Die Zündtemperatur (Entzündungstemperatur ["kritische" Wärme]) ist die unter festgelegten Versuchsbedingungen ermittelte niedrigste Temperatur einer heißen Oberfläche, bei der die Entzündung eines brennbaren Stoffes als Gas/Luft- oder Dampf/Luft-Gemisch eintritt. Eine Zündquelle ist dann nicht erforderlich.
Diese Tatsche ist besonders bei der Montage von Metallteilen in Verbindung mit bzw. an Holz- und Kunststoffteilen (z. B. Solarkollektoren, Dachkanten) zu beachten.
Ein brennbarer Stoff (fest, flüssig und gasförmig), der auf die jeweilige Zündtemperatur erwärmt wird, beginnt mit dem Luftsauerstoff zu reagieren und brennt. Erst wenn der Brennpunkt eines Stoffes erreicht ist, bei dem der Dampfdruck so hoch ist, dass sich das entstehende Gas/Luft-Gemisch mit einer Zündquelle entzünden lässt, entsteht eine dauerhafte Verbrennung, wenn die Zündquelle entfernt wird. Der Brennstoff brennt alleine weiter.
| Feststoff | Flüssigkeit | Gas |
| Zündholzkopf
80 °C Zeitungspapier
175 °C Kunststoffe
200-300 °C Torf
230 °C Kohle
240-280 °C Stroh
250-300 °C | Heu
260-310 °C Holz
280-340 °C Fichtenholz
280 °C Holzkohle
300 °C Kork
300-320 °C Baumwolle
450 °C | Lösemittel
ca. 120–180°C Heizöl EL
225 °C Diesel
255 °C Bio-Diesel
285 °C Benzin
220-460°C Teer
600 °C | Ethin (Azetylen)
335 °C Flüssiggas
490 °C Wasserstoff
585 °C Methan
585 °C Erdgas H
640 °C Erdgas L
670 °C |