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OldBo
10.12.2011
Rasenheizungen werden hauptsächlich in Sportstadien eingebaut, um die Rasenflächen eis- und schneefrei zu halten. Schon in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in den ersten Stadien Rasenheizungen eingebaut. Inzwischen müssen die Fußballstadien der 1. und 2. Liga mit einer Rasenheizung ausgestattet werden.
Anordnung der Rohrleitungen
 Anordnung der Rohrleitungen
Quelle: Uponor GmbH
Anordnung der Rohrleitungen
 Anordnung der Rohrleitungen
Quelle: Uponor GmbH
Eis- und Schneemelder
 Eis- und Schneemelder
Quelle: Tekmar GmbH
Eisfühler
 Eisfühler
Quelle: Tekmar GmbH
Rasenheizungen werden hauptsächlich in Sportstadien eingebaut, um die Rasenflächen eis- und schneefrei zu halten. Schon in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in den ersten Stadien Rasenheizungen eingebaut. Inzwischen müssen die Fußballstadien der 1. und 2. Liga mit einer Rasenheizung ausgestattet werden.

Bei der Nachrüstung einer Rasenheizung werden die Rohre mit speziellen Geräten, wie sie bei dem Einziehen der Dränrohre in Ackerland in Nassgebieten benutzt werden, in die Rasendecke eingezogen. Dies ist jadoch nur möglich, wenn das später abtauende Wasser von der Spielfläche abgeführt werden kann. Wenn die Rasenfläche keine Dränage bzw. ausreichendes Gefälle (zwischen 0,5 % und 1 %) hat, muss vorher eine Sanierung des Platzes stattfinden. Außerdem müssen die Rohre ausreichend tief eingebettet werden, damit sie bei der Rasenpflege (Bodenlockerung) und Spielfeldmarkierung nicht beschädigt werden. Damit die Gefahr eines „Verbrennens” der Rasenwurzel vermieden wird, dürfen die Rohrleitungen nicht zu dicht an der Oberfläche verlegt sein, da die Anlagen mit Temperaturen bis zu 40 °C gefahren werden.

Die Probleme, die bei einer Nachrüstung einer Rasenheizung bestehen, sollten bei einem Neubau ausgeschlossen werden. Hier sollten die Landschaftsarchitekten und Heizungs-Fachplaner schon bei der Planung zusammenarbeiten. Gefordert wird  eine strapazierfähige und pflegeleichte Rasendecke und ein energiesparender Betrieb der Anlage.

Bei der Anordnung der Rohrleitungen wird zwischen zwei Varianten unterschieden. Bei der thermisch günstigen Variante werden die Rohrleitungen (Heizregister) im Mutterboden verlegt, da dieser eine gute Wärmeleitfähigkeit hat. Ungünstiger ist das Verlegen der Rohrleitungen in der Dränageschicht.

Der Aufbau einer Rasenheizung sollte so geplant werden, dass eine gute Wärmeleitung von dem Heizregister bis zur Oberfläche vorhanden ist, denn nur dadurch können niedrige Systemtemperaturen und ein schnelles Aufheizen gewährleistet werden. Außerdem sollte die Rohrüberdeckung so gering wie möglich sein. Unter dem Heizregister sollten möglichst wärmedämmende Schichten angeordnet werden, damit der Wärmetransport in grundwasserdurchsetzte Erdreich vermindert wird.

Bei der Planung einer Rasenheizung ist besonders auf die regionalen Gegebenheiten vor Ort geachtet werden. So hat z. B. das Wetter, die  Verschattung und Windanfälligkeit des Rasens einen großen Einfluss auf die Auslegung der Heizkreise.

Eine Rasenheizung sollte nicht für extrem niedrige Außentemperaturen ausgelegt werden, da starke Schneefälle selten bei tiefen Temperaturen (erheblich unter 0 °C) auftreten.

In jedem Fall sollte eine gute Wärmeleitung von der Ebene der Rohrregister bis zur Oberfläche vorhanden sein. Dann gelten folgende wärmetechnische Parameter der Schnee- und Eisfreihaltung von Rasenflächen:
Stationäre Aufheizleistung
etwa 150 W/m2
Dynamische Aufheizleistung
bis etwa 250 W/m2
Vor- und Rücklauftemperatur
etwa 40 °C / 30 °C
Damit an der Oberfläche keine zu große Temperaturwelligkeit auftritt, sollten die Rohrleitungen mit einem Verlegeabstand < 30 cm und eine Tiefe zwischen 25 bis 30 cm verlegt werden. Bei größerenen Abständen besteht die Gefahr der Teilvereisung an der Oberfläche zwischen den Rohren.

Die Regelung der Eis- und Schneefreihaltung für Rasenflächen muss besonders sorgfältig ausgewählt werden. Das Ein- und Ausschalten und  die richtige Wahl der Systemtemperaturen der Anlage muss genau eingehalten werden.

Die Systemtemperaturen sind das kleinere Problem, weil sie in Abhängigkeit zur Außentemperatur werden. geregelt, Dabei ist nur die maximale Temperatur an der Grasnarbe zu begrenzen, damit es nicht zur Überhitzung der Rasenwurzel kommt. Hierzu werden ein Fühler ca. 3 bis 5 cm unter der Grasnarbe und ein weiterer Fühler ca. 25 cm tief im Erdreich als Wurzelfühler vorgesehen. Natürlich sind bei großen Flächen (z. B. Fußballstadien) mehrere Fühlerpaare vorzusehen. Durch diese Anordnung kann die Einwirkung des Emitters (Teil eines Transistor) auf die Oberfläche bzw. Reaktionszeiten festgestellt werden, was für ein rechtzeitiges Einschalten vor einer anstehenden Nutzung der Rasenfläche von Bedeutung ist. Die gemessenen Parameter können dann adaptiv auf das Regelsystem einwirken.

Ein besonderes Problem der Regelung ist das Anzeigen bzw. die Meldung des Auftretens von Eis- oder Schneeregen. Hier hat sich das System "Eis- und Schneemelder" der Firma Tekmar bewährt. Dieses System gibt es in analoger und digitaler Ausführung.
Quellen
Uponor GmbH
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