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2460

Korrosionsschutz metallischer Werkstoffe

Autoren
OldBo
28.05.2015
Die DIN EN 14868 - Korrosionsschutz metallischer Werkstoffe - ist ein Leitfaden für die Ermittlung der Korrosionswahrscheinlichkeit in geschlossenen Wasser-Zirkulationssystemen.
Die DIN EN 14868 - Korrosionsschutz metallischer Werkstoffe - ist ein Leitfaden für die Ermittlung der Korrosionswahrscheinlichkeit in geschlossenen Wasser-Zirkulationssystemen.

Diese Norm ist nach ihrer eigenen Aussage nur ein Informationsdokument und stellt keine verbindlichen Regeln für die Verwendung von metallischen Werkstoffen in Wassersystemen auf. Trotztdem sollte sie Grundlagen bei der Planung, Installation und Betrieb der entsprechenden Anlagen berücksichtigt werden, um die Wahrscheinlichkeit eines Korrosionsschadens zu minimieren. Im Schadensfall wird diese Norm im Vergleich zu anderen getroffenen Maßnahmen mit herangezogen.

Die Norm befasst sich mit den Einflussfaktoren der Korrosionswahrscheinlichkeit durch Innenkorrosion metallischer Bauteile (z. B. Kessel, Behälter, Wärmeaustauscher, Pumpen, Rohre, Armaturen) in Wassersystemen in Gebäuden.
Die Norm gilt nicht für:
  •  Heizanlagen in Gebäuden, die direkt an eine Fernwärme-Versorgung angeschlossen sind
  •  offene Kühlsysteme
  •  Zirkulationssysteme für erwärmtes Trinkwasser
In der Norm werden folgende Arten von Korrosionsschäden angesprochen:
  •  Wanddurchbruch
  •  Behinderung des Durchflusses (Wärmetauscher, Ventile)
  •  Verminderung des Wirkungsgrades
  •  Festsetzen von beweglichen Bauteilen (Pumpen, Ventile)
  •  Siedegeräusche im Wärmeerzeuger
In Bezug auf den Sauerstoffeintrag werden zwei Anlagentypen unterschieden.

Anlagentyp I - Systeme ohne erheblichen Sauerstoffeintrag

Bei diesen Anlagen ist praktisch kein Sauerstoffeintrag während des Betriebes möglich. Der gelöste Sauerstoff, der im Füllwasser vorhanden ist,  wird schnell unter Bildung von Korrosionsprodukten (Rost, Schlamm) verbraucht. Wobei diese Ablagerung normalerweise nicht schädlich sind. anders sieht es aus, wenn in den Anlagen Pufferspeicher vorhanden sind. Es handelt sich hauptsächlich um
  •  Systeme mit geschlossenen Ausdehnungsgefäßen, die fachgerecht geplant, installiert und gewartet sind
  • Offene Heizsysteme, die so gebaut sind, dass  nur sehr geringe  Mengen an Sauerstoff in das System eingetragen werden
Bei diesem Anlagentyp besteht die Möglichkeit, dass sich Ablagerungen von Eisen-Korrosionsprodukten auf Wärmeübertragungsflächen bilden und zu einer Herabsetzung des Wirkungsgrades führen kann. Außerdem kann es unter ungünstigen Bedingungen bei Messingbauteilen zu Rissbildung durch Spannungsrisskorrosion kommen.

Anlagentyp II - Systeme mit kontinuierlichem oder intermittierendem Sauerstoffeintrag

Bei diesen Anlagen kann während des Betriebes entweder selten, regelmäßig oder dauernd Sauerstoff in das System gelangen. Anlagen dieser Art gibt es viele.
  • Offene Systeme, in denen während des Betriebes das zirkuliernde Wasser regelmäßig mit Sauerstoff angereichert wird
  • Systeme mit kontinuierlichem Sauerstoffeintrag durch die Diffusion durch ungesperrte Kunststoffrohre oder Gummi- bzw. Flexschläuche
  • Systeme mit geschlossenen Ausdehnungsgefäßen, bei denen
  •  das Volumen das Ausdehnungsgefäßes zu klein ist
  •  der Vordruck im  Ausdehnungsgefäß nicht der statischen Höhe der Heizungsanlage eingestellt wurde
  •  der Vordruck im Laufe des Betriebes absinkt
  •  der Wasserinhalt auf Grund von Wasserverlusten absinkt (z. B. Undichtigkeiten an Ventilen, Pumpen, Entlüfungsventile)
Unter diesen Umständen kann es in den Abkühlphasen (z. B. Nachtabsenkung bzw. -Abschaltung) zu einem Unterdruck im System kommen. Dadurch kann Luft (Sauerstoff) an den O-Ringen, Stopfbuchsen oder Dichtungen und an automatischen Be- und Entlüftern eingesaugt werden.

Besonders bei diesem Anlagentyp ist ein fachgerechte Behandlung der Anlage notwendig.
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