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Autoren
OldBo
11.01.2011
Ein Grundofen darf erst in Betrieb genommen werden, wenn er nach der Erstellung trocken ist. Der Ofen muss vor dem ersten Anfeuern ca. vier Wochen mit offener Türe gut durchlüftet werden.
Ein Grundofen darf erst in Betrieb genommen werden, wenn er nach der Erstellung trocken ist. Der Ofen muss vor dem ersten Anfeuern ca. vier Wochen mit offener Türe gut durchlüftet werden.

Die erzeugte Wärmemenge wird in der Ofenmasse gespeichert und dann langsam über die Oberfläche des Ofens durch Wärmestrahlung abgegeben. Die Wärmeabgabe kann bei einmaliger Aufheizung bis zu 24 Stunden betragen. Der Grundofen ist auf Grund seiner Speichermasse ein träge reagierendes Heizsystem und dadurch weniger geeignet, einen kalten Raum schnell  aufzuheizen. Deshalb sollte der Ofenwährend der Heizperiode, regelmäßig zu nutzen. Dann ist der Ofen immer warm sein, was auch der Trägheit und der Lebensdauer entgegenkommt.

Bei der ersten Inbetriebnahme muss Ofen langsam aufgeheizt werden. Dabei wird in den ersten Tagen der Ofen nur mit wenig Brennmaterial leicht geheizt und in dieser Zeit darf die Verbrennungsluftklappe der Ofentür nicht geschlossen werden, bis nach ca. einer Woche des Trockenheizens der Ofen richtig trocken ist.

Da der Grundofen kein Dauerbrandofen ist, darf er nur maximal morgens und abends mit naturbelassenem, trockenem Scheitholz aufgeheizt werden und ist rund um die Uhr warm. Der Ofen hat keine automatische Befeuerung. Deshalb muss die richtige Brennholzmenge nach der Heizleistung des Ofens und den Witterungsverhältnissen angepasst werden. Dabei reicht in den Übergangszeiten eine einmalige Beheizung pro Tag. Die richtige Brennstoffmenge ergibt sich aus der Ofenberechnung, wobei für einen sauberen Abbrand mindestens 50 % der zulässige Holzmenge verbrannt werden muss.

Das Brennholz muss weniger als 20 % Restfeuchte haben.  Feuchtes Holz kann den Ofen zerstören und zum völligen Verschluss des Rauchgaszuges durch Rußablagerungen (Glanzruß) und einer Verpuffung führen. Die schlimmsten Folgen können eine Versottung des Schornsteins und ein Schornsteinbrand sein.

Das Holz verbrennt in kurzer Zeit (ca. eine Stunde.) und entwickelt dabei dann eine sehr große Leistung, die über die heißen Rauchgasen entzogen und in der großen Masse des Ofens gespeichert wird. Die Luftzufuhr darf den Verbrennungsvorgang nicht drosseln, damit keine Schwelgase und Russablagerungen entstehen. Außerdem kann auf Grund von Schwelgasen durch eine plötzliche Sauerstoffzufuhr eine Explosion entstehen.

Schlussfolgerung > Solange das Holz brennt bleibt die Luftzufuhr völlig geöffnet und wenn nur noch Glut und keine Flamme mehr zu sehen ist, wird die Luftzufuhr komplett geschlossen. Dadurch wird der Ofen nicht von innen auskühlt und er kann die gespeicherte Leistung in den Aufstellraum abgeben.

Bei der Verbrennung fällt nur sehr wenig Asche an (ca. 1,5% der eingesetzten Holzmenge) und diese sollte erst teilweise entnommen werden, wenn der Ascheraum zuviel Asche enthält. Holz verbrennt am besten auf einem Aschebett (Glutbett). Deshalb sollte immer einen Teil der Asche im Feuerraum bleiben.

Die erste innere Reinigung des Ofens sollte nach der ersten vollen Heizperiode durchgeführt werden. Dazu werden die Putzdeckel entfernt und die Züge mit einem Rohrbesen gekehrt. Danach wird mit einer Bürste oder einem speziellen Staubsauger die vorhandene Flugasche und Ruß entfernt. Anschließend werden die Putzdeckel wieder eingesetzt.
Je nach dem dabei festgestellten Anfall an Flugasche und Ruß in den Zügen kann der Reinigungsintervall nach ein oder zwei Heizperioden wiederholt werden.
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