Vorhandene
ältere Heizungsanlagen arbeiten in vielen Fällen nicht unbedingt effizient und energiesparend. Diese Anlagen mit
gering investiven Maßnahmen
zu optimieren, besteht darin, die
Wärmeverteilung, also die
Wärmeerzeugung,
Wärmeverteilung und
Wärmeübertragung aufeinander
abzugleichen.
Bei der
Optimierung der Wärmeverteilung und niedrigen
Bereitschaftsverluste kann mit wenig
Aufwand eine relativ hohe
Energieeinsparung erzielt werden. Außerdem
können diese Maßnahmen schrittweise durchgeführt werden. Eine Grundlage
für zu treffende Maßnahmen könnte z. B. der
Heizungscheck nach
DIN EN 15378 und DIN 4792 sein.
Grundsätzlich ist der Nutzer in die Planung einzubeziehen, denn nur er
weiß, was er möchte und welche finanziellen Möglichkeiten er hat. Ein
Wunschdenken des Planers kann hier oftmals nur schädlich sein, weil dann
zu hohe Erwartungen geweckt werden oder der Kunde sich nicht einbezogen
fühlt.
Folgende Anlagenteile müssen in Betracht gezogen werden:
- Wärmeerzeuger (Kesselüberdimensionierung, Abgasverlust, Oberflächenverluste des Wärmeerzeugers, Ventilationsverluste, Brennwertnutzung)
- Regelung
- außentemperaturgeführt (Wärmeerzeugertemperatur, Systemtemperatur
[Heizkurve], Einzelraumregelung [Thermostatventile, Raumthermostat])
- Umwälzpumpe (Leistungsanpassung, Effizienzpumpe, hydraulischer Abgleich,)
- Wärmeverteilleitungen (Wärmedämmung, Ein- oder 2-Rohr-System, Verlegung, Heizungsfüllwasser)
- Heizflächen
(Art, Anordnung [verkleidet, zugestellt], Raumheizlast,
Auslegungstemperatur, Behaglichkeitsauslegung, voreinstellbare Ventile
oder Rücklaufverschraubungen)
- Trinkwassererwärmung (Speicher, -dämmung, Frischwasserstation, Zirkulationsleiteitung, Schaltzeiten, Rohrdämmung, Anschlussart, Notwendigkeit)
Bei den aufgeführten Anlagenteile können im Einzelnen, aber besser noch, im Zusammenhang
gesehen werden. Letztendlich kommt es auf die vorgefundenen Zustände
an, die entscheiden, was gemacht werden muss bzw. kann. Hierbei sollte
man immer den Aufwand im Verhältnis zu den Kosten sehen, denn am Ende
fragt sich der Auftraggeber, ob sich die Investition "lohnt". Hier kommt
es immer wieder zu Streitigkeiten, vor allen Dingen dann, wenn sich ein
Berater zu Aussagen über mögliche Einsparung hinreißen lässt.
Die kostengünstigste Möglichkeit, Energie zu sparen, ist das richtige Nutzerverhalten, also das "richtige Heizen" und "richtige Lüften". Hier muss aber mit viel Geduld und Aufwand der Nutzer eingewiesen und und in Betrieben geschult werden.
Am meisten spart eine Heizung, die nicht in Betrieb ist oder anders
gesagt, Räume, die nicht genutzt werden, müssen auch nicht beheizt
werden (wenn es der Bauzustand zulässt). Auch hier wird noch viel Umdenken
notwendig werden. Wobei man bedenken muss, dass "Verzicht" meistens der
Behaglichkeit (evtl. kalte Innenwände, Decken, Fußböden) nicht
entgegenkommt.