Die Rückwärmezahl (Wärmebereitstellungsgrad oder Temperaturänderungsgrad), die Rückfeuchtezahl und der Enthalpieübertragungsgrad in % sind in der VDI 2071, der DIN EN 13141-7:2004-09 (+ DIN V 18599-6), der DIN EN 308 und der DIN EN 13 053 2007-11 erklärt. Auch das Passivhaus Institut Darmstadt hat ein Prüfverfahren erarbeitet.
Die Rückwärmzahl ist die Kennzahl zur Berechnung von Wärmeübertragern, die die Temperaturdifferenz zwischen Zu- und Abluft und die Temperaturdifferenz der Fort- und Außenluft ins Verhältnis setzt. Sie ist zur Berechnung von Wohnungslüftungsgeräten ungeeignet, denn Verlust- und Umwandlungswärmeströme der Ventilatoren, des Kompressors oder der Regelung werden ebenso wenig berücksichtigt, wie der Energiegehalt der feuchten Luft (latente Wärme).
Rückwärmezahl-Fortluft Φ1 = t11 - t12 / t11 - t21
Rückwärmezahl-Außenluft Φ2 = t22 - t21 / t11 - t21
Die Rückwärmzahl ist thermodynamisch leicht zu erfassen, bei der Berechnung der Rückfeuchtezahl deutlich schwieriger.
Rückfeuchtezahl-Fortluft Ψ
1 = X
11 – X
12 / X
11 – X
21 Rückfeuchtezahl-Außenluft Ψ2 = X22 – X21 / X11 – X21
Der
Wärmerückgewinnungsgrad wird in der VDI 2071 als Verhältnis der ein- und austretenden
Enthalpieströme interpretiert. Im Vergleich zur Rückwärmzahl werden hier neben der sensiblen auch die latente Wärme berücksichtigt. Mit dieser Kennzahl können sowohl
Wärmetauscher als auch
Wärmepumpen beschrieben werden, insbesondere, da nur auf die
Energie bilanziert wird, die tatsächlich dem
Abluftvolumenstrom entzogen wird.
Enthalpieübertragungsgrad-Fortluft Φ
1 = h
11 - h
12 / h
11 - h
21 Enthalpieübertragungsgrad-Außenluft Φ2 = h22 - h21 / h11 - h21