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OldBo
23.08.2017
Das Kaltdach (zweischaliges belüftetes Dach) hat einen kleinen Luftraum zur Durchlüftung. Es wird hauptsächlich bei einem Steildach eingebaut. Aber auch Flachdächer können als Kaltdach ausgeführt werden.
Belüftetes Steildach - nicht ausgebaut und ausgebaut
 Belüftetes Steildach - nicht ausgebaut und ausgebaut
Kaltdach - Flachdach mit Beton- und Holzunterkonstruktion
 Kaltdach - Flachdach mit Beton- und Holzunterkonstruktion
Das Kaltdach (zweischaliges belüftetes Dach) hat einen kleinen Luftraum zur Durchlüftung. Es wird hauptsächlich bei einem Steildach eingebaut. Dabei hat die Dachfläche eine Neigung zwischen und 80°. Dächer mit einer Neigung von 5° und 30° müssen mit Blech oder Platten gedeckt und über 30° können Dachziegel verwendet werden. Aber auch Flachdächer (< 5°) können als Kaltdach ausgeführt werden.

In Häusern mit einem nicht ausgebauten Dachraum (Dachboden, Speicher) liegt die Wärmedämmung auf der Decke des unteren Gechosses. Der Dachraum ist unbeheizt und wird von der Außenluft durchströmt. Die Dacheindeckung wird beidseitig von der Außenluft umspült. An den Traufen-, First- und Giebelseiten sind Be- und Entlüftungsöffnungen mit Insektenschutzgittern angeordnet, da nur eine ungehinderte Hinterlüftung für einen optimalen Temperaturausgleich sorgt. Bei ausgebauten Dachräumen wird die Wärmedämmung im Sparrenbereich angeordnet und ein belüfteter Zwischenraum befindet sich zur Dachdeckung.

Das Vorbild für das Flachdach ist die Konstruktion an Steildächern. Da sich bei dem Flachdach Probleme bei der Querlüftung ergeben können, hat sich diese Konstruktion hier nicht durchgesetzt. Die Voraussetzung ist ein Lüftungsschlitz an allen Hausseiten und/oder Lüftungshauben. Aufgrund des mangelhaften Abtransportes der Feuchtigkeit kann es zu Schäden an der Holzkonstruktion und zur Durchfeuchtung der Dämmschicht kommen. Wichtig ist auch eine Dampfsperre unterhalb der Wärmedämmung, die fachgerecht angebracht werden muss, damit möglichst wenig Feuchtigkeit aus den Räumen in die Dämmschicht kommen kann.

Folgende Faktoren sind zu beachten, um die Konstruktion schadensfrei zu halten:
- Der Luftraum muss hoch genug dimensioniert werden
- Ausreichend bemessene Zu- und Abluftöffnungen bzw. umlaufender Lüftungsschlitz
- Hindernisfreier Luftraum (Überzüge, Wechsel)
- Günstige Grundrissformen oder Gebäudequerschnitte (Verhältnis Innenecken zu Außenecken)
- Windexponierte Lage des Hauses
Ein Kaltdach wird zum Warmdach
Kaltdach - Warmdach
 Kaltdach - Warmdach
Quelle: IVPU - Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V.

Wenn ein belüftetes Flachdach in Holzbauweise mit Zwischensparrendämmung sanierungsbedürftig ist, weil der Wärmeschutz mangelhaft und/oder die Dachhaut undicht ist, dann kann das Kaltdach zum Warmdach werden. Dies kann der Fall sein, wenn die Luftdichtheit zur Raumseite schadhaft ist, dann genügt es nicht, nur den Balkenzwischenraum mit Dämmstoff auszufüllen. Eine zusätzliche, vollflächig verlegte PU-Dämmung auf der Holzschalung ist eine wirtschaftliche Lösung und hat Vorteile, weil die Dämmleistung, ohne Wärmebrücken verbessert wird, Installationen im Hohlraum nicht verändert werden müssen, die vorhandene Dämmung zwischen den Dachbalken vorhanden bleiben kann und das Hausinnere während der Dachsanierung durch Witterung und Schmutz kaum beeinträchtigt wird.

Wichtig ist eine Dampfsperre unterhalb der PU-Dämmung, die die erforderliche Luft- und Dampfdichtheit herstellt. Die Dachabdichtung befindet sich oberhalb der PU-Dämmung. Die Hinterlüftungsöffnungen oberhalb der vorhandenen Zwischensparrendämmung sind dauerhaft wind- bzw. luftdicht zu verschließen. So liegt die Konstruktion des Flachdaches im warmen Bereich und aus dem Kaltdach wird nach der Sanierung ein Warmdach.

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