Gasbildung durch Elektrolyse
Die
Elektrolyse ist eine
chemische Reaktion, die unter Aufwand von elektrischer
Energie abläuft. In jedem Wassersystem sind verschiedene
Metalle vorhanden, die in dem Elektrolyt (
Heizungswasser, besonders dann, wenn im System eine
Biofilmbildung vorhanden ist), kann es auf Grund der Unterschiede in der Spannungreihe zu eine Stromfluss kommen. Auch durch die Erdung von Metallleitungen ist ein Stromfluss möglich.
Bei der
Wasserelektrolyse handelt es sich um den Vorgang, welcher
Wasser (H
2O) in
Wasserstoff (H
2) und Sauerstoff (O
2) spaltet. Es entsteht ein
Knallgas, das eine explosionsfähige Mischung ist. Bei dem Kontakt mit offenem Feuer (Flamme, Glut oder Funken) erfolgt die so genannte
Knallgasreaktion.
Da dieses Gas nicht aus der Anlage entweichen kann, bilden sich in beruhigten Anlagenteilen (z. B. Heizkörper)
Gaspolster, die als
Luftansammlungen wahrgenommen werden.
Wasserstoff (H) kann in Anlagen mit
Stahlwerkstoffen nach der
“Schikorr”-Reaktion gebildet werden und sich bis zur Übersättigung anreichern. Bei einer Dosierung von Natriumsulfit Na
2SO
3 kann sich dadurch Schwefelwasserstoff (H
2S) bilden. Auch über
sulfatreduzierende Bakterien kann Schwefelwasserstoff entstehen. Der gebildete H
2S kann in Anlagen mit
Kupferwerkstoffen (z. B. Rohrbündel von
Wärmeübertragern, kupfergelötete Platten-wärmetauschern) durch Reaktion mit
Kupferoxid Cu
2O zu
Kupfersulfid Cu
2S umgebildet werden. Im Gegensatz zum Cu
2O bildet das Cu
2S keine schützende Deckschicht.
Korrosionserscheinungen und
Korrosionsschäden nach oft erst mehreren Betriebsjahren sind die Folge.
Eine
Wasserstoffbildung kann auch durch
biologische Prozesse beim Abbau von Fetten entstehen. Diese (z. B. Ziehfette) werden bei der Herstellung von bestimmten Rohrsystemen verwendet.
Methangasbildung
Die
Methangasbildung ist ein natürlicher Prozess (
anaerober Vorgang) bei dem
organisches Material (Öle, Fette,
Hanf, Schmutzteile) unter
Luftabschluss durch natürlich vorkommende Mikroorganismen (
Methanbakterien) im nichtbehandeltem Füllwasser zersetzt werden. Bei der bakteriellen Zersetzung entsteht
Faulgas oder Sumpfgas (ca. 60 %
Methan, 35 %
Kohlendioxid sowie Stickstoff,
Wasserstoff und Schwefelwasserstoff). Diese Gase sind am
Geruch und durch ihre
Brennbarkeit feststellbar.