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Geruchsverschluss - Siphon/Sifon/Trap

Autoren
OldBo
30.08.2011
Alle Sanitärgegenstände müssen durch einen Geruchsverschluss von der Abwasserinstallation getrennt werden. Diese Bauteile verhindern das Austreten von Kanalgasen durch eine Wassersperre.
Geruchsverschlüsse
 Geruchsverschlüsse
Waschtisch-Möbel-Siphon
 Waschtisch-Möbel-Siphon
Quelle: Dallmer GmbH + Co KG
Alle Sanitärgegenstände müssen durch einen Geruchsverschluss (Siphon/Sifon/Trap) von der Abwasserinstallation getrennt werden. Diese Bauteile verhindern das Austreten von Kanalgasen durch eine Wassersperre.

Geruchsverschlüsse gibt es je nach dem Einsatzzweck bzw. Einsatzort in den verschiedensten Ausführungen. Die Sperrwasserhöhe aller Geruchsverschlüsse ist nach DIN 1986-100 genormt und ist bei Schmutzwasserabläufen 50 mm und bei Regenwasserabläufen 100 mm.

Geruchsverschlussarten
  •  Röhren- oder Rohrgeruchsverschluss
  •  Flaschen- oder Tassengeruchsverschluss
  •  Doppelzungengeruchsverschluss zur UP-Montage
  •  Glockengeruchsverschluss
  •  Sperrwandgeruchsverschluss
Alle Geruchverschlüsse an Wasch-, Spül- und Ausgussbecken werden über ein Tauchrohr an das Ablaufventil angeschlossen. Damit ein Geruchverschluss fachgerecht angebracht werden kann, muss der Abwasseranschluss in einer entsprechenden Höhe angeordnet sein. Für alle Sanitärinstallationen gibt es genormte Installationsmaße. Deshalb sind bei der Rohinstallation der Abwasserrohre die Maßzeichnungen der Hersteller zu beachten.

Der Röhren- oder Rohrgeruchsverschluss wird auf Grund seiner Form auch U- oder S-Bogen genannt. Sie werden auf Grund iher Einfachheit am häufigsten eingebaut und werden oft durch einen Beckenunterschrank oder eine Beckensäule verdeckt.
Der Flaschen- oder Tassengeruchsverschluss wird wegen seiner geringen Bautiefe aus optischen Gründen besonder für moderne Bäder verwendet.
Der Doppelzungengeruchsverschluss wird hauptsächlich zur Unterputz-Montage verwendet.
Die Glocken- und Sperrwandgeruchsverschlüsse Werden in Bodenabläufen in Badezimmern eingesetzt.

Für die nachfolgenden Einsatzfällen gibt es den sog. "Multistop".
  •  Selten benutzte Abläufe, bei denen das Sperrwasser verdunstet, z. B. in privaten Bädern
  •  Umgebungen mit hohen Temperaturen, bei denen das Sperrwasser in den Abläufen verdunstet, z. B. in Räumen mit Fußbodenheizung, "Heizräumen", Gewerbebetrieben
  •  In frostgefährdeten Bereichen wie Balkonen, Terrassen, Kellerabgängen und Lichtschächten
  •  Räume mit sehr hohen Hygieneanforderungen, z. B. in Betrieben in denen Lebensmittel verarbeitet, hergestellt oder gelagert werden, Kühlräumen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen
  •  Räume mit Infektionsgefahr, in denen ein Überdruck gegen den Keimeintrag erzeugt wird, z. B. in Reinsträumen in Krankenhäusern
  •  Bodenabläufe, bei denen über Zuläufe von Waschmaschinen o.ä. sehr
    viel Schaum entstehen kann
  •  Entwässerungssysteme mit sehr schwankenden Über- und Unterdruckverhältnissen, besondern in Altbauten
  •  In Bodenabläufen ohne Wasservorlage bei erhöhter Abflussleistung
Kondensat-Siphon
Kondensat-Siphon - Wandeinbau + Schema
 Kondensat-Siphon - Wandeinbau + Schema
Quelle: DALLMER GmbH + Co KG
Nicht nur bei Klimageräten, sondern auch bei Brennwertgeräten, können je nach den Betriebsbedingungen mehr oder weniger Kondensat anfallen. Teilweise sind die Geräte längere Zeit nicht in Betrieb. Wenn die Kondensatmenge zu gering bzw. nicht vorhanden ist, dann kann das Sperrwasser in dem Geruchsverschluss austrocknen. Die Folge ist das Austreten von Kanalgasen.

Da diese Geräte oftmals in Nebenräumen installiert sind, ist ein regelmäßiges Überprüfen des Sperrwasser nicht gewährleistet oder wird vergessen. In diesen Fällen ist der Einbau eines Siphons, der über ein eingebautes Schwimmventil den die Verbindung zum Kanalanschluss verschließt. Geruchsbelästigungen werden zuverlässig verhindert.

Diese Kondensat-Siphons gibt es zur Montage in der Wand (UP) und auf der Wand (AP). Der Siphon hat ein Gehäuse mit herausnehmbarem Siphoneinsatz und eine Abdeckplatte. Der Siphoneinsatz ist transparent und alle Innenteile sind problemlos zugänglich, sodass der Siphoneinsatz gereinigt oder ausgetauscht werden.

Einsatzmöglichkeiten
  • Brennwertanlagen
  •  Klima-Splitgeräten
  •  Zentral-Klimaanlagen
  •  Klimatruhen
  •  Raumluft-Entfeuchtern
  •  Weinkeller-Kühlgeräten

Unterputz-Siphon
Unterputz-Siphon
 Unterputz-Siphon
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
UP-Siphon mit Reinigungsvorrichtung
 UP-Siphon mit Reinigungsvorrichtung
Quelle: OTTO HAAS KG
Das Problem der Unterputz-Siphone ist die Reinigung bzw. die Beseitigung einer Verstopfung. Diese Siphone sollten demontierbar sein oder eine Reinigungsvorrichtung (Bild) haben. Mit dieser Vorrichtung wird ein Einlaufen von Wasser in die Wand verhindert.
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PaulSch schrieb: Super, danke Euch! Das hilft mir extrem weiter bzw. wenn es jetzt an die Anfrage beim Profi geht. Die Ziegel habe ich vielleicht nicht mehr da, zumindest nicht in der Menge, aber das Dach ist wie gesagt...
kathrin schrieb: @Mechatroniker Vielen Dank für die interessanten Zahlen! Grob überschlagen kommst du auf etwa 35000 kWh (Output) in 5 Jahren für Heizung und WW, also etwa 7000 kWh für gut 170 m2, also rund 40 kWh/m2a...
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