Im
Gegensatz zur
Kaskadenschaltung kann eine
Speicherung auch über
spezielle Ventile (bi- und multivalente Mischer) in großvolumigen Speichern erfolgen. Dabei wird über eine
Regelung der Speicher
schichtweise geladen. Mit den gleichen Ventilen kann auch die
Wärme schichtweise entnommen werden.
Aber auch ohne Spezialventile ist eine
Wärmeschichtung in Speichern möglich. Wenn ein Speicher
hoch genug ist und einen
größeren Durchmesser hat, dann wird sich bei einer
"sanften" Ladung (geringe Fließgeschwindigkeit bei der Ladung) das warme
Wasser schichtweise einlagern. Eine andere Art der Schichtenspeicherung wird durch einen
Thermosiphonspeicher erreicht. Aber auch durch den Einsatz von
mehreren Wärmetauschern (bi- oder multivalente Speicher) in verschiedenen Höhen im Speicher und mit verschieden hohen
Temperaturen kann eine Schichtung aufgebaut werden.
In allen Fällen darf bei der
Entnahme die Schichtung
nicht durch
zu hohe Fließgeschwindigkeiten zerstört werden.
Thermosiphonspeicher
Thermosiphonspeicher Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
In dem
Thermosiphonspeicher (
Schichtenladespeicher) wird das
Funktionsprinzip ausgenutzt, dass
warmes Wasser eine
geringere Dichte hat als kaltes und daher leichter ist und nach oben steigt. Um den
Wärmetauscher (Solar- oder Heizungsanlage) ein
Wärmeleitrohr angeordnet. Das
Wärmeleitrohr ist unten mit einer Öffnung versehen, durch die das zu erwärmende
Trinkwasser einströmt. Das
Wasser erwärmt sich und steigt im
Wärmeleitrohr nach oben, ohne sich mit dem umgebenden kälteren
Wasser im Speicher zu vermischen. Im
oberen Bereich dieses
Wärmeleitrohrs sind in regelmäßigen Abständen
Ausströmöffnungen mit
temperaturgesteuerten Rückschlagklappen eingesetzt, durch die das erwärmte
Wasser in die Schicht des Speichers mit gleicher
Temperatur gelangt.
Schichtung durch multivalenten Mischer
Mischer mit 4 oder 5 Anschlüssen Quelle: ESBE GmbH
Der
multivalente Mischer hat
5 Anschlüsse. Er kann
handbetätigt oder
automatisch mit Stellmotor und
Regelung betrieben werden.
Als
Zonenmischer mit einem Stellmotor und einer
Regelung können sie die Zonen eines
Pufferspeichers
beladen oder
entladen.
Schichtung durch einen bivalenten Mischer
Bivalenter Mischer Quelle: ESBE GmbH
Eine spezielle Ausführung eines
4-Wege-Mischers ist der
bivalente Mischer. Dieser Mischer mit rotierendem Einsatz wurde für bivalente Heizungsanlagen (
Hybrid-Heizung) konstruiert. Mit einem
Stellmotor und einem
Regelgerät kann die
Wärme von 2 verschiedenen
Wärmequellen
verteilt bzw.
gemischt werden.
Einsatzmöglichkeiten 1. Der
BIV-Mischer hat
zwei Zuläufe, an die zwei verschiedene
Wärmequellen angeschlossen werden. Hier wird zwischen einer
Primär- und
Sekundärwärmeqelle
unterschieden wird. Zuerst öffnet der Primäranschluss. Wenn die
Wärmezufuhr nicht ausreicht wird der Sekundäranschluss und über einen
Mischbetrieb wird die Warme weitergegeben. Bei voller
Leistungsanforderung ist nur noch der Sekundäranschluss geöffnet. Man
könnte auch sagen, dass dieser Mischer die Funktion von
zwei 3-Wege-Mischern übernimmt.
2. Bei dem Einsatz an einem
Pufferspeicher wird der Mischer an dem
oberen und
mittleren Anschluss
des Speichers angeschlossen. So kann entweder die höhere
Temperatur,
die kühlere
Temperatur aus der Mitte oder eine Mischtemperatur in die
Heizungsanlage gegeben werden. Dies hat den Vorteil, dass die höhere
Temperatur im Speicher zwischenzeitlich zur
Trinkwassererwärmung genutzt
werden kann. Der Heizungsrücklauf wird unten am Speicher angeschlossen.
3. Eine dritte Einbaumöglichkeit ist das
Beladen eines
Pufferspeichers.
Schichtung durch Plattenwärmetauscher
Schichtladespeicher verkürzen die Aufheizzeit des Warmwassers Quelle: Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG
Die
Ladung eines
Warmwasserspeichers (
Trinkwassererwärmung) kann herkömmlich über einen in dem Speicher eingebauten
Wärmetauscher (Rohrbündel) oder durch einen externen
Plattenwärmetauscher (PWT) erfolgen.
Ein
Schichtenspeicher, der über einen externen
Plattenwärmetauscher geladen wird , stellt schon nach kurzer Aufheizzeit
eine Nutztemperatur zur Verfügung.
Bei diesem System entnimmt eine
Umwälzpumpe das
Wasser aus dem unteren, kälteren Speicher-bereich und speist das über den
PWT aufgeheizte
Wasser oben in den Speicher (
Obenladung) und schichtet entsprechend der Ladezeit das warme
Wasser ein.
Dadurch steht schon
nach kurzer Zeit warmes
Wasser in
brauchbarer
Temperatur zur Entnahme zur Verfügung. Die Art der Ladung
ist besonders bei kleineren
Heizleistungen, so z. B. bei modellierende
Brennwertthermen mit geringer Maximal-Leistung,
Wärmepumpen oder thermischen Solaranlagen, von Vorteil.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass gegenüber der Rohrschlangenwärmeübertragung die
Speichergröße kleiner gewählt werden kann. Dadurch werden auch die
Bereitschaftsverluste und
Legionellenproblematik reduziert.
Druckloser Speicher
Druckloser Pufferspeicher Quelle: Dipl.-Ing. Winfried Hesse
Bei dem
drucklosen Pufferspeicher
befindet sich der
Wasserdruck nicht im eigentlichen Speicher, sondern
sich nur in den Rohrleitungen. Dieser Speicher lässt sich einfacher in
bestehende Gebäude wegen der oft engen Türen und Treppenabgänge
einbauen.
Hierfür wird ein
im Keller geschweißter Tank verwendet. Dieser
Wärmespeicher für Heizung und Warmwasser ist ein sehr einfach zu
erstellender Kunststofftank mit 4.000 bis 6.000 Litern Inhalt (z. B.
1,5m x 1,5m und 2m hoch fassen gut 4.000 Liter). So wird ein kompaktes
und größeres Volumen hergestellt.
Mit
Wärmeleitkörper und
Doppeltrichter schichtet dieser Speicher warmes
Wasser oben ein und führt kaltes nach unten. Als weiteren wesentlichen
Vorteil wird mit dieser Technik die Bildung bzw. Vermehrung von
Bakterien (
Legionellen) im warmen
Wasser verhindert.