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OldBo
29.12.2014
Die Einrichtung und Ausstattung einer barrierefreien Dusche ist von dem Nutzer abhängig. So ist z. B. zu prüfen, ob ein bodengleicher Duschplatz benötigt wird. Ein Rollstuhlfahrer wird diesen benötigen und ältere Menschen kommen mit einer flachen Duschwanne mit entsprecher Ausstattung aus.
Systemlösung für die Dusche
 Systemlösung für die Dusche
Quelle: HEWI Heinrich Wilke GmbH
Bodengleiche Dusche
 Bodengleiche Dusche
Quelle: Gang-Way GmbH
Die Einrichtung und Ausstattung einer barrierefreien Dusche ist von dem Nutzer abhängig. So ist z. B. zu prüfen, ob ein bodengleicher Duschplatz benötigt wird. Ein Rollstuhlfahrer wird diesen benötigen und ältere Menschen kommen mit einer flachen Duschwanne mit entsprecher Ausstattung aus. Die Größe des Duschplatzes für Rollstuhlfahrer und im öffentlichen Bereich sollte mindestens 1,50 m tief x 1,50 m breit (DIN 18025 Teil 1 und 3 [neu: DIN 18040-1]) sein, damit genügend Platz zum Manövrieren ist. Aber auch für Nicht-Rollstuhlfahrer ist eine bodengleiche Dusche von Vorteil, die mindestens 1,20 m tief x 1,20 m breit (DIN 18025 Teil 2
[neu: DIN 18040-1]) sein muss.

Im Trend ist die sogenannte Nasszelle (Wet room) mit Waschtisch, Dusche und WC, die sich vom "traditionellen" Badezimmer dadurch unterscheidet, dass, anstatt einer integrierten, geschlossenen Duschkabine, der Raum selbst vollständig wasserdicht abgedichtet ist. Aber auch hier kann eine Duschabtrennung notwendig werden, damit eine Plegeperson nicht nass wird.

Die Duschabtrennung einer barrierefreien Dusche muss nach außen zu öffnen sein, da Rollstuhlfahrer sie sonst nicht mehr schließen können. Besonders empfehlenswert ist eine freistehende Duschabtrennung aus Glas (Einscheibensicherheitsglas 8 - 10 mm stark). Denn diese sind großzügig zu öffnen und ermöglichen somit einen leichteren Einstieg. Des Weiteren verhindern rutschfeste Bodenbeläge Unfälle.

Bei einer barrierefreien Dusche sollte man auf einen rutschfesten Bodenbelag achten.
Alle Ablagemöglichkeiten müssen so gestaltet, dass die Benutzer sie bequem erreichen können. Bei einem Rollstuhlfahrer sollten sie besonders niedrig in die barrierefreie Dusche eingebaut sein.
Eine Sitzmöglichkeit für den Benutzer kann einmauert sein. Aber auch ein einfacher Klappsitz, Einhängesitz oder Hocker aus Kunststoff sind möglich. Zusätzlich zum Sitz können ergänzende Armlehnen notwendig sein.

Die Duschbrause sollte gut zu erreichen sein und die Armatur ein Thermostat mit Verbrühschutz haben.

Seit dem 1. Mai 2010 gibt es einen Extra-Zuschuss zur Barrierereduzierung bzw. "Altersgerecht Umbauen". Die KfW-Bank erstattet 5 % der förderfähigen Kosten, wenn mindestens 6.000 Euro investiert werden. Der max. Zuschuss pro Wohneinheit beträgt 2.500 Euro. Voraussetzung für die Fördermittelgewährung ist die Durchführung der Maßnahmen durch Fachunternehmen. Der Inhalt der Förderbausteine und die technischen Mindestanforderungen sind auf der Seite der KfW-Bank nachzulesen.
Duschrinne
Duschrinne Linearis® Comfort
 Duschrinne Linearis® Comfort
Quelle: Kessel AG
Quelle: Kessel AG
Komplettablauf - Bodenablauf
 Komplettablauf - Bodenablauf
Quelle: Dallmer GmbH + Co. KG
Bei der Modernisierung oder Renovierung eines Badezimmers wird zum Ableiten des anfallenden Abwassers eine bodengleiche Dusche eingebaut. Neben dem herkömmlichen Bodenablauf wird zunehmend eine Duschrinne installiert. Bei der Planung muss die Gesamteinbauhöhe, die Abflussleistung, das Gefälle und die Platzierung der Rinne im Raum beachtet werden.

Bei dem nachträglichen Einbau einer Duschrinne muss die bestehende Bodengesamtaufbauhöhe des Raumes mit der Gesamteinbauhöhe der Duschrinne übereinstimmen. Hier ist die Höhe einschließlich des Rinnensteges ausschlaggebend. Die anfallenden abzuleitende Wassermenge, die je nach Duschkopf variiert, muss ungehindert ablaufen können, damit sich das Wasser nicht staut bzw. der Boden überflutet wird.

Da die Duschrinnen in der Regel einen waagerechten Rohranschluss haben, muss bei der Planung geprüft werden, ob die Abwasserleitung mit genügend Gefälle verlegt werden kann. Unter Umständen muss eine Duschrinne mit senkrechten Ablauf eingesetzt werden.

Wenn die Duschrinne raumseitig angebracht wird, ist ein ausreichendes beidseitiges Gefälle vorzusehen. Bei einem Standardbrausekopf (24 l/min) sollte ein Gegengefälle außerhalb der Dusche von mindestens 1 % eingehalten werden. Alternativ kann ein wandseitiger Einbau mit Gefälle zur Rinne sinnvoll sein.

Aufgrund der geringen Rohrüberdeckung zwischen Flansch und Abgangsstutzen sollte eine mögliche Rissbildung durch ein geeignetes mineralisches Mörtelsystem verhindert werden. Dieses ist flexibel und kann Spannungen ausgleichen. Normaler Estrich ist starr und könnte durch den Druck, der durch das Rohr oder Belastungen von oben entsteht, reißen.

Bei Duschrinnen ist wie bei jedem Bodenablauf die richtige Verbundabdichtung einzusetzen. Wenn diese fehlt, sickert das Wasser durch mikroskopisch kleine Öffnungen in Fliesen und Fugen in den Fußbodenaufbau. Das führt zu Wasserflecken auf der darunter liegenden Decke, zur Bildung von Schimmel oder Fliesen lösen sich vom Kleber. Im Nassbereich erfolgt die Abdichtung mit den im Streich- und Spachtelverfahren aufzubringende Verbundabdichtung im Dünnbett. Zwischen Rinnensteg und Fliesen müssen dauerelastische Fugen angebracht werden, damit keine Risse entstehen. Die sogenannten Sickerwasseröffnungen, die sich an den Ecken der Duschrinne befinden, dürfen nicht verstopfen, da sonst das Sickerwasser nicht fachgerecht abgeleitet werden kann und sich Bakterien und Pilze unter dem Fliesenbelag bilden.
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