtigkeit Material  / Dampfdichtigkeit Luft

Der Dämmstoff kann dabei auch selbst mehr oder weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Es ist wichtig, dass eindiffundierte Feuchtigkeit auch wieder ausdiffundieren kann. In Räumen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit bzw. Feuchtigkeit ist der Dämmstoff durch eine auf der "warmen" Seite anzuordnenden Dampfsperre (Dampfbremse) zu schützen. Die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes kann sich u. a. durch Aufnahme von Wasser verändern. Dämmstoffe, die während des Transportes, der Lagerung und nach dem Einbau durchfeuchten, verlieren einen Teil ihrer Wärmedämmeigenschaft.

DIN-Normen

Für den Wärme- und Feuchteschutz geben die Normen DIN 4108-4 "Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Wärme- und feuchteschutztechnische Bemessungswerte" und DIN EN ISO 10456 "Baustoffe und Bauprodukte - Wärme- und feuchtetechnische Eigenschaften - Tabellierte Bemessungswerte und Verfahren zur Bestimmung der wärmeschutztechnischen Nenn- und Bemessungswerte" zwei verschiedene µ-Werte für Baustoffe (für den feuchten und einer für den trockenen Zustand) (z. B. Mineralwolle 1/1, Porenbeton-Planbausteine 5/10, OSB-Platten 30/50, EPS 150/150, Kunststoffdachbahnen DIN  167729 50.000/75.000) vor.

Der kleinere µ-Wert zeigt den feuchten Zustand und steht für einen geringeren Wasserdampfdiffusionswiderstand.

Der höhere µ-Wert zeigt den trockenen Zustand und steht für den größeren Wasserdampfdiffusionswiderstand.

Quellen
Das ABC der Flächenheizung und Flächenkühlung Winnenden: Heizungs-Journal Verlags-GmbH, ISBN 3-924788-16-2
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