Obwohl
Kunststoffrohre selbst nicht von der
Korrosion betroffen werden, sind bei
Fußbodenheizungsanlagen mit
Kunststoffrohren ohne Sauerstoffsperren besonders Anlageteile aus
Eisenwerkstoff durch Sauerstoffkorrosion gefährdet. Wie bereits beschrieben, handelt es sich häufig um Ablagerungen, die zu Funktionsstörungen führen, bisweilen auch um durchkorrodierte Kessel, Heizkörper und Rohrleitungen aus
Stahl.
Erste Anzeichen gab es Ende 1979, Anfang 1980. Die Problematik wurde vereinzelt publiziert und recht kontrovers diskutiert. Man darf davon ausgehen, dass spätestens im Jahre 1983 jeder verantwortliche Heizungsbauer schon einmal etwas über
Sauerstoffdiffusion gehört oder gelesen haben musste. Spätestens ab diesem Zeitpunkt waren für Neuanlagen besondere Maßnahmen gegen die Auswirkungen der
Sauerstoffdiffusion zu treffen. Möglichkeiten bestanden in der Verwendung sauerstoffdiffusionsdichter
Rohre, der Anlagentrennung, oder Inhibierung zum Zeitpunkt der Befüllung. Mit Sicherheit entsprachen im Jahre 1980 gebaute nicht sauerstoffdiffusionsdichte Anlagen noch der anerkannten Regel der Technik, nach der jeder Handwerker zu arbeiten hat. Ab 1983 standen dann bereits Rohrleitungen aus Kunststoff zur Verfügung, die durch besondere Schichten am Umfang die
Sauerstoffdiffusion verhinderten oder auf ein absolutes Minimum reduzierten. Die inzwischen neu erschienene
DIN 4726 stellt nunmehr klar definierte Anforderungen an Heizrohre und deren Sauerstoffdurchlässigkeit .